Autark im Camper – Welches Stromkonzept passt zu dir

Autark im Camper –
Welches Stromkonzept passt zu dir

Autarkie ist das Zauberwort für Camper und Wohnmobilfahrer, die die Freiheit des mobilen Reisens nicht unbedingt in einer Campingplatzparzelle suchen. Abseits der dort vorhandenen Infrastruktur sein Lager aufzuschlagen bedeutet jedoch auch selbst dafür zu sorgen, dass z.B. der Strom nicht ausgeht, statt das Reisemobil einfach an die Ladesäule anzuschließen.

Was bedeutet Autarkie eigentlich

Jeden Tag erreichen uns Mails und Anrufe mit der Frage: Wie mache ich meinen Camper autark?

Gemeint ist dabei meist das Stromkonzept, denn nicht im Dunkeln zu sitzen, Lebensmittel im strombetriebenen Kühlschrank frischzuhalten und das Handy laden zu können, sind elementare Anforderungen an das Reisemobil.

Wie autark kann man sich unter welchen Umständen also machen und was braucht es dafür?

Obwohl (oder gerade weil) wir im Verlaufe dieses Artikels zu dem ernüchternden Schluss kommen werden, dass stromautarkes Reisen mit dem Fahrzeug in manchen Situationen ziemlich schwierig ist, möchten wir noch etwas Weiteres zu bedenken geben:

Beachte bei der Planung deines Fahrzeuges, dass die Autarkie oft gar nicht vom Strom, sondern von ganz anderen Dingen begrenzt wird. Man kann dabei eher von autarken Phasen sprechen. Das betrifft die Verfügbarkeit frischer Lebensmittel zum Beispiel. Auch ohne dass dem Kühlschrank der Strom ausgeht, ist das Gemüse irgendwann verschrumpelt und sämtliche Haltbarkeitsdaten abgelaufen – oder der Kühlschrank ist einfach leergefuttert.

Die Kapazität der Frischwassertanks ist ebenfalls ein häufig begrenzender Faktor, sowie die Auffangmöglichkeiten für das Abwasser. Belastet mit Spül- oder Pflegeprodukten, sollte dies selbstverständlich an einer entsprechenden öffentlichen Einrichtung und nicht in der Natur entsorgt werden.

Es ist also wenig sinnvoll, 10.000 Euro zusätzlich in Stromautarkie für längeres Verweilen auf den Traumplätzen zu investieren, wenn dich andere Ressourcen sowieso zum Fahren und „in die Zivilisation“ zurückzwingen, um z.B. einzukaufen.

All das und noch mehr, z.B. ein persönlicher Vorrat an benötigten Medikamenten, ist natürlich auch „Autarkie“ und selbstverständlich kann man auch hier an diversen Stellschrauben drehen.

In diesem Artikel soll es jedoch explizit darum gehen, wie du (möglichst) strom-autark werden kannst.

Strom-autark sein

Wenn wir nicht auf den Anschluss an Landstrom angewiesen sein wollen, bedeutet das entweder

  • wir müssen den benötigten Strom für die „autarke Zeit“ in Form voller Batterien mitbringen, oder
  • den Strom, den wir verbrauchen, müssen wir selbst irgendwie erzeugen, um die Batterien wieder auffüllen.

Mit moderner LiFePO4 Akkutechnik, einer großen, mitgeführten Kapazität in Form mehrerer Batterien oder ganzer Batteriebänke (Achtung, preisintensiv!) bei gleichzeitig gering gehaltenem Verbrauch, ist Unabhängigkeit ohne eigene Stromerzeugung für begrenzte Zeit gegeben. Autarkie erreichen wir damit jedoch nicht, denn der Vorrat an Energie, den wir von Zuhause mitnehmen können, ist endlich – und endlich bedeutet nicht autark. Schaffen wir es nicht, den Strom, den wir verbrauchen, auch wieder aufzufüllen, sind selbst die besten Batterien irgendwann leer.

Begrenzt wird diese Art der Unabhängigkeit vom vorhandenen

  • Budget für die Anschaffung der Batterien,
  • vom Einbauplatz im Fahrzeug und dem
  • zugeladenen Gewicht, denn Akkus sind schwer.

Umgekehrt können wir eine gewisse Autarkie selbst vollkommen ohne Bordakku erreichen.

Welche Möglichkeiten der Stromerzeugung bieten sich an

Im Camper stehen uns verschiedene Optionen der Stromerzeugung zur Verfügung. Jede davon hat ihre Vor- und Nachteile und funktioniert unter bestimmten Bedingungen besser oder schlechter. Wir werden sehen, dass daher eine auf den persönlichen Bedarf und die bevorzugten Reiseziele abgestimmte Kombination an Systemen immer am sinnvollsten ist.

Wie viel Gewicht bei der Dimensionierung der Gesamtanlage auf welches System gelegt wird, richtet sich nach dem individuellen Reiseverhalten und kann auf dieses abgestimmt und berechnet werden. Unsere Techniker sind darauf spezialisiert und helfen dir gerne dabei, wenn du eine elektrische Anlage planst (mehr zu unserem Beratungsangebot).

Die wichtigsten Optionen sind:

Solar

Eine Solaranlage stellt kurzgesagt die beste Möglichkeit der Stromerzeugung für autarkes Campen oder auch Wohnen dar. Einmal angeschafft, fallen hierbei keinerlei nachträgliche Kosten für den Betrieb an und die Anlage arbeitet sauber, selbstständig, geräuschlos und ohne weitere Betriebsmittel oder Abgase.

Nicht umsonst ist eine Solaranlage die effizienteste Möglichkeit der persönlichen Energiewende und wenn es um die Nachhaltigkeit von Wohnhäusern geht ganz vorn mit dabei.

„Die Sonne schreibt keine Rechnung“, wie Techniker Lars so schön zu sagen pflegt.

Nachteil: Keine Sonne – kein Strom.

8 x 180 Wp black tiger Hochleistungs-Solarmodule für ein auf Solarenergie basierendes Stromkonzept. Ladebooster und Landstromanschluss ergänzend.

Ladebooster / b2b Lader

Die Bordbatterie kann durch das Fahren des Fahrzeugs geladen werden. Ein b2b Lader versorgt dabei die Batterie mit Strom, der von der Lichtmaschine erzeugt wird. Praktisch, gerade wenn keine Sonne scheint und die Solaranlage wenig Leistung bringt. Nachteil: Um eine Batterie vollzuladen, reicht es nicht, ein paar Minuten im Kreis zu fahren, oder das Fahrzeug ein bisschen im Leerlauf vor sich hinblubbern zu lassen.

Lars berechnet in unserem Video zum Beispiel, dass man, um einen typischen, durchschnittlichen Tagesverbrauch von 1 kWh wieder reinzuholen, in der Regel ca. drei Stunden fahren müsste. Verschiebt man das durch genügend Akkukapazität um drei Tage nach hinten, müsste man also schon 9 Stunden am Stück fahren, um anschließend wieder drei Tage gemütlich an einem schönen Plätzchen stehen zu können.

Integriert man geplante Fahretappen zur Energiegewinnung als Taktik in seinen Reisealltag, kann dies für die stromseitige Autarkie allerdings durchaus eine Lösung sein.

Ein weiterer Nachteil ist jedoch: Die zusätzliche Belastung der Lichtmaschine führt zu mehr Kraftstoffverbrauch, da der Motor durch den Antrieb der Lichtmaschine quasi mehr arbeiten muss. Fazit: Wir müssen mehr Geld an der Tankstelle ausgeben (erreichen also auch keine echte Autarkie, denn wir sind auf die Verfügbarkeit von Kraftstoff angewiesen) und leisten nicht gerade ein Beitrag zu einem kleineren ökologischen Fußabdruck beim Reisen.

Generator

Selbstredend, dass das Stromerzeugen durch einen extra laufenden Motor und ohne dabei wenigstens noch Fahrstrecke zurückzulegen, die oben bereits genannten Nachteile verschärft. Als Verbrenner fossiler Kraftstoffe, mit dazu noch kleinem Wirkungsgrad, ist er keine erstrebenswerte Lösung, sondern eher ein absolutes Notprogramm.

Dazu kommt ein hohes, zusätzliches Gewicht und ein erheblicher Platzverbrauch, sowie das gesonderte Mitführen einer zusätzlichen Kraftstoffmischung. Die entstehende Geräuschbelästigung durch den Betrieb eines Generators spricht ebenfalls gegen den Einsatz eines solchen.

Eine weitere Einschränkung ergibt sich bei niedrigen Temperaturen oder in Höhenlagen. Hier wird der Betrieb von Generatoren schwierig, da die Vergaser einfrieren können und die Kraftstoffmischung nicht an die veränderten Luftdruckbedingungen angepasst wird.

Aus all diesen Gründen sind Generatoren in europäischen Reisefahrzeugen auch nicht sonderlich verbreitet.

Windräder

Ein Windrad kann eine Alternative, oder besser eine Ergänzung zur Solaranlage sein. Herrscht mehr Wind als Sonne, ermöglicht es die Stromproduktion bei stehendem Fahrzeug, wenn die Solaranlage es nicht oder nur teilweise kann.

Leider sind Windräder noch nicht mit dem besten Wirkungsgrad gesegnet und verursachen außerdem ein recht lautes Laufgeräusch.

Brennstoffzellen

Brennstoffzellen ermöglichen uns nicht wirklich Autarkie. Für ihren Betrieb muss reines Methanol mitgeführt werden. Da der Umgang mit Methanol gefährlich sein kann, sind die Brennstoffzellen in der Regel so konzipiert, dass ein einfaches Nachfüllen „aus dem Fass“ nicht unterstützt wird und spezielle Tankpatronen dafür ausgewechselt werden müssen. Je nach Energiebedarf sind diese allerdings auch relativ schnell verbraucht und für eine lange Reise oder längere autarke Phasen, müsste ein nicht unerheblicher Vorrat an Methanol mitgeführt werden.

Eine Brennstoffzelle kann zwar also unsere Akkus laden, doch das Laden der Brennstoffzelle selbst unterwegs ist schwierig, selbst wenn Bezugsquellen für reines Methanol vorhanden sein sollten.

Autark campen – Die Reise bestimmt wie

Wohin wir wollen und wann im Jahr, bestimmt darüber, welche der oben genannten Möglichkeiten für uns die Richtige ist. Da die Bedingungen, unter denen Strom produziert wird, dabei sehr unterschiedlich sind, macht es immer Sinn, die verschiedenen Möglichkeiten miteinander zu kombinieren und diese Kombination in ein passendes Verhältnis zum persönlichen Stromverbrauch und der verbauten Akkukapazität zu setzen.

Ein Beispiel:

Bei einem Reisegebiet von Nord- bis Mitteleuropa und einer Reisezeit zwischen Oktober und März, ist es sicherlich unrealistisch, mit einer Autarkie durch Solarertrag zu rechnen, da der Ertrag in dieser Zeit sehr schlecht ist (siehe dazu unbedingt auch unseren Artikel Wie viel Solar für Camper und Wohnmobil – Einflussfaktoren richtig einschätzen). Ebenso unrealistisch ist es, bei dieser Reise genug Akkukapazität dabeizuhaben, um 10 Tage autark am See stehen zu können und nach Verbrauch einfach alles durch eine Fahretappe wieder aufzufüllen.

Abhilfe kann bei dieser Reiseregion und Jahreszeit ein verändertes Reiseverhalten schaffen. Verkürzte Standzeiten und mehr Fahretappen, bei denen man beispielsweise 2 – 3 Stunden Fahrzeit pro Tag einplant. Ist das Wetter schlecht und bringt keinen Solarertrag, möchte man vielleicht sowieso lieber da hin, wo das Wetter besser ist?

Jemandem, dem es nicht auf Sonne ankommt, sondern mehr auf Wind, weil seine Leidenschaft das Kiten ist, sieht das vielleicht aber schon wieder anders und stellt sich lieber ein zusätzliches Windrad mit aufs Dach.

Solltest du ein echter Winterfan sein und in der kalten Jahreszeit Richtung Nordkap fahren wollen, könnte ein Konzept lauten: Fahren, fahren, fahren, denn mit Solar wirst du hier nichts ausrichten können.
Im Gegensatz dazu kann man bei einer großen Fern- oder Langzeitreise versuchen, dem Sommer hinterherzufahren und Stromautarkie durch ein passendes Timing bei der Planung der Reiseroute aufrechtzuerhalten.

Wie viel Solar für Camper und Wohnmobil man wirklich braucht, erklären Martin und Lars von tigerexped

Was kannst du von einem Solarmodul wirklich an Leistung erwarten und wie viel Solar brauchst du am Ende also auf dem Dach?

Mache mit Lars und Martin eine virtuelle Reise von Norwegen Richtung Äquator, bei der sie realistische Solar-Setups als Beispiele durchdenken.

Autark ist, was du daraus machst

Optionen, die man erst einmal weniger unter dem Begriff Autarkie verbuchen würde, können ebenfalls ein probates Mittel sein. Wer zu wenig Solar hat, um seinen Verbrauch komplett zu decken, aber dazu genügend Akkukapazität, um bei seinem persönlichen Verbrauch zwei Wochen autark zu sein, kann möglicherweise alle zwei Wochen doch mal eine Nacht auf dem Stellplatz nehmen und das Fahrzeug an die Ladesäule hängen. Eine solche Menge an Strom per Lichtmaschine im wahrsten Sinne „reinzufahren“, macht in den meisten Fällen eher wenig Sinn. Außerdem muss nach zwei Wochen wahrscheinlich auch mal Wasser aufgefüllt und abgelassen, eine Waschmaschine genutzt werden oder ähnliches, was die Kosten für die Übernachtung relativiert. Frisch ver- und entsorgt kann es dann wieder in die autarke Freiheit gehen.

Bei aller Liebe zum autarken Campen und Freistehen, ist die Möglichkeit das Fahrzeug an Landstrom anschließen zu können, auf jeden Fall immer noch eine, die man nicht komplett verwerfen sollte.

Den passenden Mix finden

Vor allem die Dimensionierung der Solaranlage auf den persönlichen Bedarf und das individuelle Reiseverhalten, bedarf einer gewissen Erfahrung und der Auswertung vieler Zahlen.

Abgestimmt auf die in dem jeweiligen Fahrzeug genutzten Verbraucher und Reisenden, kann man am Ende ein Optimum herauszuholen, ohne über ein realistisches Ziel hinauszuschießen und völlig unnötig viel zu viel Geld auszugeben. Dazu gehört auch das Erörtern von Wünschen und Erwartungen und diese ins Verhältnis zu Machbarkeit und Kosten zu setzen.

Ist induktives Kochen zum Beispiel unabdingbar? Allein dieser Wunsch ist eine große Hürde auf dem Weg zum (strom)autarken Campen und seine Verwirklichung sprengt so manches Budget.

Lerne in unseren weiterführenden Videos und Artikeln mehr zur Dimensionierung einer Solaranlage.

Unsere empfohlenen Artikel:

Du bist unsicher: Lass dir helfen.

Lars oder einer unserer anderen reiseerfahrenen Techniker ermitteln in einem telefonischen Gespräch gerne deine individuellen Wünsche, schauen, was zu dir und deinem Budget passt und erstellen ein Gesamtkonzept mit aufeinander abgestimmten Komponenten, damit alles sicher funktioniert.

Erfahre hier mehr über unser modulares Elektriksystem und fordere eine kostenlose, unverbindliche Beratung an.


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Wie viel Solar für Camper und Wohnmobil – Einflussfaktoren richtig einschätzen

Wie viel Solar für Camper und Wohnmobil – Einflussfaktoren richtig einschätzen

Mit Camper oder Wohnmobil ist man vollkommen flexibel unterwegs, denn die Unterkunft ist da, wo man gerade parkt. Um bei der Auswahl des Übernachtungsplatzes aber nicht vom Vorhandensein eines Landstromanschlusses abhängig zu sein, möchten die meisten Camper sich unabhängig(er) von Ladesäulen auf Camping- und Stellplätzen machen. Nicht alle Möglichkeiten der Stromgewinnung auf Reisen sind jedoch gleich empfehlenswert.

Die mit Abstand beste ist die Energieerzeugung über Solar. Im Gegensatz zum Laden über die Lichtmaschine oder gar einen Generator, muss eine Solaranlage nur einmal angeschafft werden und erzeugt dann für viele Jahre völlig kostenlos Strom. Ein höherer Kraftstoffverbrauch beim Fahren oder gar das Verbrennen einer gesondert mitgeführten Kraftstoffmischung entfällt. Bei den derzeitigen Spritpreisen spart dies nicht nur Kosten, sondern ist natürlich im Sinne unserer Umwelt absolut vorzuziehen.

Solaranlagen verfügen im Verhältnis zu alternativen, nachhaltigen Methoden der Stromerzeugung (z.B. ein Windrad) zusätzlich über die beste Energieeffizienz.

Die Frage ist jedoch: Wie viel Solar braucht man und was kannst du von einer Solaranlage erwarten? Macht sie dich wirklich unabhängig von Landstrom und wie müsste sie dafür beschaffen sein? Muss auf große Energiefresser eventuell von vorn herein verzichtet werden?

Unsere beiden Produktentwickler / Techniker Martin und Lars, sind Spezialisten auf diesem Gebiet und selbst Camper mit Solaranlage. In der Praxis sammeln sie Daten, führen Tests durch und versetzen sich in unterschiedliche Anwendungsszenarien, um in Beratungsgesprächen auf Erfahrungen aus erster Hand zurückgreifen zu können.

Hier befassen sie sich damit, wie viel Solar man in welcher Situation braucht, bzw. was man von einem Solarpanel generell erwarten kann – und was nicht.

Wie viel Solar? So viel macht aus, wo du hinfährst

Auf den ersten Blick sieht die Energieausbeute pro Solarpanel sehr simpel aus. Auf dem Datenblatt stehen zum Beispiel 100 Wp – doch das ist gleich in mehrfacher Hinsicht nur die halbe Wahrheit. Es handelt sich dabei in erster Linie um einen Wert, der Solarmodule untereinander vergleichbar macht und herstellerübergreifend von immer gleichen Voraussetzungen ausgeht.

Wie viel Energie unterwegs tatsächlich durch das Panel in die Batterien fließt, ist von mehreren Faktoren abhängig. Einer der größten Einflussfaktoren ist dabei dein Reiseziel.

Globalstrahlung

Die Erdkrümmung ist einer der natürlichen Feinde der Solarenergie. Generell kann über eine Solaranlage am Äquator (mit mehr oder weniger senkrechter und längerer Sonneneinstrahlung) ungefähr dreimal so viel Energie erzeugt werden, wie z.B. in Nord-Norwegen.

Sogenannte Globalstrahlungskarten geben einen guten Einblick in die Lichtverhältnisse in unterschiedlichen Teilen der Welt. Wie viel Watt Leistung ein 100 Wp Solarmodul also wirklich am Ende bringt, schauen wir uns anhand einer solchen Karte im Folgenden einmal an.

100 Wp Solar im Vergleich – Norwegen, Frankreich, Portugal …

Was ist mit einem 100 Wp Solarpanel möglich und was nicht. Wir vergleichen Standorte und Reisezeiträume. Die Globalstrahlungskarte gibt dabei beeindruckende Erkenntnisse preis.

Norwegen

Sommer in Bergen, Norwegen: Mit der durchschnittlichen Sonnenenergie im norwegischen Bergen im Monat Juni, erzeugt ein 100 Wp Solarpanel (flach liegend montiert) eine tägliche Leistung von ca. 330 Wattstunden.
Zur Veranschaulichung der Energiemenge: Dieser Wert ist z.B. nicht ausreichend, um einen durchschnittlichen Wohnmobil-Kühlschrank zu betreiben, der mit ungefähr 400 – 500 Wattstunden pro Tag zu Buche schlagen würde.

Herbst in Bergen, Norwegen: Während der Energieertrag im Sommer zumindest in der Nähe des benötigten Energiebedarfs zum Betrieb des Kühlschrankes liegt, sieht es im September bereits anders aus. Zu dieser Zeit holt das 100 Wp Solarpanel nur noch ca. 120 Wattstunden pro Tag aus der eintreffenden Sonnenenergie heraus. Es sind also nun schon mindestens drei oder 4 Paneele dieser Größe notwendig, um nur den Kühlschrank betreiben zu können. Weiterer Energiebedarf noch gar nicht eingerechnet. Die kürzer werdenden Tage, geringere Lichtintensität und ein spitzerer Einfallwinkel des Sonnenlichts, machen einen enormen Unterschied.

Solarmodule aufstellbar machen

Gerade gegen den spitzen Einfallswinkel kann man natürlich etwas tun. Indem man das Solarpanel aufstellbar macht, richtet man es zur Sonne hin aus und optimiert damit im besten Fall den Winkel (falls deine Parksituation es hergibt).

Damit das aufstellbare Modul während der Fahrt stabil und windfest verankert bleibt, ist die Konstruktion allerdings mit einem nicht unerheblichen technischen Mehraufwand verbunden. Ob dieser sich lohnt, muss abgewägt werden. Martin und Lars nennen uns dazu Zahlen:

Im September in Bergen, liefert uns das 100 Wp Solarpanel bei einem Aufstellwinkel von 35° immerhin 170 Wh, statt liegend 120 Wh.

Im Dezember wird es dann jedoch haarig. Tatsächlich verdreifacht sich so hoch im Norden der Ertrag dank angewinkelter Positionierung fast. Doch weder 7 Wattstunden bei flachem, noch 20 bei aufgestellten Modulen, können für den Betrieb unseres Kühlschranks etwas sinnvoll bewirken.

Frankreich

Schauen wir uns einen anderen Breitengrad an und fahren nach Paris.

Im Dezember liegt der Ertrag des flach montierten 100 Wp Panels dort bei gerade mal 50 Wattstunden. Rechnen wir mit unserem Verbrauch von 400 Wattstunden für den beispielhaften Kühlschrank, bräuchte man tatsächlich 8 Solarmodule, nur um den Kühlschrank betreiben zu können. Mit einem Aufstellwinkel von 35°, verdoppelt sich hier die Leistung auf 100 Wattstunden pro Tag und wir kämen mit der Hälfte der Module klar.

Portugal und weiter südlich

In Lissabon reicht im Sommer ein einziges 100 Wp Panel völlig, damit der angenommene Kühlschrank arbeitet. 500 Wattstunden schickt die Solaranlage hier täglich Richtung Bordbatterie.
Doch auch so weit südlich müsstest du im Winter bereits 3 Panels auf dem Dach haben, damit der Kühlschrank weiterläuft. Es sind nun im Schnitt nur noch 150 Wp zu erwarten.

Als Faustregel gilt: Gerade Winterreiseziele sollten Richtung Äquator führen, wenn du so stromautark wie möglich durch Sonnenenergie sein willst. Doch Achtung, überquert man den Äquator, dreht sich dieses Prinzip natürlich um. In Kapstadt beispielsweise ist der Ertrag von September bis März am höchsten und in den Sommermonaten am niedrigsten.


Bei allen Berechnungen wurden leichte Unterschiede im Anlaufverhalten von Kühlschränken durch höhere oder niedrigere Umgebungstemperaturen selbstverständlich jetzt mal außen vor gelassen, da es hierbei lediglich um die Einschätzung der Leistungsfähigkeit von Solarpaneelen geht.

Und selbstverständlich kann es natürlich auch im Sommer in Portugal eine Schlechtwetter-Phase geben und während drei Wochen Roadtrip kommt an keinem einzigen Tag der Durchschnittswert von 500 Wh rein. Obwohl man diesen Faktor natürlich nicht beeinflussen kann, ist neben deinem persönlichen Strombedarf die zu erwartende Sonnenenergie an deinen bevorzugten Reisezielen der wichtigste Faktor bei der Frage, wie viel Solar du nun wirklich auf deinem Camper brauchst.

Praxisbeispiele mit realistischem Solaranlagen-Setup

Um diesen theoretischen Rechenbeispielen einen mehr praktischen Bezug mit realistischen Umständen zu geben, schauen wir uns nun einmal zwei unterschiedliche Fahrzeuge an. Diese Setups kommen in unseren Kundenberatungen häufig vor und bilden daher eine gute Grundlage, um dich in einem davon wiederzuerkennen oder um gut auf dein eigenes Projekt umrechnen zu können.

Van mit Durchschnittsverbrauch von 1 – 1,5 KWh und 400 Wp Solar

Im Vanbereich trifft man häufig auf einen täglichen Durchschnittsverbrauch an Energie von 1 – 1,5 KWh. Das beinhaltet keine überdurchschnittlichen Verbraucher wie etwa elektrisches Kochen. Mit Kompressorkühlschrank, Druckwasserpumpe, Beleuchtung, dem Laden von Kleingeräten usw., ist man damit aber ziemlich auf der sicheren Seite.

Weiterhin sind 400 Wp Solar auf dem Dach eine realistische Größenordnung zum Aufbau auf dem Camperdach. Trotz Dachluken, Entlüftungspilz o.ä. bietet ein Van bei Verwendung effizienter Solarpanels normalerweise genug Platz zur Unterbringung von 400 Wp.

Busbastler Van mit tigerexped Solarmodulen
Fast quadratisches Sonderformat bei black tiger 180 macht auf dem Dach dieses Vans sogar 900 Wp möglich.

Wann und wo kann ich mit diesem Camper autark sein

Wie wir weiter oben gesehen haben, stehen wir bei 400 Wp Solar auf dem Dach damit im Juni in Norwegen mit 1320 Wattstunden ziemlich gut da (330 Wp x 4). Bedenken wir nun noch, dass Sommer ist und man viel Zeit draußen verbringt, man fast keine Standheizung braucht und durch die langen Tage auch wenig Beleuchtung, können wir davon ausgehen, dass uns dieses Setup ausreicht, um autark zu sein.

Im Dezember dagegen reichen nicht einmal in Portugal die dann 150 x 4, also 600 Wattstunden Ertrag aus, um auch nur annähernd autark zu sein. Wir müssten bei diesem Setup und Verbrauch schon Richtung Casablanca fahren, um nicht auf Landstrom angewiesen zu sein.

Expeditionsmobil mit Durchschnittsverbrauch von 2 – 3 KW und bis zu 1500 Wp Solar

Bei dem Platzangebot auf LKW Dächern, lassen sich gut und gerne mal 1000 – 1500 Wp Solar montieren. Doch auch der durchschnittliche Verbrauch ist in solchen Fahrzeugen aufgrund höherer Anforderungen seiner Besitzer im Allgemeinen größer. Ein durchschnittlicher Verbrauch spielt sich hier in Größenordnungen von 2 – 2,5 KWh ab – kommen eine kleine Waschmaschine, Elektroofen oder Induktionskochfeld dazu, auch mal bei 3 KWh pro Tag.

Bei 330 Wh x 10 Panels, liegt der Ertrag im Sommer in Bergen bei über 3 KWh pro Tag, womit dieses Expeditionsmobil frei von Steckdosen oder sonstigen Stromquellen autark stehen kann.

Doch selbst bei 1000 – 1500 Wp auf dem Dach UND dabei aufgestellten Solarmodulen: Im Dezember in Bergen wird man nicht einmal mit dem Durchschnittsverbrauch des Vans autark sein können. Zur Erinnerung: Gerade mal 20 Wh erreichen wir hier pro 100 Wp Solarmodul und Tag – bei 1000 Wp auf dem Dach also gerade einmal mickrige 200 Wh.

Gewöhnliches Solar-Setup der LKW-Klasse. Dieses Expeditionsmobil hat mit 8 x black tiger 180, insgesamt 1440 Wp auf dem Dach

Was also tun, um im Winter autark zu sein

Die Solaranlage auf Extreme (Winter im Norden) optimieren zu wollen, macht tatsächlich keinen Sinn. Die benötigte Menge an Solarmodulen, die dafür notwendig wäre, ist auf einem normalen Reisefahrzeug einfach nicht unterzubringen. Das Laden über die Lichtmaschine während der Fahrt und einhergehend kürzeren Standzeiten, wird damit zu einem wichtigen Faktor.

Für Übergangszeiten, also Frühling und Herbst, sowie gemäßigt nördliche Breitengrade, macht die Anschaffung eines zusätzlichen Faltmoduls Sinn, das flexibel zur Sonne ausgerichtet mobil aufgestellt und mit dem Sonnenstand gedreht werden kann. Bei beispielsweise zusätzlichen 180 Wp, können Engpässe sehr gut aufgefüllt werden.

Faltbares Solarmodul big tiger – immer optimal nach der Sonne ausrichtbar ohne umzuparken.


Du möchtest dir von Lars oder einem unserer anderen Techniker bei der Ermittlung deines persönlichen Strombedarfs und der Zusammenstellung passender Ladequellen helfen lassen? Wir bieten dazu telefonische Beratung an und stellen ein individuelles Angebot mit perfekt aufeinander abgestimmten Komponenten für dich zusammen. Zusätzlich erhältst du vereinfacht dargestellte Schaltpläne und eine Einbauanleitung. Das klingt gut?

Möglichst viel Solarertrag – Das kannst du noch tun

Wie wir gesehen haben, ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Frage, wie viel Solar man braucht, nur durch die Wahl unserer Reiseziele zu beeinflussen. Bei gleichbleibendem Verbrauch werden andere Einflussfaktoren zwar auch nicht den Winter in Norwegen autark machen können, doch wenn wir sie bei der Zusammenstellung unserer Solaranlage beachten, können wir gerade für die Übergangszeiten und Übergangsgeographie das möglicherweise entscheidende Quäntchen mehr herausholen.

Auf den Wirkungsgrad achten

Wir haben nur eine bestimmte Dachfläche zur Verfügung – es gilt, sie bestmöglich zu nutzen. Dafür sollte bei der Auswahl von Solarmodulen auf einen möglichst hohen Zellwirkungsgrad geachtet werden. Dieser gibt nicht die theoretische Gesamtleistung des Panels an, sondern wie leistungsfähig die einzelnen Zellen sind, bzw. wie viel Prozent von dem eintreffenden Licht tatsächlich von dem Panel in Strom umgewandelt werden kann. Ist der Wirkungsgrad höher, kann auf kleinerer Fläche mehr Strom produziert werden.

Temperaturkoeffizienten berücksichtigen

Die Temperatur beeinflusst ebenfalls die Leistungsfähigkeit eines Solarpanels. Während der theoretische Wert von 100 Wp von einer Temperatur von 25°C ausgeht, ist dieser Wert bei einem Spanienurlaub im Sommer absolut unrealistisch. Panel-Temperaturen zwischen 60 und 70 Grad sind völlig normal – und mit jedem Grad über 25, reduziert sich die Leistung des Solarmoduls.

Besonders betroffen von diesem Effekt sind flächig zu verklebende Modelle. Im Unterschied zu Modulen, die auf Solarhalteecken oder einem Dachträger montiert werden, fehlt ihnen die Unterlüftung, wodurch sie schlechter gekühlt werden.

Für beide Bauarten gilt: Achte beim Kauf auf einen niedrigen Temperaturkoeffizienten. Dieser mildert den Effekt ab und kann im Vergleich bis zu 25% mehr Leistung bei Hitze bedeuten.

Temperatur-Fun Fact:

Mit einigem Erstaunen erreicht uns manchmal die Frage, ob mit dem verbauten Solarpanel etwas nicht stimmt, da laut Systemüberwachung angeblich gerade mehr Leistung erbracht wird, als auf dem Datenblatt angegeben wird (beispielsweise 100 Wp).

Dies kann tatsächlich der Fall sein, wenn die hoch stehende Mittagssonne vom eisig kalten Winterhimmel scheint. Während die Leistung über 25°C abnimmt, darfst du dich (abhängig vom Einfallswinkel der Sonne), bei tiefen Temperaturen auch mal über mehr Leistung freuen. Die 100 Wp sind also nicht der Maximalwert, den das Panel liefern kann, sondern eben der Wert bei den durchschnittlich angenommenen, theoretischen Standardbedingungen.

Auf Trenndioden-Verschaltung achten

Bei einer teilweisen Verschattung ist häufig das komplette Panel nicht mehr leistungsfähig. Achte deswegen beim Kauf auf eine geschickte Verschaltung des Solarmoduls mit Trenndioden – damit können die in der Sonne befindlichen Zellen unabhängig weiter Energie produzieren.

black tiger Solarmodule

black tiger Solarmodule wurden von uns auf die gerade genannten und weitere Punkte optimiert. Zusätzlich gewährleistet eine vollflächige Kupferbeschichtung auf der Rückseite höchste Ausfallsicherheit. Die hochwertigen Solarmodule gibt es in diversen Sonderformaten, um die vorhandene Dachfläche bestmöglich nutzen zu können.

Einen Regler pro Panel verbauen

Ein MPPT-Regler kann nicht für mehrere Module gleichzeitig den optimalen Leistungspunkt bestimmen. Sind mehrere Module an einem einzelnen Regler angeschlossen, ist dieser gezwungen, mit einem Durchschnittswert zu rechnen. Um die bestmögliche Leistung aus jedem Modul herauszuholen, sollte jeweils ein eigener MPPT-Regler verbaut werden.

Fazit

Wie viel Solar man auf Camper oder Wohnmobil braucht, ist nicht nur vom persönlichen Stromverbrauch abhängig. Auch ist die Frage nicht allein anhand der auf den Modulen angegebenen Leistungsdaten zu beantworten, denn 400 Wp auf dem Dach bringen keinen definierten Ertrag.

Von den offensichtlichen Unterschieden bei Sonne oder Bewölkung einmal abgesehen, spielt die Lage der bevorzugten Reiseziele die größte Rolle bei der Dimensionierung einer Solaranlage.

Nutze Globalstrahlungskarten, um für gemäßigte Breitengrade und Übergangszeiten zu optimieren, denn Stromautarkie allein durch die Solarenergie anzustreben, ist bei extremen Verhältnissen (z.B. Winter im hohen Norden) nicht sinnvoll und lieber durch eine geschickte Mischung unterschiedlicher Arten der Stromerzeugung zu realisieren.

Unsere Experten helfen dir beim Zusammenstellen einer entsprechenden Anlage gerne weiter.


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Geht nicht gibts nicht – Die UFO Entwicklungs-Story

Geht nicht gibt’s nicht –
Die UFO Entwicklungs-Story

„Elektrische Anlagen in Reisefahrzeugen werden immer komplexer, doch Elektrotechnik studiert noch immer nicht jeder.
Selbstausbauer stehen hier vor einer echten Herausforderung, bei der wir helfen wollen.“

Martin Henning – Technische Entwicklung tigerexped

Spätestens seit tigerexped angefangen hat, ein modulares Elektrik-System zu entwickeln,
fällt die von Martin hier angesprochene Problematik in den Teams Kundensupport und Technik immer stärker auf. Zwar sind ein individuell durch den Profi zusammengestelltes Paket an Komponenten und vereinfachte Schaltpläne eine tolle Sache, trotzdem setzt der immer größer
werdende Funktionsumfang heutiger Elektronik, immer mehr (oft nicht vorhandenes) Grundlagenwissen voraus.

Neben fehlendem Know-how sind Zeit- und Platzbedarf die größten Mankos. Der Systemaufbau aus einer Vielzahl an Sammelschienen und Sicherungshaltern, bei dem man sich am Ende noch mit „von-Fall-zuFall-Custom-Lösungen“ behelfen muss, kostet den professionellen Hersteller viele Stunden an Arbeitszeit – und Selbstausbauer den letzten Nerv.

Gute Ansätze zu Ende denken

Natürlich sind wir nicht die Ersten, die in dieser Hinsicht Produktentwicklung betreiben. Der Stromverteiler, der nach intensiven Marktrecherchen in unserem Modulsystem zum Einsatz kam,
leistet zwar eine gute Grundlage, am Ende fehlten uns aber auch hier entscheidende Funktionen, die die Sache erst so richtig sinnvoll machen würden.

Was müsste dieses Produkt, zu Ende gedacht, also können, um ein großes Elektriksystem mit geringstem Installationsaufwand und dazu technisch optimal miteinander zu verbinden?

„Zunächst haben wir also anhand vorhandener Vorbilder einen groben Entwurf skizziert, der alle gewünschten Verbesserungen enthielt und diesen an unseren erfahrenen Entwicklungspartner und Hersteller geschickt.“

… sagt Martin, der sein Know-how als Elektroingenieur genauso in den Entwurf einfließen lassen
konnte, wie die Supporterfahrung des tigerexped Technik-Teams.

Die erste Umsetzung in 3D ließ allerdings keinen Zweifel daran, dass das noch nicht der Weisheit
letzter Schluss sein konnte – eine Innovation an Platzersparnis haben wir mit einem Kasten von 36×24 cm zumindest nicht geschaffen.

Zu sagen „dann geht das halt nicht“, war allerdings keine Option. In den folgenden Monaten lief das CAD für 3D Modelle auf dem Rechner heiß. Man musste das ja irgendwie komprimieren können, ohne an Funktionsumfang zu verlieren.

Und das konnte man auch.

Nach unzähligen Nachtschichten mit Formdesign von Busbars und Verteilung von Kabelanschlüssen, war ein Bauteil mit außergewöhnlicher Gestaltung entstanden. Würden in unserer an rechteckige Komponenten gewohnten Welt, die Reisefahrzeugbauer einem UFO-förmigen Gebilde eine Chance geben? Wer es von der technischen Seite betrachtet, den überzeugen die Vorteile auf jeden Fall sofort und so MUSSTE man es einfach ausprobieren.

Ein großer Schritt der Entwicklung war nun getan. Doch bis das erste TEXU400 (TEX = tigerexped,
U = UFO, 400 = Ampere max.) in einem Reisefahrzeug verbaut werden sollte, war noch ein langer Weg mit Höhen und Tiefen zu bewältigen und Fragen über Fragen zu klären.

Fragen über Fragen

Wie kann ein einhändig zu bedienender Verschluss beschaffen sein, bei dem man keine Einzelteile verlieren kann? Und wie bekommt man beides für die angestrebte ISO-Zertifizierung zur Verwendung in explosiver Umgebung zündgeschützt abgedichtet?

Wie müssen Widerstände und Dioden verschaltet sein, um bei Verwendung mit hohen Spannungen bis 48 Volt, ein Glimmen von LED Anzeigen auf Verbraucherseite zu vermeiden?

Und welcher Spritzgusshersteller kann überhaupt die Fertigung der anspruchsvollen Basisplatte bewerkstelligen?

Die Entwicklung des TEXU400, wir nennen es liebevoll unser UFO, führte bei allen Beteiligten
zu heißlaufenden Verdrahtungen in den Köpfen. Durch stetige Optimierung, die teilweise auch
die Einbeziehung von Herstellungsprozessen aus anderen Bereichen
beinhaltete, wurde der Prozess Schritt für Schritt vorangetrieben.

Tests in der Elektrohölle

Die Produktion erster Prototypen mündete schließlich in umfangreiche Testreihen – und für die
UFOs in der Schreckenskammer für Elektrokomponenten: Dem Backofen.

Es zeigte sich dabei, dass eine simulierte Reisefahrzeug-Elektrokomplettinstallation unter absoluter Maximalbelastung mit höchstem Stromfluss in dieser Größenordnung gar nicht so einfach im Backofen abzubilden ist. Doch auch der Aufwand von über 25 Testreihen, zahlte sich durch teils überraschende Ergebnisse und daraus abgeleiteten Verbesserungen aus.

Versuchsaufbau im „Backofen“

Wärmebild eines im Versuchsaufbau befindlichen UFO-Prototypen

ÜBERRASCHUNGEN BRINGEN OPTIMIERTE LÖSUNGEN

Keiner der entwickelnden Spezialisten hatte beispielsweise damit gerechnet, dass die
Hitzeentwicklung mit und ohne Deckel sich kaum voneinander unterscheiden würde. Statt wie
erwartet der Wärmestrahlung, war der Wärmeleitung in den Kabeln, ausgehend von den
Sicherungen, die größte Aufmerksamkeit zu schenken.

Hotspots galt es für einen sicheren Betrieb des UFOs und der ganzen elektrischen Anlage unter allen Umständen zu vermeiden. Mit den gewonnenen Erkenntnissen wurden deshalb eigene Regeln zur Dimensionierungen von Busbars und Kabelstärken entwickelt. Durch größere als den üblicherweise verwendeten Querschnitten, kann beim Verbau eines UFO somit selbst im Überlastfall leistungsstarker Verbraucher höchste Betriebssicherheit garantiert werden.

Nebenbei führte der Druck von 3D Modellen nicht nur zu Schweißperlen auf der Stirn unserer Finanzbuchhaltung, sondern auch zu der spannenden Erkenntnis, dass bestimmte Ecken und Kanten nicht am digitalen Modell, sondern nur „in der Hand“ erkannt werden können.

NEU, HILFREICH UND AUCH GUTAUSSEHEND

Marktneuheiten wie Shunt-Brücke und MEGA-Sicherung mit doppeltem Anschluss wurden final realisiert – und hübsch aussehen durfte es natürlich auch noch. Ein Mix aus glänzenden und satinierten Oberflächen und z.B. Beschriftungsstickern, die nicht lieblos aufgeklebt, sondern in entsprechende Vertiefungen im Deckel eingelassen werden, machen den Entwicklungsaufwand zwar nicht geringer, aber die Freude am Produkt auf allen Seiten größer.

Den passenden Rahmen bildet das Verpackungsdesign, das ebenfalls so einige Überraschungen bereithalten kann. Mit seinem Gewicht von knapp 3 kg, ließ uns das UFO denn auch mehrfach Hand an der Verpackung anlegen. Schließlich soll diese nicht nur aus nachhaltigen Materialien bestehen, sondern auch dafür sorgen, dass alles wohlbehalten beim Kunden ankommt und die Augen beim Auspacken leuchten. Wer kauft sich schließlich schon gern etwas, das lieblos gemacht aussieht.

Das Auge isst mit“, gilt nicht nur beim Kochen.

Damit der Glanz in den Augen auch nach dem Auspacken nicht verblasst, haben wir uns außerdem viele Gedanken zur Bedienungsanleitung gemacht. Probleme bei der Installation sollten vorhergesehen und dem Kunden so von vorneherein erspart bleiben.

Letztendlich wurde durch das Funktionsdesign des UFO allerdings bereits so viel System-Know how in ein Produkt gegossen, dass üblicherweise auftretende Fehlerquellen bezüglich der Zuordnung von Anschlüssen erst gar nicht mehr vorhanden sind.

Das tigerexped UFO hält inzwischen den kritischen Blicken ob seiner ungewöhnlichen Form stand und überzeugt Fachleute und Kritiker

Der Wegfall von 50% aller Kabelcrimpungen macht das Ganze noch einmal sicherer und bequemer.

Letztlich haben wir mit dem UFO unser Ziel erreicht, professionellen Fahrzeugherstellern und ambitionierten Selbstausbauern die Vorteile zu bieten, die sie von einer echten Zentralelektrik als Herz ihrer Anlagen erwarten dürfen:

Eine schnelle, fehlervermeidene Installation, die auch noch wenig Platz verbraucht und Kosten gegenüber dem Kauf von Einzelkomponenten spart. Dazu ermöglicht die Ausfallkontrolle bei geschlossenem Cover auch für Laien eine deutlich vereinfachte Fehlerzuordnung und dem Hersteller einen unkomplizierten, zeitsparenden Support.

Inzwischen hat sich das TEXU400 zur Lösung der Probleme bei größeren Installationen hervorragend bewährt. Durch die gesammelten Erfahrungen während der ein Jahr lang dauernden Arbeit am Produkt, können wir nun, nach nur der Hälfte der urspünglichen Entwicklungszeit, stolz die Landung des 200er UFO bekanntgeben und so auch den Erbauern kleinerer Reisefahrzeuge die Vorteile der UFO-Reihe zugute kommen lassen.

TEXU400 und TEXU200 im maßstabsgetreuen Größenvergleich

Du hast ein UFO verbaut? Zeig es uns!

Als eines unserer absoluten Herzensprojekte freuen wir uns natürlich besonders, TEXUs in Aktion zu sehen! Wir freuen uns über Bilder eurer Einbauten auf Social Media, die wir natürlich gern auf unseren Kanälen featuren, wenn wir sie durch entsprechende Verlinkung entdecken.

Nutze gerne direkt unseren Kanal tigerexped oder den #rumtigern bei Instagram.

UFO-Intstallation unseres Partners Dominik von Freundship


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Warum brennt eine 100A Sicherung bei 100A nicht durch?

Warum brennt eine 100A Sicherung
bei 100A nicht durch?

Diese gute Frage eines Kunden erreichte uns nach dem Kauf einer unserer Sicherungsautomaten. Trotz des angegebenen Werts von 100A für die Sicherung, löste dieser bei gemessenen 100A nicht aus.

Ist der Sicherungsautomat also kaputt?

Um das zu klären, beschäftigen wir uns jetzt einmal mit Aufbau und Verhalten von Sicherungen, die nach dem thermischen Prinzip arbeiten.

Kurze Begriffsklärung vorab: Sicherung vs. Sicherungsautomat

Unter einer Sicherung verstehen wir gemeinhin ein Einweg-Produkt. Einmal durchgebrannt, ist sie kaputt und muss ersetzt werden.

Ein Sicherungsautomat dagegen brennt nicht durch, sondern löst aus. Er kann mit dem Umlegen eines kleinen Hebelchens wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt und damit dauerhaft und immer wieder verwendet werden. Unsere tigerexped Sicherungsautomaten lassen übrigens auch das manuelle Trennen des Stromkreises zu (das entspricht also dem „ziehen“ einer normalen Sicherung). So kann z.B. gefahrlos im Stromkreis gearbeitet, und dieser anschließend durch das Hebelchen wieder geschlossen werden.

Wie funktioniert eine Sicherung

Eine Sicherung brennt durch (oder löst aus, im Falle eines Sicherungsautomaten), wenn das Bimetall, das sich in ihrem Inneren befindet, warm wird.

Das bedeutet es darf nicht bereits warm sein, wenn die angegebene Amperezahl erreicht wird, sonst könnte die Sicherung dieser Strombelastung (bei der sie noch nicht durchbrennen soll), nicht dauerhaft standhalten und würde viel zu früh durchbrennen.

Um den entscheidenden Temperaturunterschied zu erzeugen, muss also noch mehr Strom fließen.

Zeit vs. Strom

Schaut man in die Datenblätter von Sicherungsherstellern oder, wie in unserem Fall, einfach auf die Packung des von unserem Kunden gekauften Sicherungsautomaten, wird man Tabellen oder Graphen finden, die Zeiten und Ströme angeben.

Dabei ist gut zu erkennen, dass jede Sicherung deutlich mehr aushalten kann, als der auf ihr angegebene Wert. Die aufgedruckte Amperezahl kann teilweise minutenlang um 150 – 200% überschritten werden, bis der Punkt des Durchbrennens erreicht ist, bzw. hält die Sicherung für mehrere Sekunden sogar bis zu 500% des Wertes aus.

Es braucht also regulär eine Überschreitung der Strombelastung über den angegebenen Wert hinaus, was nicht nur zu einer stromtechnischen, sondern auch zu einer zeitlichen Verzögerung führt, bis das Bimetall heiß genug zum Durchbrennen ist.

Es gilt:
Je höher der Strom den angegebenen Wert übersteigt, desto kürzer die Zeit bis zum Durchbrennen.

Dieses Verhalten von Sicherungen ist also völlig normal. Der Sinn dahinter ist, dass sie im Dauerbetrieb bei dem angegebenen Wert noch nicht durchbrennen sollen, sondern erst darüber.

Verhalten von Sicherungen - Temperatur vs. Strom
Verhalten eines tigerexped Sicherungsautomaten – Verhältnis Strombelastung zu Zeit bis zum Auslösen

Könnte eine Sicherung nicht auch punktgenau auslösen?

Nein. Sicherungen, die nach einem thermischen Prinzip arbeiten, können nicht für punktgenaues Durchbrennen oder Auslösen verwendet werden.

Würde man, wie in unserem Beispiel, den Stromkreis bei exakt 100A trennen wollen, müsste eine Strommessung in den Stromkreis eingebaut und auf andere trennende Elemente wie Relais, MOSFET o.ä. zurückgegriffen werden.

Fazit

Eine Sicherung, die nicht exakt bei dem aufgedruckten Wert auslöst, ist nicht kaputt.

Damit sie im Dauerbetrieb nicht zu früh durchbrennt, muss die auf das Bimetall wirkende Hitze erst erhöht werden und dies geschieht durch eine über dem Nennwert liegende Strombelastung. Je höher der Strom dabei über dem aufgedruckten Wert liegt, desto kürzer die Zeit, bis das Bimetall zu heiß und das Durchbrennen ausgelöst wird.

Sicherungen nach thermischem Funktionsprinzip können aus diesem Grund nicht für punktgenaues Auslösen verwendet werden.

In den Datenblättern der Hersteller sind Tabellen und Graphen zum Verhalten der jeweiligen Sicherung zu finden.


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Das Warmduscher-Kit – DIE Camperdusche für das Reisemobil

Das Warmduscher-Kit –
DIE Camperdusche für das Reisemobil

Duschen irgendwo in der Pampa? Ohne Campingplatz, aber bitte warm? Selbst im Winter?
Kein Problem!

Mit unserem Warmduscher-Kit kannst du dein Wohn- oder Expeditionsmobil mit einer einfach zu installierenden Camping-Dusche ausstatten. Egal ob mit richtiger Duschkabine im Inneren des Fahrzeugs oder als heiße Außendusche – du wirst dich auf Reisen ganz bestimmt über dieses Stückchen Wellness freuen.

So funktioniert das Warmduscher-Kit

Das Warmduscher-Kit besteht aus den voneinander unabhängigen Komponenten Standheizung und Boiler.

Im Gegensatz zu den im Vergleich wesentlich teureren Kombigeräten am Markt, beeinträchtigen sich die beiden Komponenten damit nicht gegenseitig. Sollte also beispielsweise einmal ein Defekt am Boiler auftreten, wird dadurch nicht auch noch die Heizung streiken. Nicht warm duschen zu können ist das eine – eine ausgefallene Heizung bei klirrender Kälte das andere.

Das warme Wasser kann in unserem Bausatz auf zwei Arten erzeugt werden:

  1. Mit Strom durch eine im Boiler verbaute Heizpatrone über 220V.
  2. Wenn die Standheizung läuft über die Warmluft – quasi als „kostenloses Abfallprodukt“.

Komponenten des Warmduscher-Kit

Die Haupt-Komponenten unseres Warmduscher-Kit sind also wie bereits erwähnt eine Standheizung und ein Warmwasserboiler, dazu kommt Zubehör zur Verbindung und Installation.

Wir achten dabei wie immer darauf, dass alle Komponenten perfekt zusammen passen und von bewährter Qualität sind – denn wenig ist ärgerlicher, als z.B. ein Wasserschaden durch einen undichten Boiler unterwegs.

Autoterm Standheizung mit 2 oder 4kW

Die seit langer Zeit bekannten und beliebten Standheizungen von Autoterm (früher unter dem Namen „Planar“ bekannt), sind äußerst robust und dabei leise und sparsam im Betrieb. Außerdem sind sie optimal geeignet für Selbstausbauer – durch das E-Prüfzeichen bedarf die Nachrüstung keiner Abnahme durch den TÜV und sie sind kinderleicht zu installieren.

Der Warmwasserboiler

Der Boiler unseres Kits für die selbst gebaute Campingdusche ist ein Edelstahlkessel, der komplett in Deutschland gefertigt wird.

Mit dem integrierten Ablassventil kann der Wassertank des Boilers vor dem Winter komplett entleert werden, um Frostschäden zu vermeiden.

Neben der Möglichkeit über die durchströmende, heiße Luft Warmwasser zu erzeugen, enthält er eine 220V-Heizpatrone, um innerhalb kürzester Zeit das enthaltene Wasser über Strom zu erwärmen.

Warum 220V und nicht 12V?

Ein 12V-Heizstab für diesen Warmwasserboiler hätte gerade mal 200 Watt. Das ist für das Erwärmen von 6 Liter Wasser selbst unter idealen Bedingungen nicht viel. Mit schnell mal eben draußen warm duschen gäbe das nichts. Die 220V Patrone heizt dagegen mit 500W.

Eine Spannung von 12V würde außerdem einen so hohen Strom bedeuten, dass ein sehr großer Thermoregler verbaut werden müsste. Dieser wäre im Boiler nicht unterzukriegen. Der Regler müsste dann außerhalb des Warmwasserboilers angebracht werden. Wegen der großen Lufteinlässe für die Heizungsluft ist dort jedoch kein Platz.

Wir haben diese Frage ausführlich mit dem Hersteller diskutiert und können bis dato keine 12V-Lösung für die Camping-Dusche in Verbindung mit der Luftheizung anbieten.

Den passenden Wechselrichter von 12V auf 220V haben wir selbstverständlich im Shop.

Beachte bei der Warmwasserbereitung über Strom natürlich die vorhandene Batteriekapazität und nutze diese Variante bei knappen Stromvorräten eher bei laufendem Motor (dann kannst du nach Ankunft am Ziel direkt unter die heiße Dusche springen), oder wenn das Fahrzeug an Landstrom angeschlossen ist.

Für längere Standzeiten bei knapper Akkukapazität und ohne Landstromanschluss eignet sich die Warmwassergewinnung über das Laufenlassen der Standheizung besser.

Hinweis / Update:

Leider kommt es bei dem Boiler immer wieder zu Lieferengpässen, weshalb unser Warmduscher-Kit nicht immer verfügbar ist. Dennoch möchten wir unseres Qualitätsanspruches wegen bei diesem Produkt bleiben.

Sollten wir einen Ersatz finden, der uns wirklich überzeugen kann, werden wir das Kit natürlich gerne mit dieser Alternative verfügbar halten.

Der technische Aufbau des Warmduscher-Kit

Warmduscher-Kit von tigerexped
Schematische Darstellung eines eingebauten Warmduscher-Kit

Der Warmluft-Ausströmer der Standheizung wird mit einem mitgelieferten Y-Stück versehen und enthält somit dann zwei Ausström-Öffnungen.

Mit der einen wird weiterhin ausschließlich das Fahrzeug beheizt. Auf die zweite Öffnung wird ein Warmluftschlauch gesteckt, der direkt durch den Boiler und über einen dort befindlichen Wärmetauscher geführt wird. So erhitzt die Standheizung das Wasser im Boiler.

Entscheidest du dich für die kleinere Version der Autoterm Standheizung mit 2kW Leistung, kannst du das Y-Stück zusätzlich mit einer Regelklappe versehen. Damit kann bestimmt werden, was mehr Priorität haben soll – das warme Auto oder das warme Wasser. Das funktioniert sogar mit Fernbedienung.

Die größere Standheizung hat genug Power, um Wasser und Auto gleichzeitig schnell aufzuheizen, da muss nichts geregelt werden. Die Heizung liefert mehr Energie als der Warmwasserboiler für die Camping-Dusche umsetzen kann. Sein Anschluss ist im Durchmesser auf 75 Millimeter begrenzt.

Achte beim Einbau darauf, dass der Boiler auf jeden Fall so nah wie möglich an der Heizung sitzt, denn sonst geht zu viel Energie verloren. Je näher der Boiler an der Heizung ist, desto heißer wird euer Warmwasser. Es dürfen außerdem keine scharfen Knicke dazwischen verbaut werden, sonst kommt es zu einem Wärmerückstau in die Heizung (das gilt übrigens auch für den reinen Standheizungseinbau ohne Boiler).

Wasseranschluss

Wenn du bereits eine Kaltwasser-Anlage im Fahrzeug hast, kannst du diese mit unserem Warmduscher-Kit direkt erweitern.

Setze einfach ein T-Stück an die schon vorhandene Wasserleitung und führe von da aus den Schlauch zum Warmwasserboiler.

Achtung, das aus dem Boiler kommende Wasser wird bis zu 80° C heiß.

Jetzt kommt das Mischventil / Verbrühschutz zum Einsatz, das im Lieferumfang unseres Warmduscher-Kit enthalten ist. Damit kann ein fester Temperaturwert eingestellt werden, damit man sich nicht verbrühen kann.

Boiler und Mischventil eines verbauten Warmduscher-Kit

Meist reichen 40° Grad völlig aus, um draußen angenehm warm duschen zu können. Das Ventil mischt automatisch die entsprechende Menge kalten Wassers hinzu. Der erste Spritzer könnte unter Umständen noch heiß sein, weil das Thermo-Mischventil erst bei Durchfluss funktioniert. Also Vorsicht.

Wie viel warmes Wasser bekomme ich mit meiner Camping-Dusche?

Das ist natürlich von der Boilergröße und der eingestellten Temperatur des Warmwassers abhängig.

Beim 6-Liter-Boiler mit 80° Grad heißem Wasser, gemischt auf 40° Grad, können gut 10 Liter warmes Wasser verduscht werden. Das reicht locker für zwei Personen. Mit dem 10-Liter-Boiler bekommt man entsprechend sogar eher vier Leute sauber – abhängig vom Verschmutzungsgrad natürlich. 🙂

Das Warmduscher-Kit mit 2 oder 4 kW Dieselstandheizung

Was du für den Einbau des Warmduscher-Kits noch brauchst

Vorwiegend: Den entsprechenden Platz.

Der Platzbedarf für die Warmduscher-Kits ist nicht zentimetergenau festzumachen. Für die Verbindungen und Adapter zwischen Heizung und Boiler sollten ca. 30 cm gerechnet und das System so geradlinig wie möglich verbaut werden.

Also: Länge Schlafgut-Schalldämpfer (optional) + Länge der Heizung (2D oder 4D, siehe Downloadportal) + 30cm Verbindung + Länge des Boilers (6l oder 10l siehe Artikelbeschreibung der Warmduscher-Kits).

Wasserschläuche

Wasserschläuche sind im Kit nicht enthalten, da wir nicht wissen, was eventuell bereits verbaut ist oder wie die individuell benötigten Längen sind. Zertifizierte Schläuche, die auch für Trinkwasser zugelassen sind, bekommst du natürlich ebenso in unserem Sortiment. Wird NUR geduscht, kann theoretisch natürlich auch ein nicht zertifizierter Schlauch verlegt werden – aber in vielerlei Hinsicht, z.B. möglichst reduzierte Bakterienbesiedlung, ist eine entsprechende Wasserschlauchqualität schon empfehlenswert – lies hier mehr darüber.

Zum Abzweig von einer vorhandenen Anlage benötigst du noch ein T-Stück. Da der Boiler einen Eingangsdruck von maximal 1.5 bar haben darf, muss eventuell ein Druckminderer verbaut werden, der.

Duscharmatur

Eine Duscharmatur ist natürlich ebenfalls nicht direkt im Set enthalten, denn hier hat jeder seinen eigenen Geschmack.

Neben den zahlreich angebotenen Wasserarmaturen aus Plastik, das oft nicht lange hält, sind wir allerdings stolz, endlich richtig schöne und qualitativ hochwertige Armaturen aus Edelstahl im Sortiment zu haben. Exklusiv bei uns, findest du die Spül- und Duscharmaturen von Queensize Camper hier zur Ausstattung deines Fahrzeuges.

Wunderschön und dabei durch getrennte Komponenten besonders flexibel zum Einbau im Camper – erfahre hier mehr zur Duscharmatur von Queensize Camper.

PS: Natürlich gibt es dazu passend auch Spülbecken und versenkbare Faltarmaturen.

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Kabelquerschnitt berechnen – Formel verstehen & Ergebnis beurteilen

Kabelquerschnitt berechnen –
Formel verstehen & Ergebnis beurteilen

Egal, ob du Strom für Geräte und Steckdosen im Camper verlegst, oder Zuhause: Den richtigen Kabelquerschnitt berechnen, ist dabei immens wichtig. Auf der einen Seite gehen in Zeiten steigender Kupferpreise unnötig dicke Kabelquerschnitte richtig ins Geld und bedeuten zusätzliches Gewicht, auf der anderen Seite stellt ein zu dünn gewähltes Kabel ein Sicherheitsrisiko dar.

Hier lernst du selbst zu berechnen, welcher Kabelquerschnitt genau passt und zu verstehen, warum – und aus welchen Gründen es trotz einer Vielzahl an Onlinerechnern wichtig ist, das selbst zu können. Außerdem beschäftigen wir uns damit, wie sich Temperatur und Verlegeart deiner Kabel auf die Stromtragfähigkeit eines Leitungsquerschnitts auswirken.

Hierzu stellen wir dir hilfreiche Tabellen zur Verfügung, welche du im PDF-Format ansehen, sowie herunterladen und ausdrucken kannst.

Und keine Sorge: Das alles ist gar nicht so schwer, wie es sich anhört.

Noch ein Hinweis vorab:

Überprüfe vor der Verkabelung der elektrischen Geräte deines Systems noch einmal deren Anordnung und wie sinnvoll dabei die Kabel zu führen sind. Oft wird damit begonnen, die größten Geräte dem Platzangebot entsprechend zuerst zu montieren, die kleinen füllen dann in die verbleibenden Lücken.

Eine Anordnung nach Funktionsgruppen macht hier wesentlich mehr Sinn, das stellt sich häufig beim Verkabeln heraus.

Dein System ist noch gar nicht komplett?

Wir bieten dir telefonische Beratung inklusive Bedarfsberechnung für deinen persönlichen Anwendungsfall und stellen die erforderlichen Komponenten vom Solarmodul bis zur Sicherung dahingehend passend zusammen – sodass nicht nur der Kabelquerschnitt passt, sondern auch die Komponenten zueinander und deine Anlage zuverlässig und sicher funktioniert.

Erfahre hier mehr und fordere deine unverbindliche persönliche Beratung an.

Kabelquerschnitt ausrechnen – Der Spannungsabfall

Grundsätzlich ist ein Kabel ein Widerstand. Die von Plus- zum Minuspol durch das Kupfer fließenden Elektronen erzeugen Reibung und können nicht völlig ungehindert durch das Kabel strömen. Je länger und je dünner das Kabel, desto größer ist diese Reibung – der Widerstand wird also mit zunehmender Länge und kleinerem Querschnitt des Kabels größer.

Der Widerstand bewirkt zwei Dinge: Erstens, das Kabel erwärmt sich. Zweitens, ein kleiner Teil der anliegenden Spannung geht verloren. Diese verloren gehende Spannung wird als Spannungsabfall bezeichnet.

Den Spannungsabfall gilt es zu begrenzen. Nicht zuletzt hängt die Funktion vieler Geräte davon ab, dass ein gewisses Spannungsniveau gehalten wird.

Bei empfindlichen Geräten sollte der Spannungsabfall auf maximal 2% begrenzt werden (z.B. Ladegeräte, Solarregler ohne eigene Spannungsmessleitung). Bei unkritischen Geräten, wie etwa einer Lampe oder einer Wasserpumpe, kann man bis zu 4% Spannungsabfall in Kauf nehmen.

Spannungsabfall vs. Kabellänge

Das Kabel muss also dick genug sein, um den Spannungsabfall auf ein gewisses Maß zu begrenzen. Nun haben allzu dicke Kabel zwei echte Nachteile: Sie schlagen richtig auf den Geldbeutel und sind auch noch verdammt schlecht zu verlegen.

Um ein dünneres Kabel nehmen zu können, gibt es dabei nur eine Möglichkeit: Du musst die notwendige Kabellänge möglichst gering halten. Je mehr „Saft“ ein bestimmter Verbraucher zieht, desto wichtiger ist es, diesen möglichst nahe an der Batterie zu platzieren. Ein leistungsstarker Inverter mit 3000 Watt z.B., braucht schon nahe der Batterie ein dickes Kabel, sagen wir mal 70 mm². Bei einer Platzierung weit von der Batterie entfernt, müsste das Kabel also theoretisch NOCH dicker werden, was zu absurden Kabelstärken führt, sowie zu Kabelschuhen, die man kaum noch anschrauben kann usw. In der Praxis sind solche Anwendungen unbedingt zu vermeiden.

MERKE:
Je größer die Leistungsaufnahme des Verbrauchers, desto näher sollte sich der Einbauort an den Batterien befinden.

Die Leistung des Verbrauchers

Die dritte Komponente, die wir neben Spannungsabfall und Kabellänge zur Berechnung des Leitungsquerschnitts berücksichtigen müssen, ist (wie schon angedeutet), die Leistung des Verbrauchers.

Die Angabe der Leistung erfolgt in Watt (W).
Man kann die Leistung in vielen Fällen einfach auf dem Typenschild des Gerätes ablesen und in die entsprechende Formel einsetzen – auf diese kommen wir gleich zu sprechen. Zuvor klären wir aber noch, wie du Watt ausrechnest, wenn die Angabe NICHT auf dem Gerät zu finden ist.

Beispielrechnung: USB-Steckdose

Spielen wir nun einmal ein Beispiel mit einer Aufgabe durch, vor der jeder von uns einmal stehen kann: Der Einbau einer USB-Steckdose.

In unserem Beispiel geht es um eine leistungsstarke USB-Dose mit zwei Anschlüssen, die deine Geräte gleichzeitig mit jeweils 2 Ampere laden kann .

USB-Steckdosen von tigerexped
USB-Steckdosen aus dem tigerexped 1 1/8 Zoll Einbausortiment

Legen wir los:

Auf der Packung oder dem Typenschild steht:

5 Volt (V) und 2 x 2 Ampere (A)

Die Formel zur Berechnung der Leistung hat jeder vermutlich schon irgendwann einmal gehört. Sie lautet

Leistung (P) = Spannung (U) x Strom (I)

Mit unseren Zahlen für die USB-Steckdose ist die Rechnung also

P = 5 x 2 x 2 = 20 W

Bei voller Belastung würde die Dose damit 20 Watt Leistung ziehen.

TIPP: Sicherheitspuffer einrechnen.
Rechne einen Sicherheitspuffer obendrauf, der Störeffekte und einen damit nicht hundertprozentigen Wirkungsgrad kompensieren kann. Wir veranschlagen hier 20%.

Wir gehen also insgesamt von 24 Watt Leistung aus, denn

20 W x 1,2 = 24 W

Mit wie viel Spannung rechnen im 12 V System

Bevor wir nun unsere Zahlen zum Kabelquerschnitt berechnen in die entsprechende Formel einsetzen, müssen wir uns noch damit auseinandersetzen, dass man auch in einem 12 Volt System nicht einfach immer mit 12 Volt rechnen kann.

Faustregel:
Man rechnet mit der niedrigsten Spannung, die im System auftreten kann, denn bei der niedrigsten Spannung ist der durch das Kabel fließende Strom am größten.

Wie niedrig kann also in einem Camper mit 12V System die Spannung werden? Das hängt damit zusammen, welche Akku-Technik im Einsatz ist. Eine normale Bleibatterie sollte man nicht unter 10,7V entladen, um bleibende Schäden zu vermeiden. Die meisten Unterspannungsschutz-Systeme schalten aus diesem Grund bei diesem Wert (einstellungs- und batterietypabhängig) auch ab.

Wie viel Strom fließt also in einem 12V System bei einer Leistungsaufnahme des Verbrauchers von 24 Watt: Um das auszurechnen, teilen wir Leistung (Watt) durch Spannung (Volt). Leicht festzustellen ist anhand dieser Rechnung, dass eine höhere Spannung automatisch einen geringeren Strom ergibt, also ist es genau richtig, den maximal fließenden Strom auszurechnen, indem wir von der geringsten Spannung ausgehen. In unserem Fall sind das

24 W : 10,7 V = 2,4 Ampere

Spannungsabfall einrechnen

Wie weiter oben bereits festgestellt, ist jedes Kabel ein Widerstand, auf dem uns ein bisschen Spannung verlorengeht. Nehmen wir an, wir möchten uns nicht mehr als 2% Spannungsabfall leisten. Die Rechnung lautet in diesem Fall

2% von 10,7V = 0,214V

Dieser Wert fließt gleich in unsere Rechnung mit ein.

Kabellänge einrechnen

Die Kabellänge setzt sich immer aus dem Hin- und dem Rückweg von der Batterie zum Verbraucher zusammen. Befindet sich der Einbauort der USB-Dose 3 m von der Batterie entfernt, benötigen wir 3 m Plus- und 3 m Minuskabel, die wir beide in die Berechnung mit einfließen lassen. In die Formel für den richtigen Kabelquerschnitt unserer USB-Dose setzen wir also einen Wert von 6 m für die Kabellänge mit ein.

Ein Sonderfall ist das Anklemmen eines Pluskabels von der Batterie zum Verbraucher, während Minus über eine Blechkarosserie abgeführt wird. Die Karosserie ist ein extrem dicker Leiter, weshalb wir einen Spannungsabfall von null annehmen. In diesem Fall wird nur die Länge der Plusleitung für die Berechnung herangezogen.

Leitfähigkeit des Kabels

Das verwendete Leitungsmaterial spielt ebenfalls eine Rolle, denn es gibt Kabel aus Alu, Kupfer oder Eisen, die alle eine unterschiedliche Leitfähigkeit aufweisen. In aller Regel wirst du beim Verlegen von elektrischen Verbrauchern in deinem Camper jedoch Kabel aus Kupfer verwenden, denn alles andere hat im Reisefahrzeug-Ausbau eigentlich nichts zu suchen.

Das vereinfacht uns die Sache, da wir immer mit ein und derselben Zahl arbeiten können. In entsprechenden Leitfähigkeitstabellen ist der entsprechende Wert für Kupfer zu finden und beträgt 58 Siemens (der Wert kann in unterschiedlichen Tabellen leicht variieren, aber indem du dir einfach nur die Zahl 58 merkst, bist du gut beraten). Die 58 steht für alle Kupferkabel, die du jemals im Leben verlegen möchtest fest.

Wichtiger Hinweis zum Kauf von Kupferkabeln:

Kupferkabel ist nicht gleich Kupferkabel. Es sollte eine feinadrige Litze sein. Achte beim Kauf am besten auf die Bezeichnungen FLY oder FLR-Y als Hinweis auf den aktuellen Automotiv-Standard.

Hier geht es zu unserem umfangreichen Kabelsortiment mit hochwertigen FLY und FLRY Kabeln und Installationszubehör

Kurze Zusammenfassung unserer ermittelten Werte

Kabellänge: 6 m
Strom: 2,4 A
Spannungsabfall: 0,214 %
Leitfähigkeit: 58 Siemens

Kabelquerschnitt berechnen – Die Formel

Kommen wir mit unseren zusammengetragenen Werten nun zur „Weltformel des Kabelquerschnitts“: Sie lautet






A =



Kabellänge
×
Stromstärke

Leitfähigkeit×Spannungsabfall



und für unsere USB-Dose damit






A =



6m
×
2,4A

58×0,214V



Achtung beim Rechnen mit Taschenrechner

Vergiss nicht, das Ergebnis aus der oberen Hälfte des Bruchs durch den kompletten Nenner zu teilen, sonst erhältst du ein falsches Ergebnis!

Rechne also erst 6 x 2,4 und tippe schon mal auf = , um das Ergebnis zu speichern. Tippe dann auf „Teilen durch“ und setze die Rechnung 58 x 0,214 in Klammern, um den korrekten Wert zu erhalten.

Kabelquerschnitt aufrunden

Unserem Ergebnis zufolge brauchen wir ein Kabel mit 1,16 mm² Kabeldurchmesser, um die USB-Dose sicher und mit der gewünschten Leistung, aber nicht zu teuer anschließen zu können.

1,16 mm² ist jedoch keine gängige Kabelgröße und in keinen Laden zu finden. Bei solchen Rechenergebnissen ist es völlig fachgerecht auf die nächste, gängige Kabelgröße aufzurunden. In unserem Beispiel wäre das eine Kabelstärke von 1,5 mm².

Zusammenfassung der Berechnung

Auch wenn wir jetzt viel geschrieben haben, reduziert sich das Ausrechnen des Kabelquerschnitts auf zwei ganz simple Schritte.

Zwei Zahlen kann man sich schon mal grundsätzlich merken, die bleiben immer gleich – nämlich 58 und 0,214. Das Ergebnis aus diesen beiden, 12,412 kann man sich einfach merken und rechnet dann immer einfach Kabellänge x Strom durch 12,412 und schon hat man den Kabelquerschnitt ausgerechnet.

Kabelquerschnitt Rechner

Wenn du dich nun fragst, warum du dir das alles hier überhaupt merken solltest, weil es hunderte Kabelquerschnitt Onlinerechner gibt:

Ja, man kann sich den Kabelquerschnitt ohne selbst auf x oder andere Rechenzeichen drücken zu müssen, von diversen Rechnern im Internet anzeigen lassen. Du solltest jedoch bedenken, dass es im Netz viele Rechner für viele verschiedene Anwendungsfälle gibt. Ist man nicht in der Lage selbstständig zu kontrollieren, was ein im Internet gefundener automatischer Rechner so tut und ob er ein passendes Ergebnis auswirft, sollte man sich darauf einfach nicht verlassen.

Selbstverständlich kannst du einen Onlinerechner benutzen und immer wieder verwenden, wenn er sich dein Vertrauen einmal verdient hat. Kontrolliere zu Beginn in ein oder zwei Stichproben das Ergebnis, um zu beurteilen, ob der Rechner für deine Zwecke taugt.

Was Onlinerechner ebenfalls nicht tun: Das Ergebnis in ein sinnvolles Verhältnis zu Verlegeart und Stromtragfähigkeit deiner Kabel zu setzen. Dies tun wir in den nun folgenden Abschnitten. Ein Grundlagenverständnis der Technik, das über die Sicherheit in deinem Reisefahrzeug entscheiden kann, ist deshalb besser als jeder Online-Konfigurator.

Kabelquerschnitt berechnen – Videoerklärung

Soweit noch einmal die bisherigen Schritte – erklärt von tiger Martin.
Vergiss nicht, dir gleich darunter noch die Korrekturschritte anzuschauen!

Korrekturschritte nach Kabelquerschnitt berechnen

Keine Sorge: Mit der Rechnung, die wir erstellt haben, ist alles in Ordnung und das Kabel von 1,5 mm² für die USB-Steckdose passt.

Es gibt jedoch noch zwei Schritte, die du beachten solltest.

Temperatur VS. Stromtragfähigkeit

Die Temperatur hat einen großen Einfluss darauf, wie viel Ampere Stromdurchfluss ein Kabel gefahrlos aushalten kann. Um herauszufinden, ob wir mit dem oben ausgerechneten Kabelquerschnitt auf der sicheren Seite sind, schauen wir zunächst in eine Stromtragfähigkeitstabelle, die uns die gewünschten Angaben liefert. Die komplette Tabelle kannst du hier anschauen und herunterladen.

Bei einem Kabel von 1,5 mm² ist laut Tabelle eine Stromtragfähigkeit von 24A bei 30°C und von 17A bei 50°C angegeben. Bei unserem errechneten Maximalstrom von 2,4 A sind wir damit bei Weitem im grünen Bereich.

Kabelquerschnitt vs. Kabel-Verlegeart

Tatsächlich macht es einen großen Unterschied, ob ein Kabel für sich allein irgendwo langläuft oder mit einigen anderen zusammen in einem Kabelkanal verlegt wird. Kabel werden warm und sind sie zu einem dicken Bündel zusammengefasst, wird es natürlich vor allem für die innenliegenden schwieriger, die Wärme loszuwerden.

Es gilt:
Je dicker das Bündel, desto größer das Temperaturproblem – logisch.

In deinem Camper macht es selbstverständlich durchaus Sinn, mehrere Kabel zusammenzufassen und schön geordnet durchs Fahrzeug zu führen. Wie sich dies auf die Stromtragfähigkeit unseres 1,5 mm² Kabels auswirkt, sehen wir in einer weiteren Tabelle, die du ebenfalls unter dem Downloadlink weiter oben findest.

In der Tabelle finden wir die Information, dass z.B. bei acht Kabeln in einem gemeinsamen Kabelkanal, die Stromtragfähigkeit der einzelnen Leitung um den Faktor 0,5 kleiner wird. Das bedeutet ein Kabel, das mit sieben anderen zusammen in einem gemeinsamen Kabelkanal verläuft, nur noch halb so viel Strom aushalten kann, als wenn man es frei verlegen würde.

In unserem Beispiel mit der USB-Dose heißt das allerdings: Selbst bei 50°C Umgebungstemperatur könnte das Kabel immer noch in einem Achter-Bündel im Kabelkanal verlaufen, denn es schafft alleine bei dieser Temperatur noch 17 A und die Hälfte von 17 ist 8,5, was immer noch wesentlich mehr ist, als unsere maximalen 2,4 Ampere.

Da die Auswirkungen von Verlegeart und Umgebungstemperatur jedoch keineswegs zu vernachlässigen sind, wollen wir uns noch ein anderes Beispiel anschauen.

Beispiel: Kabelquerschnitt bei leistungsstarkem Inverter

Große Inverter beispielsweise, die man etwa zum induktiven Kochen oder für den Betrieb eines starken Föhns braucht, ziehen ganz schnell mal 180 Ampere. Solche Stromstärken sind im 12 Volt System schon eine ganz schöne Belastung und auch mit entsprechender Hitzeentwicklung verbunden.

Unter Berücksichtigung des Spannungsabfalls von max. 2% benötigen wir laut Formel ein Kabel von 14,5 mm² und runden auf 16 mm², also die nächste kaufbare Größe auf.

Ein Blick auf die Stromtragfähigkeitstabelle offenbart uns nun Folgendes:

Ein Kabel mit 16 mm² darf bei 30°C Umgebungstemperatur nur mit maximal 98 Ampere belastet werden. Das liegt WEIT unter den von uns benötigten 180. Steigt die Umgebungstemperatur weiter an, wird die Belastungsfähigkeit natürlich noch weiter sinken. Mit dem nach obiger Formel berechneten Kabelquerschnitt kommen wir also absolut nicht hin.

Laut Tabelle müssen wir für 180 Ampere Stromdurchfluss bei 30°C Umgebungstemperatur einen Kabelquerschnitt von mindestens 50 mm² verlegen. Mit einer maximalen Stromtragfähigkeit von 198 Ampere bei 30 Grad, ist aber auch nicht mehr viel Temperaturspielraum nach oben, weshalb wir in diesem Fall definitiv dazu raten, eine Schippe draufzulegen und das nächstgrößere Kabel zu verwenden. Wir sind nun bei einem Querschnitt von 70 mm², womit das Kabel 245 Ampere bei einer Temperatur von 30 Grad verkraftet. Erst jetzt sind wir bei einem sicheren Wert.

70mm² Kabel – in den Kabelkanal?

Bist du in deinen Berechnungen bei solchen Kabelstärken angekommen, erübrigt sich der Blick in die Verlegearttabelle. Ein Kabel dieses Querschnitts darf nicht zusammen mit anderen Kabeln verlegt werden, damit diese sich nicht gegenseitig erwärmen und die Stromtragfähigkeit sinkt.

Korrekturschritte – in welchen fällen wahrscheinlich notwendig

Kabel führen Wärme über ihre Oberfläche ab. Weil wir nun aber gerade Kabel, über die sehr viel Strom fließen soll, möglichst kurz halten wollen, wird dies zu einem Nachteil für die Wärmeabgabe.

Denke also vor allen bei leistungsstarken Verbrauchern, die zur Vermeidung eines großen Spannungsabfalls nahe an der Batterie verbaut werden, nach dem Berechnen des Kabelquerschnitts noch daran, in die beiden Tabellen zu schauen. Erst sie können dir zweifelsfrei sagen, ob das Kabel auch unter diesen Gesichtspunkten noch ausreicht und eine Brandgefahr damit ausgeschlossen werden kann.

Korrekturschritte – im video erklärt von tiger Martin

Zusammenfassung Schritt für Schritt:

1. Lade dir die beiden Tabellen herunter – wenn noch nicht oben geschehen, hier nochmal der Link.

2. Den Kabelquerschnitt berechnen, wie im ersten Teil des Artikels besprochen.

3. Den errechneten Querschnitt überprüfen – hält er bei der gewählten Verlegeart und 50° C noch durch?

Fazit

Den Kabelquerschnitt berechnen ist gar nicht schwer, meist ist man mit einer einzigen kleinen Formel schon am Ziel. Und gerade weil es so einfach ist: Vertraue Online-Rechnern erst, wenn du wenigstens ein oder zweimal stichprobenartig kontrolliert hast, dass diese keinen Quatsch ausrechnen.

Denke bei leistungsstarken Verbrauchern auch unbedingt daran, dass die Formel zum Kabelquerschnitt berechnen nur die halbe Wahrheit sein könnte. Ein Blick in die Stromtragfähigkeitstabelle und die Berücksichtigung der Verlegeart sind hier Pflicht, um die Gefahr von Kabelbränden zu vermeiden.

Damit im Zweifel auch wirklich die Sicherung durchbrennt und das Kabel hält: Verpasse nicht unseren Artikel zur Sicherungsdimensionierung, der in Kürze erscheint!

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Neue LiFePo4-Akkus & Druckwasserpumpe von tigerexped

Neue LiFePo4 Akkus und Druckwasserpumpe in tigerexped-Qualität – Produktpreview

Nach der Entwicklung der kleinen UFO-Flotte zur Vereinfachung des Elektrikeinbaus, sind wir mit Vollgas bei der Entwicklung neuer Must-haves für den Reisefahrzeugausbau.

Unser Ziel: Ein durchdachtes, perfekt kombinierbares Sortiment, das einfach zu verbauen ist und höchsten Qualitätsstandards entspricht. Damit du dich unterwegs auf deine Technik verlassen kannst.

LiFePo4-Akkus +++ ab Winter 2022 +++

LiFePo4 Akkus, die neue Standards setzen. Sie sind nicht nur noch kompakter, sondern vereinen erstmals die Vorzüge eines externen und internen BMS in einem Gerät.

Deine Vorteile:

  • noch kleiner und leichter, dank optimierter Energiedichte
  • externe Kapazitätsanzeige mit automatischer Erkennung von mehreren Batterien
  • verschiedene, vordefinierte Nutzungsprofile zur Verlängerung von Lebensdauer oder optimaler Langzeitlagerung
  • Selbstschutz vor Über- / Unterspannung sowie bei Über- und Untertemperatur
  • integriertes, automatisch zuschaltendes Heizsystem
  • 24V-reihen- und praktisch unbegrenzt parallel schaltbar
  • Verzicht auf Bluetooth für extrem geringen Ruhestrom und lange Lagerungsfähigkeit
  • voll diagnose- und servicefähig in einem hochwertigen Aluminiumgehäuse ohne verklebte Komponenten
  • Plug’n’play-Integration in bestehende Victron-Systeme

Präsentation unseres modularen Elketriksystems, erstmals mit eigenen LiFePo4 Akkus, auf der Abenteuer & Allrad 2022

tigerexped Druckwasserpumpe & Akkumulatortank +++ ab Herbst 2022 +++

tigerexped water: Das Sortiment wird um eine heavy duty Druckwasserpumpe mit 18,9 Litern Durchlauf pro Minute erweitert. Mit großer 5 Kammer-Membran ist sie nicht nur besonders kräftig, sondern Dank integriertem Bypass-Ventil auch besonders laufruhig.

Ebenfalls erhältlich:

Der tigerexped 1l Akkumulatortank. Sorgt für noch mehr Laufruhe des Druckwassersystems durch reduzierte Pumpenzyklen.

Das tigerexped water Sortiment sorgt sogar bei Wasserfilterung für einen ausreichenden, gleichmäßigen Wasserfluss in deinem Reisefahrzeug oder Boot.

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Offroad-Kanister richtig nutzen

Offroad-Kanister richtig nutzen

Gerade Offroad-Fahrer und Overlander haben das Problem, Kraftstoff für eine länger Pisten- oder Geländestrecke mitführen zu müssen. Der Verbrauch beim Fahren auf unbefestigtem Untergrund steigt und abhängig vom Land, können die Entfernungen zwischen den Tankstellen riesig sein.

Stabile Offroadkanister sind für solche Einsatzzwecke genau richtig, doch es gilt ein paar Sicherheitshinweise bei der Nutzung zu beachten.

OFFROAD-KANISTER – WAS DU WISSEN MUSST

Das Mitführen von Kraftstoff kann durch Dämpfe und Feuer eine Gefahr für dich selber, sowie natürlich für die Umwelt sein! Beachte deshalb bitte immer die Sicherheitshinweise zum richtigen Umgang mit Kanistern.

Auch wenn sie so stabil sind, wie unsere Kanister der Serie EXTREME, die du sogar überfahren und als Not-Sandblech verwenden kannst – bei Fehlern in der Handhabung können auch sie diese Gefahren nicht selbstständig verhindern.

Brandgefahr

Bei Kanistern, die mit Kraftstoffen gefüllt sind oder waren, besteht Brandgefahr, also halte sie unbedingt von Feuerquellen fern.

Dazu gehören z.B. Lagerfeuerfunken bei in der Nähe parkendem Fahrzeug mit außen montierten Kanistern.

Auch das Rauchen während der Benutzung von Kraftstoffkanistern kann potenziell eine Explosion auslösen und denke an Öfen, Heizungen, Elektromotoren und andere Feuerquellen.

Verwahrung bei Gebrauch / Anbringung

Kraftstoffbefüllte Kanister sollen nicht innerhalb von Fahrzeug oder Wohnraum, sondern immer an einem gut belüfteten Ort gelagert werden. Austretende Dämpfe sind gesundheitsschädlich!

Bedenke außerdem, dass die Temperatur im Inneren eines Fahrzeugs an heißen Tagen sehr stark ansteigen kann, was ein Aufblähen von Kanistern ohne Entlüftungsventil zur Folge hat. Es kann hierdurch zu Verformungen kommen – und folglich zum Austritt von Dämpfen und Undichtigkeiten, die den Innenraum deines Fahrzeuges hartnäckig verschmutzen können. 

Gilt sowohl beim Lagern, als auch bei der Anbringung am Fahrzeug!

Achte deshalb stets – auch bei der Außenanbringung – darauf, die Kanister mit dem Verschluss nach oben anzubringen. Eine Undichtigkeit ist bei richtiger Handhabung der Kanister sehr unwahrscheinlich. Einem Austritt von umwelt- und gesundheitsgefährdenden Flüssigkeiten sollte allerdings mit jedem Mittel vorgebeugt werden. 

Druckausgleich herstellen 

Vermeide, dass der Kanister sich durch Hitze und Kälte immer wieder aufbläht und zusammenzieht. Sorge deswegen für Druckausgleich. Das kann bei aufrechter Lagerung durch nur leichtes Anschrauben des Verschlusses erfolgen. Also nicht mit aller Gewalt zudrehen, sondern nur so, dass noch ein Gasaustausch stattfinden kann.

Je nach Temperaturschwankung, kannst du den Kanister auch von Zeit zu Zeit kurz öffnen und dann wieder fest verschließen. Mit dieser Maßnahme, beugst du Rissen im Material oder Verformungen vor.

Zusätzlicher Tipp: Fülle den Kanister nicht bis zum Rand, sondern lasse etwas Luft.

Lagerung bei Nichtgebrauch

Aus den gerade genannten Gründen, soll ein Kraftstoffkanister, der gerade nicht genutzt wird, an einem kühlen, möglichst dunklen Ort gelagert werden. Dort kannst du den Kanister auch fest verschlossen aufbewahren Stelle ihn dennoch aufrecht hin und sorge dafür, dass Kinder keinen Zugriff darauf haben.

Zusätzliche Hinweise

Bei Verwendung unserer Offroad-Kanister EXTREME: Für ein sicheres, festes Verschließen, empfehlen wir den Schlüssel Art-Nr. 33974 oder die Verwendung des Montagefußes Art-Nr. 19609, der dieselbe Funktion erfüllt.

Achte darauf, dass die Dichtung im Verschluss vorhanden und unbeschädigt ist.

Und noch eine wichtige Sache, die für die Verwendung jeglicher Kanister und generell den Umgang mit Diesel oder Benzin gilt: Bitte sauge niemals Kraftstoff zum Abfüllen mit dem Mund an.

Nutzungstemperatur:

Was bedeutet “sehr heiß” für einen Kanister

Das hängt natürlich vom verwendeten Material ab. Unsere EXTREME Kanister kommen mit einer extremen Temperaturtoleranz von -50 bis +50°C zurecht, sodass man damit von Sibirien bis zur Sahara auf der sicheren Seite ist. Die normale Gebrauchstemperatur sollte 60°C aber nicht übersteigen (z.B. bei stark erhitzten Fahrzeug-Innenräumen und Lagerung / Parken in der prallen Sonne).

Schwarze Kanister sollten nicht zum Transport und zur Lagerung von Treibstoff verwendet werden. Auch bei der Nutzung mit Wasser ist der Einfluss von extremer Sonne und Hitze bzw. Temperaturschwankungen insbesondere bei schwarzen Kanistern nicht zu unterschätzen (Stichwort Druck), wobei bei allen anderen Farben das Problem auch nur kleiner ist, aber nicht weg!

Gebrauch als Wasserkanister

Willst du einen Kanister für die Aufbewahrung von Trinkwasser nutzen, achte auf eine entsprechende Zertifizierung, damit keine schädlichen Stoffe wie etwa Weichmacher in dein Wasser migrieren.

Unsere Offroad-Kanister werden aus Polyethylen (PE) mit hoher Dichte hergestellt (HDPE). Dieser Kunststoff fällt unter die Kategorie “lebensmittelecht” und wird in großem Rahmen seitens der Lebensmittelindustrie für Verpackungen und Abfüllanlagen verwendet.

Im Herstellungsland sind die Kanister als Transportbehälter für Lebensmittel zugelassen, allerdings besteht KEINE europäische Zertifizierung oder Zulassung für Lebensmittel seitens einer deutschen Behörde.

Vor der Verwendung als (Brauch-)Wasserkanister

Durch den Produktionsprozess, das heißt das Formen durch Erhitzen des Polyethylens, kommt es zu einer vorübergehenden Geruchsentwicklung des Kunststoffes. Diese stört mit Sicherheit nicht bei der Verwendung für Kraftstoffe.

Willst du einen Kanister zum Transport von Wasser nutzen, ist ein vorheriges Auslüften ratsam. Der Kanister sollte dafür für mindestens zwei Tage an einem kühlen, trockenen Platz aufgestellt und anschließend mit Wasser ausgespült werden.

Offroad-Kanister EXTREME am Rubicon 90. Fahrzeug und beide Fotos dieses Artikels von robbicon90

RKK-Zulassung / UN-Verpackungskennzeichnung

In Europa ist eine Kennzeichnung als “zugelassener Reservekanister für Kraftstoffe” notwendig, wenn du Benzin oder Diesel in einem Reservekanister mitführst.

(Unsere Offroad-Kanister sind nicht mit einer diesbezüglichen Prägung ausgestattet. Sie sind wirklich für den Einsatz bei Offroad-Fahrten gedacht und gemacht sind.)

Beachte lokale Vorschriften zu Farben und weiteren Prägungen

Bitte beachte, dass für den Transport von gefährlichen Flüssigkeiten eine bestimmte Kanisterfarbe vorgeschrieben sein kann. Es handelt sich hierbei um nicht einheitliche (lokale) Vorschriften, deswegen informiere dich am besten für die Region, in der du wohnst, bzw. wo du hinfahren möchtest.

Ähnliches gilt für die Beschriftung von Kanistern. Die herstellerseitige Prägung folgt keinen internationalen oder lokalen Normen und kann variieren.

Schutz vor Beschädigungen

Achte darauf, dass dein Kanister keine tiefen Schnitte oder andere Beschädigungen abbekommt. Du solltest ihn deswegen nicht als Schneideunterlage oder als Astabweiser verwenden. Solche Beschädigungen sind der Stabilität abträglich, aber das versteht sich vermutlich von selbst.

Offroad-Kanister EXTREME - tigerexped

Unsere Empfehlung:
Offroad-Kanister EXTREME

  • So stabil, dass du sie überfahren kannst
  • mit großer Auswahl an Zubehör wie Duschköpfen, Ablasshähnen usw.
  • perfekt zur Außenmontage

Achtung! Für Transport und Lagerung von Treibstoff und anderen brennbaren und gefährlichen Stoffen mit diesen Kanistern gilt:
Wenngleich der Hersteller dies vorsieht, geschieht die Nutzung mit gefährlichen Flüssigkeiten auf eigene Verantwortung. Lokale Vorschriften zum Transport von Treibstoff im öffentlichen Straßenverkehr sowie die Handhabungshinweise des Herstellers sind unbedingt zu einzuhalten.
Die Kanister besitzen keine Europäische Zertifizierung für den Gebrauch mit Gefahrstoffen.


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Werde tiger-Gastreporter!

Werde tiger-Gastreporter!

Du bist Blogger / Youtuber oder hast einfach Spaß daran, andere an deinen Reiseerlebnissen teilhaben zu lassen? Dann bist du hier genau richtig!

Wir freuen uns über deinen Gastbeitrag.

  • Welche Erfahrungen hast du in einem Land gemacht?
  • Welche Ausstattung deines Reisefahrzeuges war besonders von Vorteil oder würdest du verbessern?
  • Hast du wichtige Tipps zur Reiseplanung?

Bestimmt fallen dir zu deinen Reisen tausend Sachen ein, die anderen bei der Reisevorbereitung oder beim Camper-Selbstausbau weiterhelfen oder inspirieren können.

Natürlich featuren wir in deinem Gastbeitrag deine Social Media Kanäle, Homepage usw. durch direkte Verlinkungen und stellen dich auf unserer Autorenseite vor.

Wenn du YouTuber bist, betten wir ein betreffendes Video zur Reise gerne über deinen Channel in deinen Beitrag ein – so freuen sich unsere Leser über neue Inspriration und du dich über neue Abonnenten.

Dieser folgende Leitfaden soll dir helfen, die Anforderungen für einen Gastbeitrag bei Interesse besser einzuschätzen. Schreib uns einfach eine Mail, wir freuen uns!


Leitfaden für Gastbeiträge im tigerexped Magazin

Benötigtes Material:

  • Aufmacherbild im Querformat
  • Bilderstrecke zu deinem Bericht mit möglichst mit bis zu 10 Bildern, alle Bilder in maximaler Auflösung!
  • Überschrift (max. 70 Zeichen) + evtl. abweichender SEO Title: max. 60 Zeichen (mind. 30 Zeichen) nach SEO-Gesichtspunkten. Wird bei Bedarf durch uns erstellt oder angepasst
  • Meta Description (Snippet Text): max. 400 Zeichen (mind. 170 Zeichen) nach SEO- Gesichtspunkten. Kann bei Bedarf auch von uns erstellt werden
  • Fließtext: optimal ab 1000 bis 1300 Wörter, nach oben offen
  • Zwischenüberschriften: Absätze maximal 300 Wörter, dann eine Zwischenüberschrift mit max. 50 Zeichen
  • Bildunterschriften mit max. 200 Zeichen 

Verlinkungen 

Der Gastautor wird mit seinen Social Media Kanälen, Webseite, YouTube Kanal usw. verlinkt.
Innerhalb des Artikels kann auch gerne ein Link zu einer weiterführenden Seite auf der Homepage des Autors (die zum Thema passen muss!) platziert werden.

Beim ersten Gastbeitrag: 
Zusätzlich ein kleines “Wer bin ich / wer sind wir” als Vorstellung auf der Autorenseite + Links zu den gewünschten Social Media Kanälen, Webseite, YT … plus Autorenprofilbild. 

Video-Einbettungen 

Links zu YouTube Videos die direkt im Gastbeitrag eingebunden werden sollen.

Mögliche thematische Inhalte für Reise-Gastbeiträge:

Welche Route wurde in dem bereisten Land gefahren (wir erstellen dazu gerne eine Karte) + vielleicht wichtige Länderinfos wie beste Reisezeit, Erreichbarkeit, besondere Verkehrsinfos, Klimatabelle, Amtssprache, Solarertragstabelle …

Erzähle von einem besonderen Platz, besonderen Ereignis oder Erlebnis (kann von einer Sehenswürdigkeit bis hin zu extremen Temperaturverhältnissen sein), das man im Land gesehen / besucht / gemacht hat.

Weitere Ideen: 

  • Wie erlebst du Land und Leute (kommt man leicht in Kontakt?)
  • findet man leicht Stellplätze / Campingplätze (und wie sind diese ausgestattet), 
  • wie läuft Einkaufen, Tanken, weitere Besonderheiten

Wir behalten uns vor, den Text insbesondere Überschrift, Meta Description und Zwischenüberschriften für Suchmaschinen zu optimieren und anzupassen, geben aber vor Veröffentlichung IMMER den Artikel zur Ansicht und Freigabe.

Du hast Lust loszulegen?

Zwischen Yukon und Neufundland – 1 Jahr in Kanada

Zwischen Yukon und Neufundland – 1 Jahr in Kanada

Nico & Stephanie aus dem tigerexped-Team reisten von 2016 bis 2017 ein Jahr lang durch Kanada, werden zu Hundeschlittenführern und erleben den berühmten „Indian Summer“ – zu dem sie dir hier ihre persönliche Reiseempfhlung geben:


Vancouver im Mai 2016 – Ein Fahrzeug muss her

Unsere Reise beginnt in Vancouver, wo unsere Reise Anfang Mai 2016 beginnt. Der Startpunkt ist bewusst gewählt. Allerdings nicht, weil Vancouver eine so atemberaubende Stadt zwischen Meer und Bergen ist, mit spannendem Nightlife oder wegen der berühmten Steam Clock. Nein, dort stehen die Chancen am besten, einen Mitsubishi L300 (dort Delica), zu bekommen.

Uns war im Vorfeld klar, dass wir keinen amerikanischen Spritschlucker haben wollen. Auch war uns klar, das wir IN einem Fahrzeug schlafen müssen, denn in Nordamerika sind die Winter nicht ganz so gnädig. Und natürlich sollte das neue mobile Zuhause auch geländegängig sein. All diese Kriterien führten uns daher nach Vancouver, denn dort gibt es dort einen regen Import japansicher Kleinbusse mit Allrad, vorzugsweise sogar Mitsubishi L300/Delica.

Es dauert auch nicht lange bis der Delica eines RCMP-Officers den Besitzer wechselt und Nico ihn am Straßenrand zwischen Walmart und Baumarkt ausbaut. Vancouver ist eine angesehene Filmstadt und viele Hollywood-Produktionen werden dort gedreht. Rund um die Filmstudios campen deshalb diverse Stuntmen und Möchtegern-Schauspieler, da fallen wir mit unserem Rumpelausbauprojekt gar nicht auf.

Sobald der Ausbau mit Bett, ein paar Schränken, Kühlbox, Zweitbatterie usw. fertig ist, zieht es uns raus in die Wildnis.

Kälte, Wildlife und Natur

Ende Mai, Anfang Juni starten wir gen Norden, Richtung Yukon Territory.

Geplant war eigentlich, dass wir erstmal in den Sommer fahren, bevor der harte nordamerikanische Winter uns irgendwann einholen wird. Doch dies ist nicht etwa 6 Monate nach unserer Ankunft der Fall, sondern bereits im Mai, keine 6 Wochen später.

Auf unseren Facebook-Post kommentierte Obertiger Martin Henning: “Wohin soll ich die Standheizung schicken?” Eine solche hatten wir tatsächlich anfangs nicht eingeplant.

Bald erhalten wir ein Paket von tigerexped, damals noch nicht ahnend, dass wir selbst einmal Beratung und Pakete zu Autoterm Heizungen und dem restlichen Sortiment an tigerexped-Kunden schicken sollten.

Nach dem anfänglichen Schnee wird es aber doch irgendwann Frühling am Alaska Highway. Die Zeit, in der die Bären aus dem Winterschlaf erwachen und raus kommen. Aber nicht nur sie begegnen uns. Es gibt Tage auf dem Alaska Highway, an dem wir kaum Strecke schaffen, weil einfach so viele wilde Tiere zu bestaunen sind. Nicos absolute Favoriten sind die Bisons. Die nordamerikanischen Verwandten der hier manchmal zu sehenden Wisente sind nochmal eine ganze Nummer größer und sehr beeindruckend. Dennoch sehen sie so gemütlich aus. Teilweise kamen sie uns auch richtig nah. Aber wenn ein noch so gemütlich aussehendes Tier 2m neben dem Fenster einfach mal bedrohlich schnaubt, dann drückt man lieber doch aufs Gaspedal und nicht mehr auf den Auslöser. Schließlich hat unser L300 schon eine Delle von einem Wapiti in der Schiebetür (vom Vorbesitzer), wir sind nicht scharf darauf, eine Bisonbeule zu ergänzen.

Viel mehr als Wildlife, atemberaubende Natur und Landschaft, hat der Alaska Highway aber auch nicht unbedingt zu bieten. Die Städte unterwegs finden wir eher unspektakulär. Einzig erwähnenswert auf einer Strecke von rund 2000km: Der Sign Post Forest in Watson Lake. Dieser befindet sich außerdem direkt neben dem Visitor Information Center, wo wir uns nicht unbedingt nach touristischen Attraktionen, sondern langsam mal nach Arbeit erkundigen. Irgendwie muss das Jahr ja finanziert werden und die Reisekasse wieder aufgestockt. Vom Visitor Center werden wir postwendend ins Arbeitsamt geschickt, wo man uns nach nur 20 Minuten, Jobs im ganzen Yukon anbietet.

Wir werden zu Mushern

Wir landen in Carcross. Mit Autos und Motocross zu tun hat das nichts, vielmehr hieß der Ort eigentlich einmal Caribou Crossing. Da es jedoch noch einen Ort dieses Namens gab und Post immer im jeweils falschen Caribou Crossing landete, wurde dieses einfach in Carcross abgekürzt.

Carcross hat eine sehr aktive First Nations Community der Tagish. Die Lake-Bennett-Station des White Pass Zuges befindet sich dort und gegenüber ein General Store, der allerdings eher ein touristischer Kuriositätenladen ist. Wirklich einkaufen kann man bestenfalls an der Tankstelle oder in Whitehorse, der Hautpstadt des Yukon – ca. 75 km entfernt.

Bei unserem ersten Einkauf in Whitehorse wundern wir uns noch, warum viele Leute gleich mit mehreren Einkaufswagen an den Kassen stehen. Wenn man aber viele hundert Kilometer weit fahren muss, um einzukaufen, gewöhnt man sich schnell daran.

In der ganzen Region gibt es neben den First Nations auch eine rege Community und Geschichte der Musher, also Schlittenhundeführer. In Whitehorse ist wechselnd Start oder Ziel der Yukon Quest. Es gilt zusammen mit dem Iditarod Rennen als eines der härtesten der Welt.
Neben den Hunderennen werden Dog-Teams nach wie vor als Transportmittel benutzt. So wird z.B. Baumaterial über zugefrorene Seen zu entlegenen Cabins transportiert, wenn man sich keinen Hubschrauber leisten kann und kein Schneemobil besitzt.

Und so finden wir Arbeit bei einem Unternehmen, welches knapp 100 Hunde besitzt. Im Winter werden Rennen gelaufen, im Sommer werden Gäste beherrbert und die Hunde fit gehalten, indem sie kleine Gruppen von Touristen in Carts (Sommerschlitten) durch die Wildnis ziehen. Zusätzliche Attraktionen sind ein Museum, ein Restaurant mit Cafe und natürlich Welpenstreicheln.

Während ich eher die Touristen versorge, ist Nico als Dog-Handler mit den Mushern für die Hunde verantwortlich. Das heisst, man muss die Tiere und jeden einzelnen Charakter kennenlernen, sie füttern und natürlich auch sauber machen. Bei 96 Hunden kann das eine ganz schöne Sch*** werden. Am Ende des Sommers hat Nico sich allerdings das Vertrauen der Hunde erarbeitet und kann eigene Teams von 12 Hunden führen.

Hierzulande haben wir oft das Bild von kräftigen Malamuten und Sibirischen Huskies vor Augen, dabei sind die Alaska Huskies dünn und drahtig. Sie sind die schnellen, ausdauernden Athleten mit den perfekten Voraussetzung zum laufen der Hundeschlittenrennen. Die Alaska Huskies sind im Vergleich also eher Rennpferde, während Malamuten die Haflinger Arbeitspferde sind. Unter unseren knapp 100 Hunden ist nur ein einziger Sibirischer Husky.

Dem Winter entfliehen

Dass der Winter schon langsam wieder vor der Tür steht, merken auch wir, als es für uns weiter, Richtung Tombstone geht. Den landschaftlich eigentlich beeindruckenden Nationalpark können wir durch aufziehende Nebelschwaden meist nur erahnen. Es wird langsam Zeit, den rauhen Yukon zu verlassen.

Unser nächstes Ziel ist Toronto. Besuch aus der Heimat möchte die Herbstfarben in Kanada mit uns erleben. Als wir Anfang September aufbrechen, ist es am Robert Campbell Highway bereits Herbst und Standheizungs-Wetter. Ich habe etwas Sorge, ob bis zur Ankunft unserer Besucher überhaupt noch ein Blatt auf den Bäumen ist. Bis dahin liegen aber noch viele Tausend Kilometer vor uns. Nach einigen Fahrtwochen u.a. über die endlosen Ebenen der Prärie, erleben wir an den großen Seen die Aurora Borealis bei 15 Grad plus. In Winnipeg herrscht Flip Flop Wetter bei 30 Grad(!), nachdem wir im September im Yukon schon „lange Unterlosen Wetter“ hatten. Ganz gut, noch einmal Sommersachenwetter zu haben, denn all unsere langen Klamotten brauchen dringend einen Waschsalon, nach einem knappen Monat Reisezeit.

Bevor wir Toronto erreichen, darf natürlich eins nicht fehlen: die Niagarafälle. Hier erleben wir wieder, wie es uns bereits am Uluru (Ayers Rock) bei unserer Reise durch Australien ergangen ist: Man denkt man hat dies alles ja schon auf 1000 Bildern gesehen – aber wenn man dann tatsächlich da ist, ist es einfach überwältigend!

Und schließlich erreichen wir Toronto pünktlich für einen gemeinsamen Roadtrip in die Herbstfarben des Algonquin Nationalparks. Unsere europäische Floskel “Indian Summer” ist übrigens vor Ort politisch gar nicht korrekt, für diesen Begriff wird man sehr schräg angeschaut. Hier nennt man die Farbenpracht einfach „autumn colours“.

Herbstfarben – das bedeutet natürlich nicht nur die Färbung des Ahornlaubs. Wir sind mittlerweile in Nova Scotia, dort leuchten in sattem rot die Wildbeerenwiesen. Und auch an den wettertechnisch immer rauer werdenden Küsten ist es immerhin noch farbenfroh, wie z.B. in Peggys Cove. Spätestens am Cape Breton wird es aber nun wirklich kahl.

Neufundland

Wir setzen am 1.11. nach Neufundland über. Wir wollen uns die Insel ansehen und machen die ersten Begegnungen mit den wahnsinnig offenen, freundlichen Neufundländern. So groß und weit die Insel ist, so unbesiedelt ist sie größtenteils und es gibt gar nicht so viele Straßen. Viele Orte, die sogenannten Coves, erreicht man besser zu Wasser. Der Weg nach St. Johns ist nicht unbedingt abwechslungsreich, wenngleich es auch ein wunderschöner, einsamer bzw. zweisamer Herbst-Roadtrip ist.

Nach ca. 700km, auf denen also gar nicht so viel passiert, genießen wir in St. Johns mal wieder Cafés und Pubs in dieser bunten, quirligen Stadt.

Uns gefällt es so gut, dass wir uns vorstellen können, hier den Winter zu verbringen. Wir haben sogar ein tolles Jobangebot, gleich nach unserer Ankunft erhalten, das uns einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Aufgrund dessen treten wir dann auch die ca. 700km Rückweg in dessen Richtung an. Diesmal führt uns unsere Strecke über Bonavista. Wir machen den herrlichen Skervink Wandertrail, kommen durch typische Coves und Küstenorte und erreichen schließlich wieder die westliche Küste der Insel bei Corner Brook.

Mit uns ist auch der Winter angekommen. Und was macht man im Winter in der Schneereichsten Region Kanadas? Also Nico aufgrund unseres Jobs meistens Schneeschippen :D. In unserer Freizeit unternehmen wir tolle Schneeschuh Touren oder fahren Skidoo und erleben die beeindruckendsten Backkountry Ski Touren, u.a. im Gros Morne Park.

Irgendwann stehen Weihnachten und Neujahr vor der Tür. Zu Joes großzügigem Jobangebot mit luxuriöser Angestelltenwohnung im Resort, gehörte auch die berühmte “Hütte im Wald”, wo wir die Feiertage Kanada-stilecht verbringen können – ohne Elektrizität, fließend Wasser und Handyempfang.

Doch uns ließen auch unsere 100 Huskies am anderen Ende Kanadas nicht ganz los. Es blieb der Wunsch, einmal mit einem richtigen Hundeschlitten bei Schnee zu fahren. Im maritimen Neufundland gibt es leider keine Hundeführer mehr.

Labrador

Als der Frühling (zumindest im Kalender) naht, packt uns so langsam wieder die Reiselust. Wie soll es für uns weitergehen – zurück in den Yukon, zu den Hunden?! Sind ja nur gut 7000km auf dem direkten Weg – den wir am Ende natürlich nicht wirklich nehmen. Wir wollen den Labrador Highway fahren, solange er gefroren und damit gut befahrbar ist.

Um erstmal nach Labrador zu kommen, müssten wir sehen, ob und wann der Eisbrecher fährt und wir übersetzen können. Wenn das Eis in die Meerenge drückt, können die Fähren wegen der Gefahr darin eingequetscht zu werden nicht fahren. Wir haben allerdings Glück und müssen nicht tagelang ausharren, um auf die Überfahrt zu warten. Wir setzen bald über und kommen gut in Labrador an. Allerdings erwarten uns nun einige Tage Blizzard und wir stecken fest, bis der Labrador Highway befahrbar war.

Spätestens jetzt, wenn man so einige Tage bei Schneesturm und bis zu -30 Grad ausharrt, ist die Autoterm-Standheizung unentbehrlich, auch wenn wir wirklich keine großen Probleme mit Kälte haben. Aber nicht nur sie, auch Batterieheizung und andere Dinge, mit denen Nico den L300 ausgestattet hatte sind nahezu überlebenswichtig.

Als der Blizzard vorüber ist, geht unsere nächste Kanada Durchqueerung los. Über vereiste Highways einmal zurück nach Westen, diesmal über Banff & Jasper. Der berühmte blaue See Lake Louisie, sieht im Winter aus, wie alle anderen Seen auch – weiß.

Das Highlight am Ende

Nach einigen tausend Kilometern, erreichen wir wieder den Yukon, wo uns Lieblins-Husky Kalvik und die anderen schon erwarten.

Hier erleben wir nun endlich unser unvergessliches Kanada-Highlight – mit ECHTEM Hundeschlitten über den Fish Lake donnern. Im April waren wir hier öfter zur Hütte des „letzten Trappers“ gepaddelt. Vielleicht kennst du den Film?

Mit diesem Bild eines „flat tire in Alaska“ – Husky müde vom Tag – schließt sich nun die Geschichte unserer Rundreise durch Kanada. Solltest du eine Reise duch dieses weite und wunderschöne Land im Sinn haben … TU ES! Es wird dir unvergessliche Erlebnisse bescheren.


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