Welchen Wasserfilter brauchst du? In 5 + 1 Fragen zum passenden Kit

Welchen Wasserfilter brauchst du?
In 5 + 1 Fragen zum passenden Kit

Wenn es um die Auswahl der richtigen Wasserfilter für Wohnmobil oder Camper geht, wird es unübersichtlich. Es gibt verschiedene Filterkartuschen, Befüll- oder Entnahmefilterung, Systeme für kleine oder größere Wasservorräte, diverse Kombinationsmöglichkeiten…

Doch: Was davon brauchst du jetzt wirklich?

Keine Sorge: Nach der folgenden kleinen Bedarfsermittlung anhand von nur 5 +1 Fragen, kannst du das passende Wasserfilter Kit für deinen Bedarf bestimmen.

Anmerkung:

Wir gehen hier auf eine mechanische Wasserfilterung mit Wasserfilterkartuschen ein. Sie funktionieren zuverlässig ohne Strom und weitere Technik und eignen sich somit für alle Reisenden gleichermaßen. Alternative Verfahren wie Osmoseanlagen oder eine UV-Bestrahlung des Wassers, lassen wir hier erst einmal außen vor.

Bereit? los geht‘s!

Frage 1: Ist es dein Ziel, Durchfall und andere Reiseerkrankungen durch verschmutztes Wasser zu vermeiden?

Dann brauchst du eine sogenannte Keimsperre, die Bakterien und Keime zurückhält.

Diese Aufgabe übernehmen Filterkartuschen aus Keramik oder Hohlfasermembranen. Entscheidend ist die Porengröße. Die Filter arbeiten wie ein Sieb – je enger die Maschen, desto mehr unerwünschte Partikel bleiben darin hängen.

Richtig gute Trinkwasserfilter arbeiten mit einer Feinheit von gerade mal 0,1 Mikrometer. Zum Vergleich: Ein E. coli Bakterium ist 1,1 bis 1,5 Mikrometer groß. Bakterien allgemein kommen in Größen von 0,1 bis 700 Mikrometer vor.
Von solch feinen Filtern werden krankmachende Bakterien, Parasiten und andere krankmachende Keime also zuverlässig zurückgehalten.

Filterkartusche NANO

  • 0,1 Miromenter Filterfeinheit
  • Filterleistung durch unabhängige Institute geprüft und nachgewiesen (Zertifikat)
  • hält Bakterien und andere krankmachende Keime zuverlässig zurück

Und was ist mit Viren?

Viren sind noch wesentlich kleiner als Bakterien und werden damit durch das Filtersieb der Kartusche nicht erfasst. Allerdings können Viren ohne einen Wirt nicht lange überleben und kommen „frei“ im Wasser selten vor. Sitzen sie in einem Wirt, wird dieser wiederum vom Filter zurückgehalten.

Frage 2: Willst du im Wasser gelöste Stoffe filtern? (z.B. Chlor und andere Stoffe, die Geruch und Geschmack beeinflussen, Arzneimittelrückstände, Pestizide, Schwermetalle usw.)

Dafür brauchst du einen Aktivkohlefilter.

Aktivkohle wirkt dreifach und zwar

  • mechanisch -> wie die Keimsperre
  • katalytisch -> Stoffe werden umgewandelt und haben danach andere Eigenschaften
  • adsorptiv -> Stoffe werden magnetähnlich von der Aktivkohle angezogen und an sie gebunden

Chlor z.B. wird nicht „herausgefiltert“, sondern umgewandelt, damit sein typischer Geruch und Geschmack aus dem Wasser verschwindet. Dies kann eine Keimsperre nicht leisten.

Achtung Qualitätsunterschiede

Damit diese Prozesse funktionieren, muss das Wasser möglichst vollständig durch die engen Aktivkohle-Poren gepresst werden. Granulate, weisen daher eine geringere Leistung als massive Blöcke auf, da Wasser um das lose Granulat herum fließen kann, statt es zu durchdringen.

Besonders leistungsstark: Gesinterte Blöcke, die durch Erhitzung und starken Druck eine erhöhte Porenzahl und größere innere Oberfläche aufweisen.

Eine Kombination aus feinster Keimsperre und hochwertigem Aktivkohle-Blockfilter ist die wirkungsvollste Art, Trinkwasser mechanisch zu filtern.

Filterkartusche ACTIVE

  • Aktivkohle-Blockfilter
  • gesintert
  • bindet Arzneimittelrückstände, Hormone, Schwermetalle, Chlor, Pestizide, Düngemittel …
  • Mit Aufnahmekappen aus dem Bio-Kunststoff Lignin (holz- statt erdölbasiert)

Frage 3: Wie bevorratest du dein Frischwasser?

a) In Kanistern, die nicht fest verbaut sind.

Deine Wassertanks sind entnehmbar, damit du sie per Hand zu einer Befüllstelle bringen und reinigen kannst? Du verbrauchst das Wasser innerhalb von zwei, drei Tagen?

Für dich eignet sich ein Befüllfilter.

Ein Befüll-Trinkwasserfilter ist (in der Regel) nicht fest im Fahrzeug verbaut. Du kannst ihn mit zur Zapfstelle nehmen und mit einem Schlauchstück direkt an die Druckleitung anschließen.

Im Fahrzeug ist das saubere Wasser dann einfach rasch zu verbrauchen.

Wichtig:

Die regelmäßige Reinigung der Kanister (und eventuell davon abgehender Schlauchleitungen) ist bei ausschließlicher Befüllfilterung besonders wichtig.

Bedenke: In ein dreckiges Gefäß gefüllt, ist das am saubersten gefilterte Wasser nutzlos!

Für dich geeignete Wasserfilter-Kits

Befüllfilter Nano

Filterung von Bakterien und Keimen direkt beim Befüllen deiner Tanks und Kanister.

*inklusive Protect Vorfilter, siehe dazu Frage 4

Befüllfilter Fusion

2-stufen Filterung durch Aktivkohle + Keimsperre direkt beim Befüllen.

*inklusive Protect Vorfilter, siehe dazu Frage 4

b) In fest verbauten Tanks mittlerer Größe.

Du solltest einen Einbaufilter zur Entnahmefilterung verwenden.

Deine Wasservorräte sind vermutlich groß genug, dass du nicht alles innerhalb von zwei, drei Tagen verbrauchst und du reinigst die Tanks und das daran angeschlossene Leitungssystem auch nicht ständig.

Das Problem: Nachverkeimung.

Selbst bei hervorragender Filterung während dem Befüllen der Tanks: Das Wassersystem im Fahrzeug ist nicht steril und kann es auch nicht sein. Steht Wasser länger in den Tanks, vermehren sich einzeln vorhandene Bakterien und andere Keime. Bei Wärme geht das besonders schnell. Irgendwann ist eine „kritische Masse“ erreicht und die nachträgliche Verkeimung des vormals sauberen Wassers macht einen potenziell krank.

Die Lösung: Entnahmefilterung.

Bei der Entnahmefilterung wird der Wasserfilter so nah wie möglich am Wasserhahn deines Wassersystems verbaut. Auf diese Weise werden alle krankmachenden Keime aus den davor befindlichen Tanks und Schläuchen zurückgehalten.

Möchtest du mit Keimsperre und Aktivkohle arbeiten, kannst du entweder
beides
unter dem Wasserhahn verbauen und beim Befüllen erst einmal gar nicht filtern.

Oder: Du kannst beim Befüllen schon einmal durch Aktivkohle filtern, um bei der Entnahmefilterung mittels Keimsperre nicht mehr so viel Druck zu brauchen (bei schwachen Pumpen kann so der Wasserdurchfluss positiv beeinflusst werden. Mehr zur passenden Pumpe weiter unten).

Die für dich geeigneten Kits

Pro Camper Kit

  • Befüllfilterung durch Aktivkohle
  • Entnahmefilterung durch Keimsperre am Wasserahn
    entfernt (Nach)verkeimung
  • weniger Druck bei der Entnahmefilterung notwendig
  • Befüllleitung braucht Druck

*inklusive Protect Vorfilter, siehe dazu Frage 4

Nano oder Fusion Einbaufilter zur Entnahmefilterung

  • Befüllung der Tanks ohne Filterung
  • Drucklose Befüllung der Tanks möglich (Gießkanne)
  • Entfernt „frisch“ eingefüllte Bakterien und eventuelle Nachverkeimung direkt am Wasserhahn bei der Entnahme
  • 1-stufige Filterung mit Nano Keimsperre oder 2-stufige Filterung mit Fusion ( = Nano + Acitive Kartusche)

*inklusive Protect Vorfilter, siehe dazu Frage 4



c) In großen Tankvorräten für lange Autarkie.

Eine Filterung nach dem Tank ist für dich obligatorisch.
Zusätzlich solltest du über eine Befüllfilterung für verzögerte Nachverkeimung nachdenken.

Bei:

  • großen Wasservorräte, die lange vorhalten sollen, dazu
  • warmen Temperaturen (geheizter Innenraum oder warmes Klima),
  • nicht vorhandenen Möglichkeiten, die Wassertanks auf Langzeit- oder Fernreise ständig zu reinigen und das System zu desinfizieren

ist das bereits bei b) besprochene Problem der Nachverkeimung ist besonders groß.

Um die Bildung einer schmierigen, potenziell krankmachenden Schicht aus sogenanntem Biofilm im Wassersystem des Wohn- oder Expeditionsmobils möglichst lange hinauszuzögern, ist eine Filterung des Wassers beim Befüllen sinnvoll.

Das Filtern bei der Entnahme am Hahn ist jedoch entscheidend.

Bei Fern- und Langzeitreisen bewährt sich die doppelte (Befüll- und Entnahmefilterung) auch bei der Aktivkohle, obwohl sich die von ihr gebundenen Stoffe nicht eigenständig vermehren, wie Bakterien dies tun.

Die Aktivkohle kann jedoch immer nur ein gewisses Volumen binden (abhängig von Wasserdruck / Fließgeschwindigkeit, Qualität und Zustand der Aktivkohle). Bei hohen Schadstoffkonzentrationen, wie sie in Ländern mit nicht so streng kontrollierter Wasserqualität vorkommen kann, lohnt deshalb unter Umständen ein zweiter Durchgang.

Unser dafür empfohlenes Set

Das Expedition-Kit

  • Befüllfilterung durch Keimsperre und Aktivkohle
  • Entnahmefilterung durch Keimsperre und Aktivkohle
  • Verzögert die Keimvermehrung in Tanks und Schlauchsystem
  • Hält Keime bei der Wasserentnahme am Hahn zurück
  • zweiter Filtergang durch Aktivkohle zur Reduzierung höherer Konzentration gelöster Schadstoffe wie Pestizide, Düngemittel, Arzneimittelrückstände …

*inklusive Protect Vorfilter, siehe dazu Frage 4

Längere Betankung durch Wasserfilterung

Das Füllen der Wasservorräte im Wohnmobil dauert länger, wenn dabei gefiltert wird, das ist nicht zu vermeiden und bei allen Herstellern und Systemen so.

Bei einer Leitung aus der es nurmehr Tröpfelt und einer zweistufigen Filterung, kann die Betankung wirklich lange dauern, gerade natürlich, wenn man große Volumen füllen muss.

Will man auf die Befüllfilterung trotz vorhandener Entnahmefilterung nach dem Tank nicht verzichten, kann man mit Handkanister als Zwischenspeicher und zweiter Pumpe mit ausreichend Druck arbeiten (siehe auch Fragen 4 und 5 zur Pumpe und drucklosen Quellen).

Frage 4: Möchtest die Lebenszeit deiner Filter erhöhen?

Nutze den Protect Vorfilter!

Um zu verhindern, dass die feinen Poren im Filter unnötig schnell mit großen Partikeln (Rost aus den Leitungen, Sedimente) verstopfen, gibt es den Protect Vorfilter. Dieser schützt in erster Linie nicht dich, sondern deinen Geldbeutel und die Umwelt dank seltener notwendiger Filterwechseln.

Bei all unseren Kits ist deshalb der Protect Vorfilter (bestehend aus Gehäuse, Dichtungen und Pad) im Set bereits mit dabei.

Frage 5: Möchtest du Wasser aus drucklosen Quellen füllen und dabei filtern können?

In manchen Gegenden steht viel und recht sauberes Wasser aus drucklosen Quellen zur Verfügung. Flüsse und sogar Seen oder der ein oder andere Brunnen, bieten sich als Wasserquellen an.

In anderen Regionen weisen selbst die zur Versorgung der Bevölkerung gedachten Wasserleitungen teils nur sehr geringen Druck auf (viele Teile Afrikas, Zentralasiens…)

Möchtest du dieses Wasser gefiltert in deinen Tank bekommen, brauchst du eine zusätzliche, leistungsstarke Pumpe, um das Wasser durch die Filter zu pressen.

Mittels einer Druckwasserpumpe, kannst du Wasser direkt z.B. aus dem Fluss, oder einem Handkanister, den du dort befüllt hast, ansaugen.

Auch bei sehr schwachen Wasserleitungen, kann dieses Verfahren nützlich sein. Fülle das Wasser erst einmal in einen Handkanister als Zwischenspeicher. Ist er voll, kann die Pumpe das Wasser dann innerhalb weniger Sekunden durch die Filter in die Tanks befördern.

Zusatzfrage: Hast du die richtige Pumpe zum Wasserfiltern?

Wasserfilterung bedeutet Gegendruck. Deine Pumpe sollte, gerade bei zweistufiger Filterung, mindestens 2,8 – 3 bar Leistung haben, damit am Ende noch ein akzeptabler Durchfluss gewährleistet ist.

Die beiden folgenden Diagramme zeigen, welchen Durchfluss du in Abhängigkeit vom anliegenden Druck und dem Zustand der Filter (maximal / minimal) erwarten kannst.

Empfehlung:

tigerexped Druckwasserpumpe

Holt mit 4 bar Druck und 19 Litern Durchfluss pro Minute, den größten Durchfluss aus dem Filtersystem heraus.

Achtung: Verwende keine ungeeigneten Pumpen, die noch mehr Leistung haben, aber für diesen Zweck gar nicht gedacht sind. Zu hoher Druck kann die Hohlfasermembrane beschädigen (Keime kommen durch) und es können keine katalytischen / bindenden Vorgänge in der Aktivkohle stattfinden, da diese eine gewisse Verweildauer des Wassers in der Kohlekartusche benötigen.


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In unserer Shopkategorie Wasser findest du übrigens auch alle sonstigen Komponenten, die du für den Aufbau und die Installation des Wassersystem im Camper benötigst.

Mehr Artikel zum Thema Wassersystem in Wohnmobil und Camper in unserem Magazin:

Mini-Solaranlage für die Steckdose – Dein eigenes Balkonkraftwerk

Mini-Solaranlage für die Steckdose – Dein eigenes Balkonkraftwerk

Eigenen Solarstrom erzeugen ist aktueller denn je. Kein Wunder: Mit einer Mini-Solaranlage für die Steckdose, kann man für überschaubare Anschaffungskosten die Verbraucher im Haus mit 100% ökologisch erzeugtem Strom betreiben und dabei noch Geld einsparen.

Ist also die Energiewende auf dem eigenen Balkon möglich?

Was du dafür brauchst, ob du auch einfach deine Solartasche oder Solaranlage aus dem Wohnmobil nutzen kannst und wie das rechtlich mit der Anmeldung solcher Kleinanlagen ist: Das alles erfährst du in diesem Artikel.

Selbst Solarstrom erzeugen – Energiekosten sparen

Die Installation einer Mini-Solaranlage (gerne auch Mini PV-Anlage, Balkonkraftwerk oder Balkonmodul genannt), erfreut sich nicht umsonst einer wachsenden Beliebtheit. Die Energiekosten steigen anhaltend und gefühlt ins Unermessliche. Eigens produzierter Strom hat großes Einsparpotenzial. Nach der Anschaffung der Anlage, erzeugt diese über viele Jahre grünen Strom ohne weitere Kosten und Mühen.

Ein weiterer Grund für die Beliebtheit der kleinen Balkonkraftwerke: Viele Menschen warten auf die Energiewende. Strom aus Kohle oder Atomkraft sind leider noch immer an der Tagesordnung. Zwar kann man durch einen Anbieterwechsel dafür sorgen, dass das Stromnetz insgesamt „grüner“ wird, direkt aus der eigenen Steckdose kommt der Ökostrom allerdings nicht. Mit dem direkt an die Steckdose angeschlossenen PV-Modul auf deinem Balkon ist das anders.

Indem du zeigst, dass du auf deinem Balkon einfach eigenen Ökostrom produzierst, kannst du darüber hinaus das allgemeine Interesse an kleinen und größeren Solaranlagen fördern. Wie viele Besitzer von Balkon-Solaranlagen berichten, erregen ihre kleinen Kraftwerke großes Interesse in der Nachbarschaft und nicht wenige Nachbarn beginnen über Kurz oder Lang, ihren eigenen grünen Strom zu produzieren.

Wie entscheiden die Geräte im Haus, welchen Strom sie nutzen?

Die elektrischen Geräte in den Steckdosen einer Wohnung benutzen tatsächlich immer zuerst den Strom einer eingesteckten Mini-Solaranlage. Reicht dieser nicht aus, wird der Strombedarf durch Netzstrom ergänzt. Das Prinzip dahinter ist physikalisch und ganz einfach: Etwas simpel ausgedrückt kann man sich vorstellen, dass das Stromnetz genau so viel Strom in die Wohnung „drückt“, wie von den Geräten gerade abgenommen wird. Ist im Hausnetz schon Strom aus einer Balkon-Solaranlage vorhanden, wird auch weniger Strom aus dem öffentlichen Netz „nachgedrückt“.

Die 600 Watt Grenze

Mini-Solaranlagen für die Steckdose dürfen laut Anwendungsrichtlinie VDE-AR-N 4105 maximal 600 Watt ins Stromnetz einspeisen.

Das liegt daran, dass die Leistungen aus dem Netz und die aus der Solaranlage sich addieren und die gewöhnlich verbauten Leitungen und Sicherungen überlasten können. Bezieht also ein sehr starker Verbraucher gerade Strom aus der selben Leitung, in die eine leistungsstarke Solaranlage bei Mittagssonne Strom einspeist, könnte dies unter Umständen tatsächlich zu einem Brand führen.

Technische Umbauten für mehr als 600 Watt?

Theoretisch bestehen recht simple Lösungen, um auch das Einspeisen von mehr mehr als 600 Watt sicher zu bewerkstelligen. So wäre es denkbar, die Leitungsschutzschalter von normalerweise 16A durch 10A zu ersetzen. Hierdurch wird der entnehmbare Strom auf ein Maß begrenzt, das auf der einen Seite noch den Betrieb von stärkeren Verbrauchern problemlos zulässt, andererseits aber mehr Kapazität zur Aufnahme von Solarastrom schafft.

Eine weitere Möglichkeit wäre die ausschließliche Nutzung einer bestimmten Leitung für den Strom aus der Balkon-Solaranlage. Die an diese Leitung angeschlossenen Steckdosen lassen sich kinderleicht identifizieren, indem eine Sicherung im Sicherungskasten ausgeschaltet wird. Alle Dosen, die nun nicht mehr funktionieren, hängen genau an dieser Leitung und müssten nun entweder abgeklemmt oder verschlossen werden.

ABER: Diese Arbeiten dürfen rein rechtlich nur vom Fachmann ausgeführt werden. Obwohl beide Optionen handwerklich nicht anspruchsvoll sind, dürfen nur Elektriker Leitungsschutzschalter tauschen oder Steckdosen blind legen. Das kostet wiederum Geld und verlängert die Zeit, bis die kleine Solaranlage auch wirklich erste Stromkosten spart. Ob ein Elektrofachbetrieb zu finden ist, der für diese Kleinstarbeit jemanden zu dir in die Wohnung schickt, steht dabei noch einmal auf einem anderen Blatt.

Siehe auch:
Infopapier der Verbraucherzentrale

Der Wechselrichter muss die Leistung der Solarmodule beim Einspeisen in die Steckdose auf 600 Watt begrenzen.
Die Solarmodule dürfen aber natürlich mehr Gesamtleistung als 600 Wp aufweisen, denn in den seltensten Fällen werden diese die volle Leistung bringen. Um am Ende die erlaubten 600 Watt einspeisen und in deiner Wohnung nutzbar machen zu können, müssen die verwendeten Solarmodule im besten Fall also laut Datenblatt mehr liefern können.

Wie viel Solar für Camper und Wohnmobil man wirklich braucht, erklären Martin und Lars von tigerexped

Wie viel Leistung bringt ein Solarmodul mit beispielsweise 300 Wp WIRKLICH?

Welche tatsächliche Leistung du erwarten kannst und wovon das abhängt, zeigt unser Artikel Wie viel Solar für Camper und Wohnmobil – Einflussfaktoren richtig einschätzen, auch unabhängig vom Thema Wohnmobil in ein paar beeindruckenden Vergleichszahlen.

Was kann ich mit 600 Watt betreiben?

Die durchschnittliche Leistung einer kleinen Balkon PV-Anlage ist vor allem geeignet, um die sogenannte Grundlast in einem Haushalt abzudecken. Diese Grundlast kommt vor allem über Verbraucher im Standby-Betrieb zustande und liegt beim durchschnittlichen Haushalt in der Regel bei 300 – 400 Watt. Werden alle Verbraucher bei Nichtgebrauch immer sorgfältig komplett ausgeschaltet und so die Grundlast reduziert, kann etwa auch der Normalverbrauch eines Laptops über die Balkonsolaranlage abgedeckt werden.

Für den Betrieb eines Toasters beispielsweise (ca. 800 bis 1400 Watt) oder eines Haarföns (teilweise über 2000 Watt) reicht die Leistung der Anlage jedoch nicht.

Was passiert, wenn meine Anlage mehr Strom produziert als gerade benötigt wird?

Bist du beispielsweise im Urlaub und verbrauchst zuhause keinen Strom, kann es durchaus passieren, dass die Mini-Solaranlage mehr Strom produziert, als verbraucht wird. Was dann passiert, hängt vom Typ deines Stromzählers ab.

Generell fließt der überschüssige Solarstrom ins öffentliche Netz. Die Mengen sind allerdings gering und selbst für offizielle Stellen vernachlässigbar. Bei der Anmeldung deiner Stecker-Solaranlage (siehe weiter unten) genügt es zu erklären, dass du nicht vorhast, Strom einzuspeisen und, sollte doch eine geringe Menge den Weg in die Weiten des öffentlichen Netzes finden, du auf eine Energieeinspeisevergütung (EEG-Vergütung) verzichtest.
Je nach Zählertyp gibt es 3 Möglichkeiten:

1. Bei Zählern ohne Rücklaufsperre

Der Zähler läuft rückwärts, wenn die überschüssige Leistung die Anlaufschwelle überschreitet. Die meisten sogenannten Ferraris-Zähler besitzen keine Rücklaufsperre. Solche (alten) Zähler (erkennbar an der drehenden Scheibe in der Mitte) müssen bei der Anmeldung einer Mini-Solaranlage in der Regel ausgetauscht werden. Die Handhabung der Netzbetreiber kann hier allerdings variieren.

2. Bei Zählern mit Rücklaufsperre

Der Zähler bleibt einfach stehen (Die Rücklaufsperre ist durch das Symbol eines Zahnrädchens mit Blockierung zu erkennen)

3. Bei Zwei-Richtungszählern

Diese zählen den abgenommenen Strom und den eingespeisten Überschussstrom separat.

Wo bekomme ich einen neuen Zähler / Zähler mit Rücklaufsperre?

Normalerweise vom betreffenden Energieversorger. Macht dieser Probleme (Verweigern der Umrüstung, Bestehen auf einen teureren Zwei-Richtungs-Zähler, Androhung der Netztrennung), dann wechsle z.B. zu einem Stromanbieter mit Smart-Meter-Tarif. Bei der Auswahl eines neuen Anbieters kann man direkt fragen, wie dieser zur Nutzung von Mini-Solaranlagen steht.
Geld für den eingespeisten Strom bekommen (EEG-Vergütung), kann man mit einer Mini-Solaranlage aber grundsätzlich nicht.

Woraus besteht eine Balkon Mini-Solaranlage für die Steckdose

Die benötigten Bestandteile für ein kleines Balkonkraftwerk sind überschaubar. Du benötigst

  • ein oder zwei Solarmodule (je nach Leistung)
  • einen Wechselrichter
  • Kabel vom Wechselrichter zum Solarmodul
  • Kabel vom Wechselrichter zur Balkonsteckdose
  • Befestigung für das Geländer oder Ständer / Gestell und Schrauben


Ab wann rechnet sich der Betrieb

Das Problem an so einer Rechnung ist: Man weiß nicht, wann der Strom verbraucht wird, bzw. kann man das nur zum Teil steuern. Ungünstigerweise ist der Strombedarf meist am größten, wenn die Sonne nicht scheint.

Die Solaranlage erzeugt den meisten Strom um die Mittagsstunden. Das Problem daran ist, dass viele Leute zu dieser Zeit nicht zu Hause sind und der produzierte Strom daher gar nicht genutzt wird. Oft läuft tagsüber nur der Kühlschrank und Wlan-Router.
Das macht zum Beispiel: Kühlschrank 400Wh + Wlan-Router 120Wh = 520Wh pro 24h.
Die Solaranlage schafft es aber je nach Standort und Jahreszeit, nur ein paar Stunden am Tag diese ca. 500Wh zu erzeugen. Sagen wir mal, wir schaffen das ca. 4h lang.
520Wh geteilt durch 24h = 21,66Wh pro Stunde x4h, macht 86Wh die wir nicht aus dem Netz beziehen müssen.

Wenn die kWh sagen wir mal 0,35€ kostet, dann haben wir 0,000301€ pro Tag gespart. Wenn wir es schaffen, dass z.B. Geschirrspüler und Waschmaschine zu der Zeit laufen, wenn die Solaranlage ihre maximal Leistungsfähigkeit hat, dann kann man vielleicht pro Tag in der Größenordnung von 1-3 kwh pro Tag einsparen, also 0,3€ – 1€ pro Tag.

Die letztgenannte Variante funktioniert aber nur ungefähr 6 Monate im Jahr, den Rest der Zeit wird der Ertrag deutlich schlechter ausfallen. Im Dezember ist der Ertrag so schlecht, dass du egal wie du dich kümmerst vielleicht 0,3€ maximal sparen kannst.

Solartasche aus dem Wohnmobil als Solarkraftwerk

Die Solartasche aus deinem Wohnmobil kann auf dem Balkon natürlich genausogut ausgebreitet werden, wie beim Campen. Gerade bei Modellen mit direkten USB-Anschlüssen, wie unserem big tiger mit 160 Wp, können entsprechende Kleingeräte aus dem Haushalt direkt und sogar ohne Anschluss ans Haus von der Sonne geladen werden.

Solartasche mit 2 USB-A Anschlüssen. Lädt Kleingeräte, die über USB geladen werden können direkt und ohne den Umweg über die Haussteckdose.

Solartaschen ohne USB-Anschlüsse wie, unser big tiger 180 Wp, können wie in Wohnmobil oder Camper, auch auf dem Balkon mit einem 12V Akku verbunden werden, sodass der gespeicherte Strom via Wechselrichter später genutzt werden kann. Zu erwähnen bei dieser Lösung ist, dass es sich hierbei vom Wortverständnis her nicht um ein Balkonkraftwerk handelt, sondern um eine kleine Inselanlage. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der verwendete Wechselrichter die entsprechende Leistung für das jeweilige Gerät bringen muss und (vor allem bei der Verwendung mit Laptops oder anderen empfindlicheren Geräten) eine geeignete Qualität (Erzeugung einer gleichmäßigen Sinuskurve) aufweist.

Die Anwendung ist dabei denkbar praktisch, da nichts fest montiert wird oder vom Vermieter genehmigt werden muss. Ein Umweg über die Haussteckdose und damit das Anmelden einer Anlage usw. ist damit ebenfalls hinfällig. Die Solartasche kann bei schlechtem Wetter einfach eingepackt und platzsparend verstaut werden.

Zur Einspeisung ins Hausstromnetz muss man selbstverständlich einen passenden Balkonwechselrichter haben. Hierbei ist nur zu beachten, das dieser mit der entsprechenden Panelspannung läuft, also der Wert „Voc“ ausreichend hoch ist damit der Wechselrichter startet.
Achtung: Klassische Kfz 230V Wechselrichter sind für diesen Zweck ungeeignet, da sie keine ENS Schutzeinrichtung besitzen.

Solartasche hinter Fensterglas?

Bei der Verwendung der Solartasche hinter einem Fenster wird ein Teil des eintreffenden Lichts von der Verglasung reflektiert und absorbiert. Wie stark die Leistungseinbußen sind, die hierdurch hervorgerufen werden, hängt auch von der Art des Fensters ab – eine Dreifachverglasung wird die Solartasche stärker beeinträchtigen, als ein Altbaufenster.

Sicher ist: Solartaschen (wie auch normale Solarmodule) können nur stark eingeschränkt unter solchen Bedingungen arbeiten und sind für die Verwendung im Freien, mit direkter Sonneneinstrahlung gedacht.

Wohnmobil an den Hausstromkreis anschließen?

Die Solartasche aus dem Wohnmobil auf dem Balkon zu verwenden ist eine gute Möglichkeit, einmal investiertes „Solargeld“ doppelt zu nutzen. Viele Wohnmobilfahrer haben allerdings auf dem Dach ihres Fahrzeuges weitaus größere Kapazitäten zur Solarstromgewinnung verbaut. Kann man also auch das Wohnmobil selbst ans Hausstromnetz anschließen?

Wir raten davon dringend ab. Es gibt keine Möglichkeiten, den Anschluss der Wohnmobil-Solaranlage ans Hausnetz fachgerecht zu lösen. Was in der Folge bestenfalls nicht funktioniert oder deine elektrischen Komponenten zerstören kann, ist schlimmstenfalls brandgefährlich … im wahrsten Sinne des Wortes.

Muss eine Mini-Solaranlage genehmigt werden

Zurück von den einfach aufzustellenden USB-Solartaschen zu den fest installierten Solaranlagen, also sogenannten „Balkonkraftwerken“ im eigentlichen Sinne.

Es bedarf keiner öffentlichen Genehmigung für den Betrieb einer Mini-Solaranlage für die Steckdose. Es gib allerdings ein paar Punkte, die beachtet werden müssen. So ist beispielsweise eine Anmeldung an gleich zwei Stellen erforderlich und die Anbringung ist an Bedingungen geknüpft. Erfahre in den folgenden Abschnitten mehr dazu:

Muss der Vermieter zustimmen?

Als Mieter muss man den Vermieter um Erlaubnis fragen. Zwar kann dieser einem den Betrieb einer Mini-Solaranlage auf dem Balkon nicht verbieten, die Anbringung von Solarmodulen an der Fassade / Balkon beeinflusst aber die Optik des Hauses und fällt damit in seine Entscheidungsgewalt.

Sollte sich der Vermieter hier tatsächlich querstellen, könnte das Solarmodul auch auf einem Ständer aufgestellt werden. Es wäre beispielsweise denkbar, das Solarmodul zu einem Tisch umzufunktionieren, der auf dem Balkon steht. Der Aufbau auf einem beweglichen Ständer kann sogar den Vorteil haben, das Solarmodul mit der Sonne wandern lassen zu können – denke aber daran, dass der Ständer mindestens so gut zu befestigen oder zu beschweren ist, wie das Solarmodul selbst, damit es keine Gefahr bei starkem Wind darstellt.

Wenn du Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft bist: Lies die Verträge vorher noch einmal durch und frage im Zweifel bei der nächsten Eigentümerversammlung einmal nach, wie die anderen dazu stehen.

Anmeldung der Mini-Solaranlage

Auch wenn keine Vorab-Genehmigung eingeholt werden muss: Dein kleines Balkonkraftwerk muss an zwei Stellen angemeldet werden.

Anmeldung beim MaStr, dem Marktstammdatenregister

Dieses behördliche Register aller Anlagen und Einheiten auf dem deutschen Strom- und Gasmarkt, wird von der Bundesnetzagentur geführt. Die Anmeldung in diesem Verzeichnis geht online unter www.marktstammdatenregister.de und dauert nur wenige Minuten. Danach einfach die Anmeldung in den eigenen Unterlagen ablegen – fertig.

Ist es strafbar, die Anlage nicht anzumelden?

Für nicht registrierte Anlagen die theoretisch Strom ins öffentliche Netz einspeisen können, wäre es der Bundesnetzagentur in der Tat möglich, ein Bußgeld verhängen (§ 21 MaStRV). Praktisch werden aber eher keine Sanktionen verhängt, zumal du für deine Mini-Solarstromanlage keine EEG-Vergütung in Anspruch nehmen willst. Da die Anmeldung aber kostenlos, schnell und einfach geht … wieso es nicht einfach tun.

Anmeldung beim Netzbetreiber

Die Mini-Solaranlage muss beim eigenen Netzbetreiber angemeldet werden. Das Anmeldeverfahren und die Unterlagen sehen von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich aus. Falls sie auf den entsprechenden Webseiten nicht zu finden sind, nimm Kontakt auf und bitte darum, dass man dir die entsprechenden Formulare zukommen lässt.

Darf der Netzbetreiber die Anmeldung verweigern?

Manchmal hört man, dass sich der Netzbetreiber querstellen will und sogar mit der Trennung des Haushalts vom Stromnetz droht. Dazu hat er nicht das Recht, es sei denn, deine Anlage würde nachweisbar das öffentliche Stromnetz schädigen.
Mit einem Wechselrichter, der die Normen VDE AR-N 4100 und die VDE-AR-N 4105 erfüllt (diese schließen genau das aus, da sie für Anlagen verwendet werden, die zur Einspeisung ins öffentliche Netz bestimmt sind), bist du auf der völlig sicheren Seite. Sollte es weiterhin Probleme geben, hilft ein Anbieterwechsel.

Braucht man eine besondere Steckdose für die Balkon-Solaranlage?

Für fertig kaufbare Mini-Solaranlagen, die dem DGS Sicherheitsstandard für „steckbare Stromerzeugnisgeräte (DGS 0001) entsprechen, reicht eine ganz normale Schuko-Steckdose.
Falls sowieso eine neue Steckdose gelegt werden soll oder nach Art der Anlage eine spezielle Steckdose benötigt wird, empfiehlt die DGS solche mit Steckverbindung nach DIN VDE 0628-1 (Wieland RST20i3).

Darf ich mehrere Solar-Kleinanlagen an eine Steckdose anschließen?

NEIN! Jede Minisolar-Anlage muss an eine separate Steckdose angeschlossen werden. Mehrere Wechselrichter an einer Schuko-Mehrfachsteckdose sind nicht erlaubt.
Die Beschränkung gilt übrigens nicht nur für die Anzahl von Solaranlagen pro Steckdose. Generell ist pro Haushalt nur eine Mini PV-Anlage in Deutschland vorgesehen und erlaubt.

Liegt Spannung am Modul? Ist es also gefährlich, den Stecker des Solarmouls zu berühren, wenn er nicht in der Steckdose steckt?

Dank einer eingebauten Freischalteinrichtung (ENS), ist das Berühren der Steckerkontakte völlig ungefährlich, selbst wenn das Solarmodul gerade von der Sonne angestrahlt wird. ENS sorgt dafür, dass innerhalb von Bruchteilen von Sekunden kein Strom mehr am Stecker fließt, wenn dieser nicht in der Dose steckt.

Muss die Elektrik von einem Fachmann überprüft oder abgenommen werden?

Die Kleinanlagen bis 600 Watt für die Steckdose, die auch dem vereinfachten Anmeldeverfahren unterliegen, dürfen vom Laien aufgestellt und angeschlossen werden. Eine Überprüfung durch einen Elektriker ist dabei nicht notwendig.

Geeigneter Standort

Ideal ist ein Balkon zur Südseite. Ost- und Westlage können aber auch noch einen guten Ertrag ermöglichen. Der Platz sollte weiterhin natürlich den größten Teil des Tages unverschattet sein, sonst kann das Solarmodul nicht arbeiten. Ein guter Ort zur Befestigung ist die Außenseite des Balkongeländers mit einem leichten Neigungswinkel zum Himmel.

Wie weiter oben bereits angesprochen, kommt hier der Vermieter ins Spiel, sofern einem der Balkon nicht gehört. Da die Fassade nicht Mietgegenstand ist und deren Optik durch die Solarmodule verändert wird, muss der Vermieter sein Okay geben. Die Anlage nicht außen, sondern innen auf dem Balkon aufzustellen ist zwar ebenfalls möglich, man sollte aber bedenken, dass hier wahrscheinlich mehr Schatten auf die Module fallen könnte, was sie am Strom produzieren hindern und die Anlage damit wertlos machen könnte.

Wie befestige ich eine Mini-Solaranlage?

Welche Montagart zulässig ist, gibt der Hersteller vor. Wichtig ist, dass die Befestigung in jedem Fall starken Windböen standhält und ein eventuell mobiles Gestell ausreichend beschwert wird.

Eine Befestigung mit Kabelbindern ist in keinem Fall ausreichend (zumal diese durch UV-Einwirkung brüchig werden)! Hält man sich exakt an die Herstellervorgaben, ist dieser auch dafür verantwortlich, dass die gewählte Befestigungsart den geforderten Sicherheitsrichtlinien entspricht.

Zusätzlich muss die Befestigung eventuelle Anforderungen des Baurechts einhalten.
Normale Glas-Folien-Module dürfen nur bis in maximal 4 m Höhe angebracht werden, wenn außerdem niemand direkt unter die Verglasung treten kann. Soll die Anlage in größerer Höhe befestigt werden, muss auf Glas-Folien-Module mit Sicherheitsglas oder am besten Kunststoff-Module zurückgegriffen werden. Kunststoffmodule wie unsere black tiger SUPER-FLACH, wiegen deutlich weniger und können nicht brechen. Damit wird der Sicherheit für Fußgänger Rechnung getragen und auch künftige Umzüge erleichtert.

Ist eine Notstromversorung mit einer Solaranlage für die Steckdose möglich?

Leider nein. Genau wie auch größere PV-Anlagen, muss eine Mini-Solaranlage auf dem Balkon aus Sicherheitsgründen automatisch abschalten, wenn der öffentliche Strom ausfällt. Um eine netzunabhängige Versorgung zu ermöglichen, müsste die Anlage als sogenannte Inselanlage aufgebaut werden. Dies zieht allerdings wieder neue Regularien als die hier besprochenen nach sich.

Mini-Solaranlage mit Speicher

Solaranlagen für die Steckdose sind normalerweise dazu gedacht, den produzierten Strom direkt zu verbrauchen – keine Einspeisung ins öffentliche Netz, keine Speicherung. Daher auch die vereinfachte Anmeldung beim Marktstammdatenregister und den Netzbetreibern gegenüber größeren PV-Anlagen.

Sinnvoll ist es daher, vor allem kleine Haushaltsgeräte mit Akku zu laden, während die Anlage arbeitet. Von elektrischen Zahnbürsten bis zum Handy, finden sich sicher in jedem Haushalt genügend Verbraucher, um keinen Strom ungenutzt zu lassen. Wie oben bereits besprochen, ist aber auch der gezielte Stromverbrauch durch Laufenlassen von leistungsstarker Geräten zur richtigen Zeit, eine gute Möglichkeit der optimalen Nutzung ohne Speicher.

Dennoch ist es technisch möglich, den Strom der Solaranlage zu speichern. War man den ganzen Tag nicht zuhause und konnte den Strom nicht wirklich nutzen, steht er damit zum Beispiel am Abend zur Verfügung, wo man ihn verbrauchen kann.

Wie beim Thema Notstrom bereits erwähnt, handelt es sich dann allerdings nicht mehr um eine explizite Stecker-Solaranlage, wie sie vom Gesetzgeber für das vereinfachte Anmeldeverfahren anerkannt und genehmigt ist.

Fazit

Eine Balkon-Solaranlage für die Steckdose oder die Solartasche aus dem Camper als stationäres Modul im Haus verwendet, kann einen Beitrag zur Kosteneinsparung im Haushalt und darüber hinaus zum allgemeinen Umdenken leisten.
Wichtig für eine möglichst rasche, finanzielle Amortisierung ist die Nutzung der ertragreichen Mittagsstunden. Eine Speicherung des Energieertrags zur Nutzung des Stroms in den Abendstunden ist technisch möglich, fällt aber rechtlich nicht in die Kategorie der Balkon-Solaranlagen mit vereinfachter Anmeldung.


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für und mit Autoterm beim Dolde-Webinar

Wir sind für und mit Autoterm beim Webinar von Uli Dolde

Als langjähriger Distributor von Autoterm Europe haben wir schon einige gemeinsame Projekte wie Entwicklung und Tests des Höhenkits der Luftstandheizungen und Beta-Test des Autoterm Comfort Control Bedienteils durchgeführt.

Das nächste gemeinsame Projekt steht bereits in den Startlöchern: am 21. November 2022 um 19:30 sind wir in Riga, um gemeinsam mit den Kollegen von Autoterm unser Know-How im kostenlosen Webinar von wohnmobil-selbstausbau.com einzubringen.

In dem von Ulrich Dolde veranstalteten Webinar zum Thema „Standheizung im Expeditionsmobil“ sind neben Autoterm auch Vertreter von Alde, Eberspächer und Truma geladen.


Wir sind gespannt auf die Veranstaltung und den Austausch mit den anderen Herstellern und mit den Webinar-Teilnehmern. Es wird um Pro und Kontra für Gas- und Dieselheizungen im Reisemobil gehen, um Unterschiede zwischen den Systemen aber auch um deren Einbau, Betrieb, Wartung und eventuelle Reparaturen.

Wenn du also wissen willst, welche Heizung die richtige für dich ist und welche Vor- und Nachteile es bei Luft- und Wasserheizungen gibt, dann melde dich jetzt kostenlos an:

Lust, dieses Webinar mit einem Freund zu schauen? Zeig es ihm:

Und bis dahin?

Schau doch mal in unsere informativen Artikel, hier im Online-Magazin! Du findest hier eine stetig wachsende Auswahl an Themen, die dir weiterhelfen können. Wir empfehlen dir zum Beispiel:

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Energiemenge im Camper – So berechnest du deinen Strombedarf

Energiemenge im Camper –
So berechnest du den Strombedarf

Was sind die großen Knackpunkte beim Energieverbrauch im Camper und wie wird berechnet, mit welchem Tagesverbrauch man ungefähr rechnen muss?

Lars und Martin erklären, wie die benötigte Energiemenge ganz einfach ausgerechnet wird und nach welchen Kriterien auch die stark schwankende Leistungsaufnahme bestimmter Verbraucher leicht auf einen durchschnittlichen Wert für eine sinnvolle Berechnung gebracht werden kann.

Energiemenge im Camper – Das Video zum Thema

Wattstunden vs. Amperestunden

Wenn du eine Energiemenge als durchschnittlichen Tagesbedarf bestimmen und dafür die passende Batterie auswählen möchtest, gibt es ein Problem. Während der Stromverbrauch normalerweise in Wattstunden angegeben und berechnet wird, weist das Etikett der Batterie die Angabe Amperestunden auf. Die Werte lassen sich also nicht auf den ersten Blick vergleichen.

Warum also überhaupt in Wattstunden rechnen und was ist eigentlich der Unterschied?

  1. Die Spannung im System schwankt. Je nach Ladezustand der Batterie usw. stimmt die Angabe Amperestunden nur so ungefähr.
  2. Ein Großteil der Reisefahrzeuge hierzulande arbeitet mit einer Bordnetzspannung von 12V … einige aber auch mit 24V. Außerdem sind fast immer 230V oder sogar noch 110V Steckdosen eingebaut. Die zur Verfügung stehenden Amperestunden sind bei all diesen Systemen unterschiedlich (da der Strom in Ampere proportional zur Spannung steigt).

Wattstunden dagegen bleiben immer gleich, egal von welcher Spannung die Rede ist. Wir vergleichen also nicht etwa Äpfel mit Birnen und rechnen dabei auch genauer und mit weniger Fehlern.

Nicht umsonst sind Wattstunden die universelle Einheit, die zur Angabe von Energiemengen herangezogen wird. Egal, ob es sich um die Rechnung vom Stromanbieter zuhause handelt, um einen möglichen Solarertrag oder die Angabe zur Leistungsaufnahme eines elektrischen Gerätes – alles wird in Wattstunden angegeben.

Beim Vergleich und der Berechnung von Energiemengen kommen wir mit dieser Einheit also gut zurecht, ohne ständig umrechnen zu müssen.

Benötigte Energiemenge für den Camper berechnen – So geht’s

Die meisten Reisefahrzeuge, egal ob zu Lande oder auf dem Wasser, sind mit einer gewissen Grundausstattung an elektrischen Verbrauchern ausgerüstet. Dazu zählen etwa ein Kompressorkühlschrank / Kühlbox, Heizung, Wasserpumpe, Licht usw.

Bei der Berechnung der benötigten Energiemenge machen uns dabei natürlich die größten Verbraucher auch die größten Sorgen. Wie wir gleich sehen werden, fällt im Verhältnis dagegen ein kleiner LED-Spot, der am Abend leuchtet, kaum ins Gewicht und macht an der grundsätzlichen Entscheidung für eine zu verbauende Batteriekapazität nicht viel aus.

Um zu berechnen, wie viel Energie wir beispielsweise an einem Tag verbrauchen, benötigen wir die Leistungsaufnahme der Geräte in Watt und die Zeit in Stunden, in der jedes einzelne davon ungefähr pro Tag betrieben wird. Denn die Rechnung ist ganz einfach:

Leistung in Watt x Zeit in Stunden = Wattstunden.

Diese sehr einfache Rechnung funktioniert ohne weiteres Nachdenken mit allen Geräten, die auf einer feststehenden Stufe entweder ein- oder ausgeschaltet sind. Eine Lampe zum Beispiel. Wie viel Watt das Leuchtmittel hat, steht drauf und wenn diese abends zwei Stunden zum Lesen eingeschaltet wird, ist unsere Rechnung schon komplett.

Gehe also durch deinen Camper und multipliziere die Leistung in Watt jedes Verbrauchers, mit der Zeit, die du ihn pro Tag benutzt.

Addiere zum Schluss alle Werte und du erhältst deinen Tagesbedarf.

So weit, so einfach. Es gibt jedoch auch Geräte, die es uns etwas schwieriger machen.

Der Kühlschrank

Auf Kühlschränken und -boxen ist wie auf den allermeisten elektrischen Geräten eine Leistungsaufnahme in Watt auf dem Datenblatt angegeben.

Doch wie groß ist die Zeit, die du für den Betrieb ansetzen musst? Eingeschaltet ist der Kühlschrank in der Regel ja ständig, der Kompressor läuft jedoch nur, wenn die gemessene Innentemperatur einen gewissen Wert unterschreitet.

Herstellerübergreifend gibt es hierfür einen Richtwert, der besagt:

Ein Kühlschrank läuft bei 25°C Umgebungstemperatur 30% der Zeit.

Das heißt, bei 25°C im Reisefahrzeug, würde der Kompressor des Kühlschranks ungefähr 8 Stunden am Tag die auf dem Typenschild angegebene Leistung (je nach Größe oft so um die 60 Watt) verbrauchen.

Bei höhere Umgebungstemperatur springt der Kühlschrank öfter an, bei kühlerer seltener.

Beachte also: Wenn du die Sahara oder klimatisch heiße Länder wie Mexiko bereist, musst du damit rechnen, dass der Kühlschrank eventuell nicht 30% der Zeit, sondern im Extremfall sogar 24 Stunden läuft. Er verbraucht daher um ein Vielfaches mehr Energie, als die, mit der du gerechnet hast. Schnell werden Batteriekapazitäten so gesprengt und der Mehrverbrauch kann nur durch das vermehrte Nachladen von Strom (Landanschluss, Solar, Lichtmaschine …) kompensiert werden. So erging es zum Beispiel Anna und Anne, die sich in Mexiko eine zusätzliche Solartasche anschaffen mussten, um den Bedarf des Kühlschranks zu decken und die Lebensmittel in der großen Hitze weiter frischhalten zu können.

Für „normale Gefilde“ mit durchaus sommerlichen Temperaturen (aber guter Isolierung, damit der Camper nicht zur Sauna wird), lautet die ganz simple Rechnung mit unserem 60 Watt Beispielkühlschrank also wie folgt:

60 Watt x 8 Stunden = 480 Wattstunden

Auch dieser Verbrauch lässt sich natürlich noch etwas steuern. Steht die Kühlstufe auf Maximum oder legt man ständig warme Getränkedosen oder -flaschen nach, wird der Verbrauch selbstverständlich ebenfalls etwas höher ausfallen. Wenn dagegen keine leicht verderblichen Lebensmittel aufbewahrt werden und man eine kleine Kühlstufe wählen kann, liegt der Verbrauch je nach Umgebungstemperatur möglicherweise darunter.

Wie wir sehen, kann der Verbrauch des Kühlschranks ziemlich variieren. Gleichzeitig ist er ein großer Posten auf der Liste der Geräte, die mit elektrischem Strom versorgt werden wollen. Man sollte also ungefähr wissen, womit man kalkulieren muss und die dafür veranschlagte Energiemenge eventuell auch nach den Reisezielen ausrichten, um auf Nummer Sicher zu gehen.

Die Heizung

Unsere robusten Dieselstandheizungen beispielsweise machen es einem auf den ersten Blick noch schwieriger. Hier sind direkt zwei Leistungsangaben in Watt zu finden – nämlich 29 und 2000 (respektive sogar 4000) Watt.

Auch wenn man angesichts der Menge von 2000 Watt erst einmal erschrickt: Für die hierbei gemeinte Heizleistung ist natürlich der Diesel zuständig, der zur Erwärmung der Raumluft verbrannt wird. Diese Angabe kann zur Berechnung des Strombedarfs also getrost hintenüberfallen.

Strom verbraucht die Standheizung aber trotzdem. Lüfter, Steuerungselektronik, Kraftstoffpumpe, Display … das alles will mit elektrischer Energie versorgt sein. Beim Hochfahren der Heizung aus dem kalten Zustand kommt auch noch eine Glühkerze zum Vorwärmen der Brennkammer hinzu. Das heißt, wenn die Heizung anläuft, verbraucht sie erst einmal eine ganze Menge mehr Strom als im anschließenden Normalbetrieb.

Mit wie viel Watt rechnet man durchschnittlich also wirklich?

Als Experten für Autoterm Standheizungen rechnen wir mit einem Verbrauch von ca. 18 bis 20 Watt im Normalbetrieb.

Ob die Heizung über einen bestimmten Zeitraum mehr oder weniger Strom verbraucht, variiert also durch die Anzahl der Starts und das erneute, energieintensive Vorheizen des Brennraums. In vielen Fällen ist es sinnvoller, die Heizung durchlaufen zu lassen, als sie ständig manuell, oder über den entsprechenden Modus automatisch ein- und ausschalten zu lassen – und dies nicht nur aufgrund des Stromverbrauchs.

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Ist es draußen knackig kalt und es lohnt nicht, die Heizung zwischendurch abzuschalten, weil das Reisefahrzeug sofort anfängt auszukühlen, muss man im Extremfall also mit 24 Stunden mal ca. 20 Watt rechnen. Neben dem Kühlschrank kommen wir so auf die nächste halbe Kilowattstunde.

Im schlimmsten Fall (also im „Winter“), liegen wir in unserem Camper also mit 24 Stunden Heizbetrieb und einem Kühlschrank, der mit 60 Watt Verbrauch täglich 8 Stunden läuft, schon bei 1 kWh Energiebedarf pro Tag. Bei Verwendung einer kleineren Kühlbox und milden Umgebungstemperaturen, die einen stundenweisen Heizbetrieb zulassen, kommen wir dagegen mit einer halben Kilowattstunde aus.

Wie wir hier schon leicht erkennen können, ist Winterurlaub im Camper mit wesentlich höherem Energiebedarf verbunden, zumal durch die kürzeren Tage beispielsweise das Licht länger eingeschaltet wird. Gleichzeitig kommt weniger Strom durch Solarenergie rein. Dem Winterbetrieb muss bei der Berechnung der zu verbauenden Batteriekapazität also unbedingt Rechnung getragen werden.

Induktives Kochen

Kochen mit Strom auf dem Induktionskochfeld stellt eine energie- und kostenintensive Entscheidung dar und sollte deshalb gut überlegt werden.

Lars und Martin haben einen üblichen Energiebedarf beim Kochen mit Strom einmal durchgerechnet. Sie kommen dabei auf ein Minimum von 700 Wattstunden, üblicherweise jedoch eher über 1000 Wattstunden pro Tag, allein fürs induktive Kochen.

Neben der Auslegung der Größe von Batterien hängt die Dimensionierung der gesamten elektrischen Anlage mit dieser Entscheidung zusammen.


Der Artikel „Kochen mit Strom – Lohnt sich das für mich, oder doch lieber Gas?“ erscheint in Kürze in unserem Magazin. Abonniere den tigerexped Newsletter, um keine interessanten Themen oder News zu neuen Produkten zu verpassen.

Wenn du in der Planungsphase und unsicher bist: Lass dich von Lars oder einem unserer anderen Experten telefonisch beraten. Sie erstellen ein Komplettangebot für eine Anlage, die deine persönlichen Wünsche erfüllt und zu deinem individuellen Budget passt – bis hin zur kleinsten Sicherung, damit alles perfekt funktioniert. Einbauen kannst du die Anlage dann im Baukastensystem mit Schaltplänen und Einbauanleitung. Unsere Beratungen sind kostenlos und unverbindlich.

Arbeiten unterwegs

Arbeiten am Laptop kann ebenfalls zu einem erheblichen Posten beim Stromverbrauch werden.

Um einen Anhaltspunkt für den üblichen Verbrauch des eigenen Laptops zu bekommen: Der auf dem Netzteil angegebene Wert in Watt, gibt den Verbrauch bei maximaler Leistung, maximaler Helligkeit des Displays und leerem Akku an.

Im Normalbetrieb, für ein bisschen Büroalltag mit E-Mails bearbeiten usw., können wir realistischerweise von ca. 30% des angegebenen Wertes ausgehen. Diesen multiplizieren wir, wie immer, mit den Betriebsstunden und kommen so auf eine Wattstunden-Größenordnung für unseren Arbeitstag.

Mit oftmals ca. 25 – 30 Watt x Arbeitszeit, ist man in der Regel auf der sicheren Seite.

Anders sieht es aus bei 4K Videorenderings für YouTube oder auch Gaming usw. In diesen Fällen ist eher von 70% der maximalen Stromaufnahme auszugehen, was bei den dafür ausgelegten Rechnern dann auch ganz erheblich in die Berechnung der benötigten Gesamtenergiemenge einfließt.

Denke dabei auch an eventuell zusätzliche Monitore, die in die Rechnung eingehen müssen. Ihre Auswirkung ist groß. Bei 50 Watt für ein 27-Zoll-Display und 8 Stunden Arbeit = 400 Wattstunden, übersteigt der Energiebedarf den der reinen Büroarbeit, mit z.B. 30 Watt x 8 Stunden = 240 Wattstunden.

Zwei Personen, die beide remote am Rechner arbeiten und einen externen Monitor betreiben, haben daher einen ähnlichen Energiebedarf wie das induktive Kochen!

Andere Verbraucher

Das Typenschild mancher elektrischen Verbraucher im Camper, wartet mit enormen Angaben zur Leistungsaufnahme auf. Die Druckwasserpumpe z.B., die mit 60, 70 oder auch mal 100 Watt ein Stromfresser zu sein scheint, fällt letztlich wenig ins Gewicht. Die aktive Zeit ist einfach zu kurz, um einen entscheidenden Ausschlag zu geben. Bei maximal 5 Minuten Betrieb pro Tag, ziehen selbst 100 Watt Verbrauch die Batterie nicht leer.

Andersherum ist es mit Verbrauchern wie Beleuchtung oder dem Laden von Smartphones. Selbst bei längerem Aufenthalt im Camper an dunklen, langen Wintertagen: Betrachten wir uns den Energiebedarf eines LED-Spots mit 3 oder 6 Watt, fällt dieser im Vergleich zu den bereits genannten Verbrauchern kaum ins Gewicht. Der Unterschied zwischen einer kurzen Betriebszeit von einer Stunde oder einer längeren von drei ist geradezu vernachlässigbar.

Bei schicken LED-Streifen können auch mal 15 oder 20 Watt als Nennwert auf dem Typenschild zu finden sein. Der Energiebedarf für 5 LED-Beleuchtungen muss aber natürlich auch nicht addiert werden, wenn man nur dort das Licht einschaltet, wo man es gerade braucht. Gerechnet mit einem Durchschnittswert von ca. 20 Watt für Beleuchtung, sollte man also auf der sicheren Seite sein.

Auch in einen Handyakku passt nicht genug elektrische Energie, um unsere Entscheidung für eine bestimmte Größenordnung an zu verbauender Akkukapazität ernsthaft überdenken zu müssen.

Energiebedarf für den eigenen Camper berechnen – Fazit

Es gibt beim Berechnen der benötigten Energiemenge in Camper, Wohnmobil oder Boot, bestimmte Knackpunkte, die die Planung der elektrischen Anlage in ganz neue Bahnen lenken.

Dazu gehört das Kochen auf Induktion, wie auch der tägliche Gebrauch eines Elektro-Backofens.

Der zweite Knackpunkt ist das Arbeiten unterwegs, das je nach Aufgabengebiet erheblichen Einfluss auf die Berechnung nimmt.

Bist du unsicher bei der Berechnung oder kennst dich mit der Auswahl der Komponenten nicht aus:
Wir helfen dir weiter und stellen mit dir eine sinnvoll nach Bedarf und Budget dimensionierte, sowie fachgerecht kombinierte Anlage zusammen.

Lies mehr über das tigerexped power pro Angebot und


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Warum brennt eine 100A Sicherung bei 100A nicht durch?

Warum brennt eine 100A Sicherung
bei 100A nicht durch?

Diese gute Frage eines Kunden erreichte uns nach dem Kauf einer unserer Sicherungsautomaten. Trotz des angegebenen Werts von 100A für die Sicherung, löste dieser bei gemessenen 100A nicht aus.

Ist der Sicherungsautomat also kaputt?

Um das zu klären, beschäftigen wir uns jetzt einmal mit Aufbau und Verhalten von Sicherungen, die nach dem thermischen Prinzip arbeiten.

Kurze Begriffsklärung vorab: Sicherung vs. Sicherungsautomat

Unter einer Sicherung verstehen wir gemeinhin ein Einweg-Produkt. Einmal durchgebrannt, ist sie kaputt und muss ersetzt werden.

Ein Sicherungsautomat dagegen brennt nicht durch, sondern löst aus. Er kann mit dem Umlegen eines kleinen Hebelchens wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt und damit dauerhaft und immer wieder verwendet werden. Unsere tigerexped Sicherungsautomaten lassen übrigens auch das manuelle Trennen des Stromkreises zu (das entspricht also dem „ziehen“ einer normalen Sicherung). So kann z.B. gefahrlos im Stromkreis gearbeitet, und dieser anschließend durch das Hebelchen wieder geschlossen werden.

Wie funktioniert eine Sicherung

Eine Sicherung brennt durch (oder löst aus, im Falle eines Sicherungsautomaten), wenn das Bimetall, das sich in ihrem Inneren befindet, warm wird.

Das bedeutet es darf nicht bereits warm sein, wenn die angegebene Amperezahl erreicht wird, sonst könnte die Sicherung dieser Strombelastung (bei der sie noch nicht durchbrennen soll), nicht dauerhaft standhalten und würde viel zu früh durchbrennen.

Um den entscheidenden Temperaturunterschied zu erzeugen, muss also noch mehr Strom fließen.

Zeit vs. Strom

Schaut man in die Datenblätter von Sicherungsherstellern oder, wie in unserem Fall, einfach auf die Packung des von unserem Kunden gekauften Sicherungsautomaten, wird man Tabellen oder Graphen finden, die Zeiten und Ströme angeben.

Dabei ist gut zu erkennen, dass jede Sicherung deutlich mehr aushalten kann, als der auf ihr angegebene Wert. Die aufgedruckte Amperezahl kann teilweise minutenlang um 150 – 200% überschritten werden, bis der Punkt des Durchbrennens erreicht ist, bzw. hält die Sicherung für mehrere Sekunden sogar bis zu 500% des Wertes aus.

Es braucht also regulär eine Überschreitung der Strombelastung über den angegebenen Wert hinaus, was nicht nur zu einer stromtechnischen, sondern auch zu einer zeitlichen Verzögerung führt, bis das Bimetall heiß genug zum Durchbrennen ist.

Es gilt:
Je höher der Strom den angegebenen Wert übersteigt, desto kürzer die Zeit bis zum Durchbrennen.

Dieses Verhalten von Sicherungen ist also völlig normal. Der Sinn dahinter ist, dass sie im Dauerbetrieb bei dem angegebenen Wert noch nicht durchbrennen sollen, sondern erst darüber.

Verhalten von Sicherungen - Temperatur vs. Strom
Verhalten eines tigerexped Sicherungsautomaten – Verhältnis Strombelastung zu Zeit bis zum Auslösen

Könnte eine Sicherung nicht auch punktgenau auslösen?

Nein. Sicherungen, die nach einem thermischen Prinzip arbeiten, können nicht für punktgenaues Durchbrennen oder Auslösen verwendet werden.

Würde man, wie in unserem Beispiel, den Stromkreis bei exakt 100A trennen wollen, müsste eine Strommessung in den Stromkreis eingebaut und auf andere trennende Elemente wie Relais, MOSFET o.ä. zurückgegriffen werden.

Fazit

Eine Sicherung, die nicht exakt bei dem aufgedruckten Wert auslöst, ist nicht kaputt.

Damit sie im Dauerbetrieb nicht zu früh durchbrennt, muss die auf das Bimetall wirkende Hitze erst erhöht werden und dies geschieht durch eine über dem Nennwert liegende Strombelastung. Je höher der Strom dabei über dem aufgedruckten Wert liegt, desto kürzer die Zeit, bis das Bimetall zu heiß und das Durchbrennen ausgelöst wird.

Sicherungen nach thermischem Funktionsprinzip können aus diesem Grund nicht für punktgenaues Auslösen verwendet werden.

In den Datenblättern der Hersteller sind Tabellen und Graphen zum Verhalten der jeweiligen Sicherung zu finden.


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TWIN 2-Kit Standheizungssystem – Das Optimum für Fern- und Langzeitreisen

TWIN 2-Kit Standheizungssystem – Das Optimum für Fern- und Langzeitreisen

Manchmal ist es verrückt: Man möchte ein Reisefahrzeug heizen – ein relativ großes Reisefahrzeug (jenseits 16 Kubikmeter Innenraum) – und bekommt an jeder Ecke unterschiedliche Aussagen: Wir selbst propagieren seit Jahren „Bau die Kleine ein, reicht völlig“, in Foren liest man dagegen gerne „Kauf die Große, kostet nen Zwanni mehr und du kriegst die doppelte Leistung!!!“. In Summe kann man eigentlich nur sagen: Das ist der falsche Ansatz.

2 kW- oder 4 kW-Standheizung: Diese 3 Fragen solltest Du dir stellen

  • Wie groß ist mein Fahrzeug?
  • Wie gut ist mein Fahrzeug isoliert?
  • Welche Kontinente will ich bereisen und zu welchen Jahreszeiten heizen?

Die erste Frage klärt man schnell, ab ca. 16 Kubikmeter Volumen kann man eventuell über mehr als 2kW nachdenken. Kann. Eventuell.

Das führt uns zu Frage zwei. Wenn ich sowieso 6cm Wände habe, reichen mir vielleicht immer noch die 2kW denn ich verliere schlichtweg kaum etwas. Wenn ich nur 19mm Armaflex in einen 7m Ducato mit offenen Frontscheiben habe, dann reichen die 2kW vermutlich nicht mehr so ganz.

Allerdings ist die große Frage am Schluß:

Wohin will ich eigentlich und zu welcher Jahreszeit?

Jetzt wird es kritisch. Mit 2kW kann ich ein sehr gut isoliertes Fahrzeug auch unter 0 Grad problemlos heizen. Ab -15°C möchte man vielleicht schon eher 4kW zur Verfügung haben. Ein schlecht isoliertes Fahrzeug bei 0 Grad mit 2kW – keine Chance. Da brauche ich die 4kW dann definitiv.

D.h. aber im Klartext: Wenn ich mit 6m Aussenwand den Winter in Marokko verbringe, reichen 2kW völlig. Nehme ich dasselbe Fahrzeug für einen Winter in der Türkei, können es schon mal -30!°C werden und ich würde defintiv 4kW verbauen. Die Frage, die am Ende alles entscheidet, und welche man selbst REALISTISCH einschätzen muss:

Wie groß ist der Spagat, den ich abdecken muss?

Reise ich wirklich mit nennenswerten Reisetagen zwischen 10 und -45°C? Reise ich eigentlich nur in der Übergangszeit? Ist mir mein Auto bis in den Herbst hinein warm genug und ich möchte erst zur Skisaison heizen? Bleibe ich in Europa, oder bin ich ein paar Jahre abseits der Zivilisation ganzjährig unterwegs?

Wer braucht also wirklich eine 4 kw-Standheizung?

  • Kleine Fahrzeuge unter 16 Kubikmeter, brauchen vermutlich nie mehr als 2 kW. Sonderfälle gibt es immer – kaum gedämmter Transporter in Sibirien, zum Beispiel.
  • Große, schlecht isolierte Fahrzeuge, können theoretisch direkt 4kW einbauen, aber nur dann, wenn sie in der Übergangszeit kaum heizen. Also nur dann, wenn die Besitzer der Meinung sind, dass die Heizsaison erst im November (in Europa) beginnt. Wer eine Frostbeule ist und schon ab 15°C Aussentemperatur von der Standheizung träumt, ist mit einer einzelnen 4kW-Heizung hier falsch.
  • Für alle anderen Fälle gibt es unser TWIN 2-Kit, das aus zwei einzelnen 2 kW Heizungen besteht.

Aber was ist mit der einzelnen 4kW-Heizung? Die kostet doch viel weniger!

Richtig, eine Heizung kostet weniger als zwei. Aber: WENN Mein Ziel potentiell alle Kontinente zu jeder Jahreszeit sind, dann habe ich ein großes Problem: In vielen Fällen betreibe ich meine Standheizung im unteren Teillastbereich, denn, sind wir mal ehrlich, die Extreme sind dann doch eher selten. D.h. die Heizung wird nie ordentlich heiß werden, und auf Dauer schlichtweg verrußen. Wenn ich dann das Extreme wirklich treffe, dann ist die Heizung vielleicht völlig verkokt und tut gar nicht mehr das, was sie sollte. Verminderte Leistung ist nämlich die erste Folge, denn Ruß leitet keine Wärme – Ruß isoliert den Wärmetauscher bestens von den heißen Abgasen, sodass ich sehr bald wenig Spaß haben werde. Eigentlich hätte ich für die Übergangszeiten (meist der größere Anteil des Jahres…) nur eine 2kW-Heizung gebraucht, aber da ich noch Reserve für den Winter brauchte, habe ich doch die zu große 4 kW eingebaut.

Was macht die kleine Heizung dann besser?

Das ist sehr einfach: In der Aufheizphase läuft jede Heizung erst einmal auf voller Leistung, bis die Zieltemperatur erreicht ist. Wenn die 4 kW-Heizung nur 15 min braucht, dann braucht die Kleine viellicht 30 min. Das ist aber auch genau der Vorteil, denn in 15 min ist eine Heizung gerade mal 10 min auf Betriebstemperatur und konnte sich noch nicht richtig freibrennen, während die kleine Heizung schon 25 min Feuer hatte, und somit ihre Brennkammer freibrennen konnte. Zusätzlich muss man sich folgendes vorstellen: Wenn ich eine 4 kW-Heizung auf 1 kW laufen lassen, dann brauche ich ein genauso großes Feuer (identische Spritmenge) wie bei einer kleinen Heizung. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass eine 4 kW-Heizung eine doppelte so große Brennkammer und einen (oberflächenmäßig) doppelt so großen Wärmetauscher wie eine 2 kW-Heizung hat. Die Brennkammertemperaturen können also im Niedriglastbereich bei der 4 kW-Heizung nicht immer optimal sein, weil hier mit der gleichen Energie „das größere Haus geheizt werden muss“. Wenn also viel Niedriglast zu erwarten ist, sollte man die 2 kW-Heizung einsetzen.

Was kann nun das TWIN 2-Kit so besonders gut?

Was auf den ersten Blick wie ein schlechter Scherz der Standheizungsmafia klingt, hat in wirklich einen einen ernsten Hintergrund. Dieses Kit kombiniert zwei einzelne 2kW-Heizungen zu einem Gesamtsystem, ohne die beiden Heizungen elektrisch zu koppeln. Das bedeutet im Klartext:

  • Mit dem TEX TWIN Doppel-Einbauflansch für extra starke Kabinenböden kann ich zwei Einzelheizungen auf engstem Raum mechanisch integrieren, während ich in der ganzen Kabine trotzdem nur ein einzelnes Warmluftsystem installieren muss. Es gibt keine mechanischen Teile wie Luftstromventile o.a., einzig der Venturi-Effekt sorgt für eine reibungslose Funktion des Gesamtsystems.
  • Ich kann volle 4 kW Heizleistung haben, kann aber die komplette Übergangszeit mit einer einzelnen 2 kW-Heizung klarkommen. Das ist überhaupt der wichtigste Vorteil. Warum? Weil eine einzelne 4 kW-Heizung in der ganzen Übergangszeit einfach nur verrußen würde, da sie ständig im niedrigsten Lastbereich betrieben wird.
  • Ich habe die volle Redundanz von zwei absolut identischen Heizungen, was gerade für Reisen ins winterliche Sibirien oder weit ab von der Zivilisation absolut wichtig ist. Ich kann es mir nicht erlauben, bei -45°C vielleicht ein paar Nächte ohne Heizung dazustehen. Genauso wenig kann ich irgendwo im völligen Outback bei Fehlfunktion irgendwelche Ersatzteile beschaffen – je nach Witterungsbedingungen ist es (über-)lebenswichtig, dass die Heizung funktioniert.
  • Natürlich haben beide Heizungen ein integriertes Höhenkit und das TWIN 2-Kit ist auch als Warmduscher-Kit konfigurierbar.

Optional kann ich das Kit voll schalldämpfen, d.h. sowohl auf der Ansaugseite als auch auf der Warmluftseite sind entsprechende Schalldämpfer als Option erhältlich, die aus dem System eine flüsterleise Angelegenheit machen. Gerade in großen Expeditionsfahrzeugen mit teilweisen Doppelböden usw. kann so ein System problemlos mit eingeplant werden und dem Besitzer fortan über alle Kontinente und durch alle Jahreszeiten begleiten.

TWIN 2-Kit von tigerexped mit Schlafgut-Schalldämpfern und TWIN Einbauflansch für Autoterm Standheizungen

Welche Heizung regelt was?

Findige Regelungstechniker haben sicher schon heimlich darüber nachgedacht, was denn wohl passieren würde, wenn ich jetzt 2 Heizungen gleichzeitig im Temperaturmodus laufen lasse… Wer pendelt sich wo ein? Beide in der Mitte? Einer ganz oben und einer ganz unten? Die Antwort ist: Kann man nicht wissen. Daher machen wir das anders. Wir lassen eine Heizung auf Leistung laufen, d.h. wir geben eine feste Leistung vor, das ist sozusagen der Grundwärmebedarf. Die zweite Heizung sitzt dann leistungsmäßig oben drauf und macht die Temperaturregelung.

Beim initialen Aufheizen kann man also einfach den Knopf der zweiten Heizung dazudrücken, bei Bedarf dann deren Leistung einfach reduzieren. Die zweite Heizung passt sich ganz automatisch an und füllt die jeweilige Lücke bis zur Wunschtemperatur. Wenn es nicht so kalt ist, kann man die erste Heizung auch einfach abschalten, während die zweite die erreichte Temperatur hält und regelt. In richtigen Extremen kann man so problemlos 4kW erzeugen.

Das ist unserer Meinung nach die einzig sinnvolle Variante für den ganz großen Spagat durch alle Jahreszeiten, wenn das zu beheizende Volumen deutlich jenseits eines normalen Vans liegt. Es ist wie auch schon das Warmduscher Kit ein wunderbar einfaches System, ohne viel Schnickschnack.

Betrieb des Twin 2-Kit mit Warmwasserboiler

Soll die Heizungsluft über einen Boiler mit Wärmetauscher auch für heißes Wasser sorgen, wird der Boiler direkt hinter eine der beiden Heizungen im System integriert. Eine Zusammenführung der Warmluftverrohrung darf erst nach dem Boiler erfolgen!

TWIN 2-Kit auf Einbauflansch

Hier geht’s direkt zum TWIN 2-Kit im tigerexped Shop mit allem, was du brauchst:

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Dos & Don’ts beim Einbau einer Luftstandheizung

Dos & Don’ts beim Einbau einer Luftstandheizung

Aus Erfahrungswerten wollen wir hier ein paar wiederkehrende Einbaufehler aufzeigen, bzw. richtige und ungünstige Einbauten von Autoterm Air 2D und 4D (ehemals Planar) Luftstandheizungen gegenüberstellen.

Diese Infos ersetzen nicht die Einbauanleitung! Bitte beachte die ausführlichen Hinweise darin für eine einwandfreie Funktion.

Warmluftverrohrung

Do

  • Geradlinige Warmluftführung, ggf. sanfte Bögen
  • Verteilung über Y-Stücke
  • Durchsatz (Rohrduchmesser) beibehalten (evtl. vergrößern; Achtung, dies verändert den Strömungsdruck)
  • für einen ungehinderten Luftfluss sorgen, Strömungswiderstände vermeiden
  • Das Gleiche gilt für die Ansaugseite.

Don’t

  • Harte Winkel
  • Harte T-Verteilung
  • Durchsatz verringern (engere Rohrdurchmesser verwenden)
  • all dies kann Verwirbelungen und ein Ausbremsen des Luftstromes zur Folge haben. Bei einem Hitzerückstau wird die Heizung runterregeln oder ausschalten.
  • Das Gleiches gilt aber auch für die Ansaugseite

Außenansaugung der Heizluft

Do

Wenn überhaupt, dann am besten mit Regelklappe und nur wenn sichergestellt ist, dass saubere, abgasfreie, trockene Luft angesagut wird!

Don’t

  • Am besten nicht von außen ansaugen! Von draußen könnten Abgas, Schmutz, Nebel etc. angesaugt werden.
  • Die Heizung läuft effizienter, also sparsamer und damit auch leiser im Umluftprinzip mit Raumluft.
  • Um verbrauchte und feuchte Luft loszuwerden, empfehlen wir richtiges Lüften.

Tankentnahme

Do

  • Mitgeliefertes Tankentnahmerohr oder Fuel Fix in den Fahrzeugtank setzen
  • T-Stück auf Tankentnahme von bereits vorhandenem Zuheizer setzen
  • T-Stück auf Rücklauf oder ggf. Vorlauf setzen, nur sofern System und Druckverhältnisse bekannt und geeignet sind (siehe hierzu unseren Gastbeitrag 5 Grunde, die gegen ein T-Stück sprechen)

Don’t

  • Aus Bequemlichkeit ohne Hintergrundwissen einfach ein T-Stück setzen
  • T-Stück auf einen zu kurzen Rücklauf setzen (die Heizung bekommt keinen Treibstoff, sobald der Tank etwas leerer ist)
  • T-Stück auf einen Vor- oder Rücklauf unter Druck setzen (schwere Fehlfunktion, Gefahr und Rauch wenn die Heizung mit Diesel geflutet wird)

UNTERFLURMONTAGE

Do

  • Beim T5/T6, wo der geschützte Einbauort und die Warmluftführung werksseitig vorbereitet sind
  • Gut geschützt vor Nässse und Verschmutzung (z.B. in einer TexBox2)
  • Innenansaugung der Raumluft aus oben genannten Gründen – also mit 2 Löchern im Fahrzeug
  • Warmluftverrohrung in langen Bögen, wobei ggf. wertvolle Wärme verloren geht

Don’t

  • Bei den meisten Vans, bei denen die Warmluftführung nicht vorbereitet ist und kein geschützter Unterflur-Einbaurt vorgesehen ist
  • Auch Edelstahlkästen (TexBox2) schützen nur bedingt, Achtung: Offroading und Wasserdurchfahrten sind auch damit nicht möglich, ohne dass die Heizung Schaden nehmen kann!)
  • Raumluft außen unterm Fahrzeug ansaugen stellt eine Gefahr dar (Abgas)!
  • 90-Grad Bogen von der Heizung hoch ins Fahrzeug. Das wäre zwar der kürzesten Weg geht jedoch strömungstechnisch nicht (siehe Warmluft).

PUMPENMONTAGE

Do

  • Gut entlüften
  • Entkoppelt, möglichst freischwebend montieren (sicher „aufhängen“)

Don’t

  • Ohne Entlüftung fest an übertragenden Karosserieteilen befestigen. Hierdurch wird das mechanische Klacken der Pumpe ans Fahrzeug übertragen und wird stören und nerven.

DIMENSIONIERUNG

… Eigentlich kein Einbauthema, aber bei der Planung des Einbaus dennoch nochmal ansprechenswert.

Do

  • Zu beheizendes Raumvolumen realistisch berechnen (abzüglich Schränke, Bänke etc.)
  • Überwiegende(!) Nutzungszeit der Heizung definieren (wieviel Prozent nimmt Wintercamping gegenüber der Übergangszeit ein?)
  • Fahrzeug vernünftig dämmen (bedenke Kondenzwasser bei ungedämmten Fahrzeugen und Flächen)
  • Fahrzeug auf Temperatur halten, nicht auskühlen lassen. (Die Heizung kann und soll durchlaufen, das ist besser für die Lebensdauer der Heizung und energieeffizienter als ständige Neustarts)

Don’t

  • Überdimensionieren (läuft die Heizung dauerhaft auf kleiner Stufe wird die Brennkammer verrußen; hat die Heizung auf kleinster Stufe noch zu viel Leistung, wird es v.a. in der Übergangszeit wärmer als einem lieb ist)
  • Aufs Extrem dimensionieren, welches aber nur selten eintrifft (die Heizung ist in der überwiegenden restlichen Zeit nicht richtig dimensioniert, was für Schaden an der Heizung und Unmut bei den Nutzern führen kann)
  • Fehlende Dämmung mit Heizleistung kompensieren (Kondenzwasser im Wohnraum)
  • Häufiges An- und Ausschalten, Fahrzeug auskühlen lassen (Ineffizient und immer wieder niedrige Brennkammertemperaturen, die das Verrußen fördern)

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Campermöbelbau mit STECK + WEG

Campermöbel selber bauen mit
STECK + WEG

Campermöbel selber bauen ist gar nicht so einfach. Nicht nur muss alles stabil genug sein, um bei ständiger Vibration nicht auszuschlagen – in den Fahrzeugen sind auch noch jede Menge Rundungen und Winkel vorhanden, Fahrzeugform und sonstige Ausbaukomponenten müssen. zur Platzoptimierung außerdem bestmöglich aufeinander abgestimmt werden.

Mit STECK + WEG gelingt ein individueller Campermöbelbau auch dem Nicht-Schreiner und sieht hinterher garantiert professionell aus.

CAMPERMÖBELBAU MIT STECK + WEG – WIE FUNKTIONIERT DAS

Das System macht den Möbelbau fast so einfach wie Lego. Der individuelle Baukasten enthält verschiedene Aluminiumprofile, dazu ein großes Sortiment unterschiedlicher Systemverbinder. Aus diesen einfachen Elementen kannst Du ein Grundgerüst für Campermöbel selber bauen.
Profile auf entsprechende Längen kürzen, Teile zusammenstecken – fertig.

Alles ist möglich: Ob um Radkästen herum, geradlinig, um die Ecke oder mit verschiedenen Höhen. Steckverbinder in unterschiedlichsten Varianten lassen keinen Winkel ungenutzt. Das Baukasten-Sortiment reicht von einfachen 2D L-Verbindern über Mehr-Wege 3D Eckverbinder bis zu individuell verstellbaren Winkelverbindern.

Ist der Korpus fertig zusammengebaut, fehlen nur noch Verkleidungen und Türen Deiner Wahl.

Welches Material kann ich als Verkleidung für STECK + WEG wählen

Die Flächen des STECK + WEG Camper Möbelbausystems können mit Echtholz, Multiplex, Aludibond oder anderen Materialien verkleidet werden – je nach persönlichem Geschmack. Speziell positionierte Auflageflächen sorgen dafür, dass Du Deine Auswahl nicht auf eine bestimmte Materialstärke beschränken musst.

Auf der einen Seite der Profile kann mit Materialdicken von 14 – 17 mm gearbeitet werden. Ideal für richtig schönes Holz, das ein cosy Vanlife-feeling zaubert. Indem Du die Profile anders herum nutzt, bekommst Du eine optimale Auflagefläche für 3 – 4 mm Materialstärke. Perfekt für Leichtbau in schlicht und schick.

Egal also ob rustikal oder mit quietsch bunten Möbelbauplatten – Dein Geschmack entscheidet.

Was brauche ich sonst noch?

Zur Fertigstellung Deiner Selbstbau-Möbel benötigst Du außer den Aluminiumschienen und Systemverbindern also noch die folgenden Dinge:

  • Möbelbauplatten für Fronten, Böden, Arbeitsfläche. Wie gerade schon angesprochen, kannst Du Deiner Fantasie hier freien Lauf lassen.
  • Verschlüsse und Scharniere für Türen, wenn gewünscht
  • evtl. Versiegelung oder Farbe, als Finish für Holz
  • Schubfächer oder Boxen, falls Du Deine Möbel damit ausstatten willst.

Für den Möbelbau extra Werkzeug anschaffen?

STECK + WEG ist darauf ausgerichtet, es Dir so einfach wie möglich zu machen. Du brauchst kaum mehr als einen Bohrer / Akkuschrauber. Zudem eine gute Säge, um die Aluminiumschienen auf die passenden Längen zu bringen.

Rechtwinklige Platten für Deinen Camper Möbelbau kannst Du Dir eventuell schon bei der Bestellung auf Maß schneiden lassen. Dank der Systemverbinder erhalten Deine Flächen automatisch anständige 90 Grad Winkel, sodass Du beim Konstruieren nicht höllisch aufpassen musst, dass nicht alles krumm und schief wird.

Möbelbau in Wohnmobil und Camper – individuell und mit Köpfchen

Das selber Bauen von Möbeln im Wohnmobil ermöglicht Dir höchste Individualität. Individuell heißt aber auch, dass Du selbst Deinen passgenauen Ausbau planen kannst – und musst. Auch wenn wir sonst gerne Kits- und Rundum-Sorglospakete anbieten, bei diesem System geht’s um Individualität und gestalterische Freiheit. Wir haben deshalb hier mal keine Fertigbausätze oder Pauschallösungen für Fahrzeug XY.

Also: Zücke das Maßband, spitze den Bleistift und viel Spaß beim Losplanen!
Eine Übersicht aller Profile und Steckverbinder auf die du bei STECK + WEG zurückgreifen kannst, findest du auf unserer Kategorieseite im Shop.

Entdecke die unterschiedlichen

  • Profile,
  • Steckverbinder und
  • Zubehör

Noch ein Tipp: Zur Befestigung von 14-17mm Möbelbauplatten reicht das Verschrauben / Verkleben / Vernieten an 2 Stegen aus. Dünne Materialien (Alu Dibond u.a.) sollten möglichst an 4 Stegen befestigt werden.


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Wassersystem im Wohnmobil winterfest machen

Wassersystem im Wohnmobil
winterfest machen

Wird ein Reisefahrzeug bei Frostgefahr nicht genutzt und beheizt, muss das wasserführende System unbedingt vor Einfrieren geschützt werden. Erhebliche Schäden können ansonsten die Folge sein und betreffen nicht nur die Zerstörung von Komponenten im Wassersystem, sondern das ganze Fahrzeug durch austretendes Wasser.

Folge dieser Schritt für Schritt Anleitung, um dein Wohnmobil vor Wasserschäden zu bewahren.

Der Vollständigkeit halber stellen wir hier auch die Vorgehensweise mit Frostschutzmittel vor. Wir empfehlen jedoch, nach der Methode ohne Frostschutzmittel vorzugehen.

WASSERSYSTEM IM WOHNMOBIL WINTERFEST MACHEN – SO GEHT’S

  • Entleere den oder die Wassertanks mittels Ablassventil.
  • Wenn kein Ablassventil vorhanden ist: Öffne alle Entnahmestellen und entleere den Tank über die Druckwasserpumpe.
    Achtung bei großen Wasservorräten: Gönne der Wasserpumpe nach 15 Minuten eine Pause von 15 Minuten, damit sie abkühlen kann.
  • Öffne alle Entnahmestellen (einschließlich des Ventils oder Abflusses am tiefsten Punkt des Wassersystems), um das restliche Wasser aus den Leitungen entfernen.
    Wichtig: Unbedingt an den Ablass des Warmwasserboilers denken, vor allem, wenn dieser nicht selbstständig bei Frostgefahr auslöst!
  • Das Leitungssystem von den Anschlüsse der Wasserpumpe lösen (eine Wanne zum Auffangen bereithalten) und die Pumpe laufen lassen, bis kein Wasser mehr austritt.
  • Die Kartuschen von eventuell vorhandenen Trinkwasserfiltern aus den Gehäusen entfernen und nach Vorgaben des Herstellers lagern.
  • Stromzufuhr zur Pumpe abschalten.
  • Alle Wasserhähne geöffnet lassen, damit potenziell gefrierendes Restwasser sich Platz verschaffen kann.

WASSERSYSTEM WINTERFEST MACHEN MIT FROSTSCHUTZMITTEL

ACHTUNG:
Bei der Verwendung von Frostschutzmittel bitte unbedingt auf die Verwendung eines ungiftigen, trinkwassergeeigneten Produktes achten!

KEINESFALLS dürfen KFZ-Frostschutzmittel hierfür verwendet werden, da diese hochgradig giftig sind! Unter Beachtung der oben genannten Vorgehensweise zur vollständigen Entleerung des Systems, ist keine Verwendung von Frostschutz erforderlich.

SO GEHT’S
  • Eine nach Herstellerangaben ausreichende Menge Frostschutz-Wassergemisch in den zuvor entleerten Tank einfüllen.
  • Entnahmestellen einzeln öffnen, bis die farbige Flüssigkeit austritt.
  • Alle Entnahmestellen schließen.
  • Stromzufuhr zur Pumpe abschalten.

Fazit

Das Wohnmobil winterfest machen und es vor Schäden durch Frost im Wassersystem zu bewahren, ist mit wenig Aufwand machbar. Richte dir am besten zeitig eine Terminerinnerung im Handy ein, damit du es auf keinen Fall vergisst.

Nutze die Gelegenheit, um auch eine Tank- und Systemreinigung durchzuführen, dann ist alles fit und frisch für den Start in die neue Saison.

Alles was du für das Wassersystem in Camper und Wohnmobil brauchst, inklusive dieser wunderschönen Spülen und Faltarmaturen aus Edelstahl, findest du übrigens hier:

Diese Tipps zum Winterfest machen der Wasserleitungen in Wohnmobil oder Camper haben dir weitergeholfen? Gib sie auch an deine Freunde weiter, damit auch sie keine Wasserschäden durch Frost zu befürchten haben:

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Victron Energy Smart Batterie – wie lange lagern, wann laden

Victron Energy Smart Batterie –
wie lange lagern, wann laden

Du hast eine Victron Energy Smart Batterie für dein Reisefahrzeug gekauft, aber noch nicht eingebaut?

Hier erfährst du: Wie du herausfindest, ob sie ohne Probleme noch länger gelagert werden kann, oder sie dringend mal geladen werden müsste, um keinen Schaden zu nehmen.

NICHT EINGEBAUTE VICTRON ENERGY SMART BATTERIE LADEN:
WAS DU BRAUCHST

Je nach Vorgehen, benötigst du

  • ein Android oder iOS Smartphone mit der Victron Connect App.
  • ein Multimeter
  • ein normales 12V (Auto)Batterieladegerät

Lade die Victron Connect App direkt herunter:

Batteriespannung kontrollieren und beurteilen

Installiere die App und verbinde dich mit der /den Batterie/n.

Du kannst nun in der App die einzelnen Zellspannungen sehen. Solange keine der Zellen unterhalb von 2,9V liegt, ist alles okay. Wenn du regelmäßig alle paar Wochen mal kontrollierst, wirst du feststellen, dass die Spannung nur sehr langsam sinkt. Also keine Panik bei 3V.

Sollte 2,9V angezeigt werden, wird es auf jeden Fall Zeit sich Gedanken darum zu machen, wie die erste Ladung bewerkstelligt werden kann.

Bei 2,8V solltest du dich JETZT ums Laden kümmern, bei 2,5V … ist es allerhöchste Eisenbahn! Deine Batterie kann ansonsten bleibende Schäden erleiden.

Victron Connect App

BATTERIE LADEN – SO GEHT’S

Das Beste wäre, einfach dein System nach Plan in dein Reisefahrzeug einzubauen und die Batterie dort zu laden. Wenn das noch nicht möglich ist, gibt es zwei Varianten.

Variante 1:
Das Sicherste und Beste wäre, du installierst alle Komponenten zum Laden nach Plan provisorisch. Hast du ein tigerexped power pro System, kannst du das ganz einfach anhand der Schaltplanteile Speicher & 230V machen. Alle anderen Komponenten kannst du weglassen, die beiden genannten Teile müssen jedoch vollständig installiert werden.

Variante 2:
Bei diesem alternativen Vorgehen musst du den Ladevorgang im Auge behalten, denn du umgehst die Schutzschaltung der Batterie, somit kann sie sich nicht vor Überladung schützen! Verwende hierzu ein Multimeter, das standardmäßig zum Umfang deines Werkzeugs für die Installation gehören sollte. Wenn nicht, ist spätestens jetzt der Moment gekommen sich eins zu besorgen.

Zum Laden selbst, kannst du ein beliebiges 12V (Auto)Batterieladegerät verwenden.

Als erstes schließt du Ladegerät und Multimeter an deine Batterie an. Dann schaltest du das Multimeter auf Gleichspannungsmessung (Volt DC), dies sollte jetzt in etwa denselben Wert anzeigen wie die Spannung in der App – in diesem Beispiel 12,8V.
Wenn deine Einzelzellen nur noch 2,5V haben, zeigt dein Multimeter jetzt 10V.
Multimeter, Lifepo4 Batterie, Ladegerät verbinden

Victron LiFePo Batterie laden
Ladegerät an Victron LiFePo Batterie anschließen

Jetzt kannst du das Ladegerät in Betrieb nehmen und beobachten, wie die Spannung (sehr) langsam steigt – ja, spannend ist das auch, aber wir meinen hier natürlich die Spannung in Volt am Multimeter.

Ab diesem Zeitpunkt musst du regelmäßig die Spannung kontrollieren. Wenn die Spannung am Multimeter ca. 13-13,2 Volt erreicht hat, beende den Ladevorgang.

Nun kannst du deinen Akku wieder einige Zeit lagern. Kontrolliere in regelmäßigen Abständen die Zellspannung und wiederhole den Vorgang wenn nötig.


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