Offroad-Kanister richtig nutzen

Offroad-Kanister richtig nutzen

Gerade Offroad-Fahrer und Overlander haben das Problem, Kraftstoff für eine länger Pisten- oder Geländestrecke mitführen zu müssen. Der Verbrauch beim Fahren auf unbefestigtem Untergrund steigt und abhängig vom Land, können die Entfernungen zwischen den Tankstellen riesig sein.

Stabile Offroadkanister sind für solche Einsatzzwecke genau richtig, doch es gilt ein paar Sicherheitshinweise bei der Nutzung zu beachten.

OFFROAD-KANISTER – WAS DU WISSEN MUSST

Das Mitführen von Kraftstoff kann durch Dämpfe und Feuer eine Gefahr für dich selber, sowie natürlich für die Umwelt sein! Beachte deshalb bitte immer die Sicherheitshinweise zum richtigen Umgang mit Kanistern.

Auch wenn sie so stabil sind, wie unsere Kanister der Serie EXTREME, die du sogar überfahren und als Not-Sandblech verwenden kannst – bei Fehlern in der Handhabung können auch sie diese Gefahren nicht selbstständig verhindern.

Brandgefahr

Bei Kanistern, die mit Kraftstoffen gefüllt sind oder waren, besteht Brandgefahr, also halte sie unbedingt von Feuerquellen fern.

Dazu gehören z.B. Lagerfeuerfunken bei in der Nähe parkendem Fahrzeug mit außen montierten Kanistern.

Auch das Rauchen während der Benutzung von Kraftstoffkanistern kann potenziell eine Explosion auslösen und denke an Öfen, Heizungen, Elektromotoren und andere Feuerquellen.

Verwahrung bei Gebrauch / Anbringung

Kraftstoffbefüllte Kanister sollen nicht innerhalb von Fahrzeug oder Wohnraum, sondern immer an einem gut belüfteten Ort gelagert werden. Austretende Dämpfe sind gesundheitsschädlich!

Bedenke außerdem, dass die Temperatur im Inneren eines Fahrzeugs an heißen Tagen sehr stark ansteigen kann, was ein Aufblähen von Kanistern ohne Entlüftungsventil zur Folge hat. Es kann hierdurch zu Verformungen kommen – und folglich zum Austritt von Dämpfen und Undichtigkeiten, die den Innenraum deines Fahrzeuges hartnäckig verschmutzen können. 

Gilt sowohl beim Lagern, als auch bei der Anbringung am Fahrzeug!

Achte deshalb stets – auch bei der Außenanbringung – darauf, die Kanister mit dem Verschluss nach oben anzubringen. Eine Undichtigkeit ist bei richtiger Handhabung der Kanister sehr unwahrscheinlich. Einem Austritt von umwelt- und gesundheitsgefährdenden Flüssigkeiten sollte allerdings mit jedem Mittel vorgebeugt werden. 

Druckausgleich herstellen 

Vermeide, dass der Kanister sich durch Hitze und Kälte immer wieder aufbläht und zusammenzieht. Sorge deswegen für Druckausgleich. Das kann bei aufrechter Lagerung durch nur leichtes Anschrauben des Verschlusses erfolgen. Also nicht mit aller Gewalt zudrehen, sondern nur so, dass noch ein Gasaustausch stattfinden kann.

Je nach Temperaturschwankung, kannst du den Kanister auch von Zeit zu Zeit kurz öffnen und dann wieder fest verschließen. Mit dieser Maßnahme, beugst du Rissen im Material oder Verformungen vor.

Zusätzlicher Tipp: Fülle den Kanister nicht bis zum Rand, sondern lasse etwas Luft.

Lagerung bei Nichtgebrauch

Aus den gerade genannten Gründen, soll ein Kraftstoffkanister, der gerade nicht genutzt wird, an einem kühlen, möglichst dunklen Ort gelagert werden. Dort kannst du den Kanister auch fest verschlossen aufbewahren Stelle ihn dennoch aufrecht hin und sorge dafür, dass Kinder keinen Zugriff darauf haben.

Zusätzliche Hinweise

Bei Verwendung unserer Offroad-Kanister EXTREME: Für ein sicheres, festes Verschließen, empfehlen wir den Schlüssel Art-Nr. 33974 oder die Verwendung des Montagefußes Art-Nr. 19609, der dieselbe Funktion erfüllt.

Achte darauf, dass die Dichtung im Verschluss vorhanden und unbeschädigt ist.

Und noch eine wichtige Sache, die für die Verwendung jeglicher Kanister und generell den Umgang mit Diesel oder Benzin gilt: Bitte sauge niemals Kraftstoff zum Abfüllen mit dem Mund an.

Nutzungstemperatur:

Was bedeutet “sehr heiß” für einen Kanister

Das hängt natürlich vom verwendeten Material ab. Unsere EXTREME Kanister kommen mit einer extremen Temperaturtoleranz von -50 bis +50°C zurecht, sodass man damit von Sibirien bis zur Sahara auf der sicheren Seite ist. Die normale Gebrauchstemperatur sollte 60°C aber nicht übersteigen (z.B. bei stark erhitzten Fahrzeug-Innenräumen und Lagerung / Parken in der prallen Sonne).

Schwarze Kanister sollten nicht zum Transport und zur Lagerung von Treibstoff verwendet werden. Auch bei der Nutzung mit Wasser ist der Einfluss von extremer Sonne und Hitze bzw. Temperaturschwankungen insbesondere bei schwarzen Kanistern nicht zu unterschätzen (Stichwort Druck), wobei bei allen anderen Farben das Problem auch nur kleiner ist, aber nicht weg!

Gebrauch als Wasserkanister

Willst du einen Kanister für die Aufbewahrung von Trinkwasser nutzen, achte auf eine entsprechende Zertifizierung, damit keine schädlichen Stoffe wie etwa Weichmacher in dein Wasser migrieren.

Unsere Offroad-Kanister werden aus Polyethylen (PE) mit hoher Dichte hergestellt (HDPE). Dieser Kunststoff fällt unter die Kategorie “lebensmittelecht” und wird in großem Rahmen seitens der Lebensmittelindustrie für Verpackungen und Abfüllanlagen verwendet.

Im Herstellungsland sind die Kanister als Transportbehälter für Lebensmittel zugelassen, allerdings besteht KEINE europäische Zertifizierung oder Zulassung für Lebensmittel seitens einer deutschen Behörde.

Vor der Verwendung als (Brauch-)Wasserkanister

Durch den Produktionsprozess, das heißt das Formen durch Erhitzen des Polyethylens, kommt es zu einer vorübergehenden Geruchsentwicklung des Kunststoffes. Diese stört mit Sicherheit nicht bei der Verwendung für Kraftstoffe.

Willst du einen Kanister zum Transport von Wasser nutzen, ist ein vorheriges Auslüften ratsam. Der Kanister sollte dafür für mindestens zwei Tage an einem kühlen, trockenen Platz aufgestellt und anschließend mit Wasser ausgespült werden.

Offroad-Kanister EXTREME am Rubicon 90. Fahrzeug und beide Fotos dieses Artikels von robbicon90

RKK-Zulassung / UN-Verpackungskennzeichnung

In Europa ist eine Kennzeichnung als “zugelassener Reservekanister für Kraftstoffe” notwendig, wenn du Benzin oder Diesel in einem Reservekanister mitführst.

(Unsere Offroad-Kanister sind nicht mit einer diesbezüglichen Prägung ausgestattet. Sie sind wirklich für den Einsatz bei Offroad-Fahrten gedacht und gemacht sind.)

Beachte lokale Vorschriften zu Farben und weiteren Prägungen

Bitte beachte, dass für den Transport von gefährlichen Flüssigkeiten eine bestimmte Kanisterfarbe vorgeschrieben sein kann. Es handelt sich hierbei um nicht einheitliche (lokale) Vorschriften, deswegen informiere dich am besten für die Region, in der du wohnst, bzw. wo du hinfahren möchtest.

Ähnliches gilt für die Beschriftung von Kanistern. Die herstellerseitige Prägung folgt keinen internationalen oder lokalen Normen und kann variieren.

Schutz vor Beschädigungen

Achte darauf, dass dein Kanister keine tiefen Schnitte oder andere Beschädigungen abbekommt. Du solltest ihn deswegen nicht als Schneideunterlage oder als Astabweiser verwenden. Solche Beschädigungen sind der Stabilität abträglich, aber das versteht sich vermutlich von selbst.

Offroad-Kanister EXTREME - tigerexped

Unsere Empfehlung:
Offroad-Kanister EXTREME

  • So stabil, dass du sie überfahren kannst
  • mit großer Auswahl an Zubehör wie Duschköpfen, Ablasshähnen usw.
  • perfekt zur Außenmontage

Achtung! Für Transport und Lagerung von Treibstoff und anderen brennbaren und gefährlichen Stoffen mit diesen Kanistern gilt:
Wenngleich der Hersteller dies vorsieht, geschieht die Nutzung mit gefährlichen Flüssigkeiten auf eigene Verantwortung. Lokale Vorschriften zum Transport von Treibstoff im öffentlichen Straßenverkehr sowie die Handhabungshinweise des Herstellers sind unbedingt zu einzuhalten.
Die Kanister besitzen keine Europäische Zertifizierung für den Gebrauch mit Gefahrstoffen.


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Kaffee on the Road ohne Strom aber mit viel Aroma – AeroPress

Kaffee on the Road. Ohne Strom aber mit viel Aroma – AeroPress

Kaffee gehört für viele zum Tag wie ein Lebenselexier. Da die Kaffeemaschine jedoch häufig keinen Platz oder nicht genügend Strom im Camper findet, muss der Kaffee on the Road anders zubereitet werden. Von den unterschiedlichen Möglichkeiten der nicht elektrischen Kaffeezubereitung, möchten wir euch heute eine vorstellen, die unterschiedliche Brühmethoden für einen besonders aromatischen Geschmack kombiniert. Der kleine, leichte Zubereiter ist deshalb aus der internationalen Kaffeeszene und deren Meisterschaften nicht mehr wegzudenken. Perfekt für uns, denn die AeroPress ist einfach perfekt für unterwegs.

Was ist die AeroPress

Der manuelle Kaffeebereiter besteht in der Hauptsache aus einem Zylinder mit Stempel und einem Filterhalter. Sie kommt im Set mit Zubehör wie einem Rührspatel und einem Trichter zum sauberen Einfüllen von Kaffeemehl in den Zylinder mit dem ebenfalls enthaltenen Messlöffel.

Traditionell werden kleine Papierfilter in der AeroPress verwendet. Findige Hersteller sind auf den AeroPress-Zug aufgesprungen und bieten auch Dauerfilter aus Metall dafür an. Von AeroPress selbst gibt es allerdings nur Papierfilter, da diese angeblich ein besseres Kaffeeergebnis liefern.

AeroPress mit Zubehör

Warum Kaffee aus der AeroPress jedem schmeckt

Alles begann mit einem Hochschuldozenten für Ingenieurwesen, der an seinem Arbeitsplatz, der Stanford Universität den Säure und Bitterstoffanteil in seinem Kaffee reduzieren wollte. Alan Adler experimentierte mit verschiedenen Zubereitungsmethoden wie dem klassischen Brühen, verwendete Espressomaker und führte Versuche mit der French Press durch. Dabei war ihm aufgefallen, dass keine dieser Zubereitungsarten einem die volle Kontrolle über alle Parameter, wie etwa Wassertemperatur, Brühzeit und Mahlgrad des Kaffeemehls einräumte. Das musste doch anders gehen.

Im Laufe der Zeit entwickelte er so einen kleinen Kaffeezubereiter, der dies ermöglicht. Der Geschmack eines Kaffees lässt sich mit der AeroPress also so individuell beeinflussen, dass jeder unterwegs sein eigener Barista sein und das für ihn leckerste Heißgetränk genießen kann. Von Espresso bis Cold Brewd … mit der AroPress kein Problem.

Kaffee aus der AeroPress – Schritt für Schritt Anleitung

Bevor wir in die Schritt für Schritt Anleitung einsteigen, sei gesagt, dass es mit der AeroPress nicht „das eine“ Rezept oder die eine Zubereitung gibt. Variiere mit Ziehzeit, Wassertemperaturen, Füllmengen oder Mahlgraden, verlängere einen konzentrierten Kaffe am Ende oder genieße ihn kalt gebraut …

Mit dieser folgenden Variante erhältst du jedoch einen Kaffee, der den meisten Geschmacksnerven schmeichelt, vorausgesetzt natürlich du verwendest Kaffeebohnen oder Pulver von guter und frischer Qualität.

  1. Für den besten Kaffeegeschmack: Mahle Kaffeebohnen frisch. Wir empfehlen einen feinen bis mittleren Mahlgrad (etwa wie feines Tafelsalz) und ca. 16 – 17 Gramm pro Tasse.
  2. Lege einen Filter in den Filterhalter. Einige Baristas schwören übrigens darauf, Papierfilter mit heißem Wasser vorzubrühen, damit der Eigengeschmack des Papiers nicht die Geschmacksvielfalt des Kaffees stören kann – dafür wäre nun der passende Zeitpunkt.
  3. Lasse das Wasser nach dem Kochen für eine Minute abkühlen, denn die optimale Temperatur zum Kaffee brühen mit der AeroPress liegt bei ca. 90° Celsius.
  4. Schraube den Filterhalter auf den Zylinder der AeroPress und Fülle das Kaffeepulver in den Zylinder.
  5. Stelle die AeroPress auf eine Kaffeetasse.
  6. Gieße Wasser auf den Kaffee bis die AeroPress ca. drei Viertel gefüllt ist, lasse ihn für etwa eine Minute ziehen und rühre um, damit sich das Kaffeepulver gleichmäßig verteilen kann.
  7. Gieße entweder nochmal Wasser nach, um den Zylinder komplett zu füllen, oder setze direkt den Stempel in den Zylinder.
  8. Drücke den Stempel im Zylinder nach unten, bis das Luftpolster zwischen Stempel und Kaffeesatz komplett herausgedrückt ist.
  9. Gieße den Kaffee eventuell mit der Restmenge des Wassers auf.
  10. Genieße den besten Kaffee on the Road.

AeroPress umgekehrt benutzen – Die inverted Methode

Von vielen Baristas wird die AeroPress umgekehrt benutzt. Bei der inverted Methode wird der Kaffeebereiter auf auf den Stempel gestellt und das Kaffeepulver in den Zylinder eingefüllt. Der Filterträger kommt erst nach dem Eingießen des Wassers als „Verschluss“ obendrauf und die AeroPress zum Drücken schnell umgedreht. Durch das Vakuum, das von der Dichtung am Stempel erzeugt und gehalten wird, ist das Möglich, ohne dass der Kaffee beim umdrehen direkt aus dem Filter läuft.

Reinigung der AeroPress

Bei der Reinigung kommt ein weiterer Vorteil des stromlosen Kaffeebereiters für uns on the Road zum tragen. Die Reinigung ist mit extrem einfach und benötigt nur aller geringste Reserven aus deinem mitgeführten Frischwasservorrat.

Das Pulver wird mitsamt dem Filter ganz einfach mit dem Stempel aus dem Zylinder herausgedrückt und schon jetzt ist die AeroPress so gut wie sauber. Ein kurzes Abspülen mit klarem Wasser ist der ganze Aufwand.

Der perfekte Begleiter

Die AeroPress hat ein super kleines Packmaß und wiegt nur wenige Gramm.
Das verwendete Material ist vom Hersteller zertifiziert migrationsfrei von Weichmachern aus dem Kunststoff und durch die lange Haltbarkeit ein Produkt, dass dir jahrelang viel Freude beim Reisen durch einfach guten Kaffee bereiten wird.

Du willst eine Aeropress haben?

Als dein Reisefahrzeugausstatter mit dem besten Equipment für unterwegs, haben wir die AeroPress natürlich im Sortiment. Hier findest du alles für den perfekten Genuss.


Der Tipp zur Kaffeezubereitung on the Road gefällt dir? Zeig ihn doch auch Gleichgesinnten, die unterwegs bestimmt auch gerne guten Kaffee trinken!

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Anfahrhilfe: So kriegst du mit Bergeboards die Karre aus dem Dreck

Anfahrhilfe: So kriegst du mit Bergeboards die Karre aus dem Dreck

Klar willst du Deinem Camper auch mal zeigen, was Offroad-Spaß heißt, oder nicht? Über sandige oder schlammige Wege ein Lagerplätzchen finden, wo du nichts hörst, als das Rauschen eines nahen Flusses, in der Nacht. Damit diese Romantik allerdings nicht länger andauert als geplant, sollten Bergeboards als Anfahrhilfe zu deiner Ausstattung gehören.

Doch dabei haben ist das eine. Bergehilfen richtig einsetzen, das andere. Hier bekommst du wertvolle Tipps für den Einstieg – damit der Offroad Spaß nicht zum Bergefrust wird.

Vom Luftlandeblech zum Bergeboard

Sogenannte Sandbleche sind heute beim Geländefahren nicht mehr wegzudenken. Sie sind bei fehlender Traktion das Mittel erster Wahl. Nicht zu Unrecht machen sie ein Fahrzeug auch optisch erst so richtig zum Offroader.

Die ursprüngliche Entwicklung galt weniger spaßigen Zwecken. Um 1940 herum wurden Bleche aus Stahl für militärische Zwecke entwickelt, die Flugzeugen das Landen auf sandigem oder morastigem Boden ermöglichen. Noch heute hörst du manchmal die Bezeichnung “Luftlandebleche”. Gemeint sind damit lange Stahlbleche mit Löchern und stabilisierenden Sicken. Zusätzlich haben sie seitliche Haken, um sie schnell miteinander zu verbinden und ganze Felder selbst für schwere Fahrzeuge befahrbar zu machen.

Solche Sandbleche aus Metall werden heute ohne seitliche Haken für den Bergeeinsatz bei Fahrzeugen, oft aus leichterem Aluminium gefertigt.

Moderne Bergeboards für Offroader bis zur leichten Nutzfahrzeugklasse, werden inzwischen aus hochstabilem Kunststoff, Nylon o.ä. gefertigt. Sie sind robuste Leichtgewichte geworden. Das TRED Pro etwa hält einer Belastung von bis zu 4,5 Tonnen stand, bei einem Eigengewicht von nur 4,1 kg.

Raus aus dem Dreck mit Bergeboards

Hast du Dich auf sandigem oder schlammigem Untergrund oder auch im Schnee festgefahren, helfen Dir Deine Bergeboards als Anfahrhilfe und die folgenden Tipps zu ihrer richtigen Nutzung.

1. Die Sache nicht verschlimmern

Wenn Deine Reifen keine Traktion mehr haben und sich Dein Fahrzeug eingräbt: Versuch gar nicht erst lange durch Gas geben wieder freizukommen. Das macht die Sache nur Schlimmer. Die Reifen werden noch mehr losen Untergrund wegschaufeln und Dein Camper steht immer tiefer im Morast.

2. Ran an die Arbeit

Schaufle möglichst viel losen Untergrund in Fahrtrichtung vor Deinen Reifen weg. Je nach Situation kann die Fahrtrichtung nach vorne, oder möglicherweise auch besser rückwärts aus dem Loch führen. Ist der weitere Verlauf weiter sehr weich, kannst du durch Vorgraben einer kurzen Fahrspur dafür sorgen, nicht nach dem Überfahren des Sandbleches gleich wieder stecken zu bleiben.

Gute Bergeboards, wie TRED’s, sind so geformt, dass du sie als Schaufel nutzen kannst.

Hier nicht faul sein ist die halbe Miete. Stecken die Reifen tief im Morast, erleichterst du das Herauskommen, wenn du auch die Flanken einigermaßen freilegst. Liegen gar Achsen, Differenzial oder andere Teile auf, gilt der Tipp gleich doppelt: Beim Versuch das Fahrzeug frei zu kriegen, schieben sie nicht nur Sand oder Schlamm vor sich her und erschweren die ganze Sache damit stark, die Bergeboards brauchen auch das Gewicht des Fahrzeugs um den Reifen genug Traktion bieten zu können.

3. Bergeboards verkeilen

Einer der entscheidenden Punkte ist, das Bergeboard tief genug zwischen Reifen und Untergrund zu verkeilen. Einfach davor schmeißen bringt hier nichts, auch nicht bei der schönen Mulde, die die TRED’s extra haben um sich besser an den Reifen zu schmiegen. Lass die Mukkies spielen und schaffe einen “Angriffspunkt” für die Räder.

An welchen Rädern platzieren:

Bist du mit einem Paar (also zwei) Bergebrettern bei einem Fahrzeug ohne Sperren unterwegs, empfiehlt sich je nach Situation die Platzierung einer Anfahrhilfe am jeweils durchdrehenden Rad der Vorder- und Hinterachse.

Ist Dein Fahrzeug mit einer Achssperre ausgestattet, schalte sie zu und nutze die Anfahrhilfen an dieser Achse.

Hat Dein Camper ausschließlich 2 WD, nutze die Boards an der Antriebsachse.

Mit einem Set aus vier Recovery Boards musst du Dir in dieser Hinsicht natürlich keine Gedanken machen. Jedem Reifen ein Board zu verpassen macht die Bergung wesentlich leichter.

4.Fahrzeug vorbereiten

Hast du keinen permanenten Allradantrieb, stelle sicher, dass dieser eingeschaltet ist. Auch der Einsatz von Differenzialsperren ist jetzt angezeigt.

5. Anfahren

Fahre beherzt aber unbedingt kontrolliert an! Bei der Fahrzeugbergung mit Recovery Boards ist es extrem wichtig, dass die Reifen NICHT auf dem Board durchdrehen. Das hilft in keinster Weise bei der Bergung, beschädigt aber das Bergebrett und unter Umständen sogar Deine Reifen.

Außerdem wichtig:
Ruiniere nicht Deine Kupplung! Mit schleifender Kupplung anzufahren bringt Dir nichts. Gerade offroad gilt: Nutze die Kupplung NUR, wenn es unbedingt zum Schalten sein muss, sonst NIE. Du verlierst so nur die Kontrolle über Dein Fahrzeug. Und kupple ohne zu zögern wieder ein. Gerade in Situationen wie beim Bergen kannst du sonst nach dem Track gleich eine Neue bestellen.

Wenn der erste Versuch misslingt:

1. Mehr schaufeln.

Nicht lange rumprobieren. Wenn das Anfahren mit Bergeboards gut vorbereitet ist und gelingt, wird es das direkt tun. Wenn nicht, helfen auch keine 10 Versuche. Aussteigen und mehr schaufeln ist dann angesagt.

2. Luftdruck überprüfen

Ein niedrigerer Luftdruck verschafft dem Reifen mehr Auflagefläche und damit mehr Traktion. Grundsätzlich hilft es ungemein, den Luftdruck beim Befahren von losem Untergrund von vorneherein nach unten anpassen. Die Wahrscheinlichkeit sich festzufahren sinkt zusammen mit dem Luftdruck.
War Dein erster Bergeversuch nicht erfolgreich, kannst Du prüfen, ob der Druck noch weiter vermindert werden kann.

WICHTIG:
Du solltest selbstverständlich dafür ausgerüstet sein, den Reifendruck nach der Bergung wieder auf das normale Maß erhöhen zu können. Bei abgesenktem Reifendruck mit normaler Geschwindigkeit und auf befestigter Fahrbahn zu fahren, stellt ein großes Gefahrenpotenzial für Dich und andere dar! Das Fahrverhalten verschlechtert sich enorm und der Reifen kann durch Walgen und Erhitzen sogar platzen.

Für ein Fahrzeug ohne Druckluftanlage heißt das also: Ein Kompressor muss in diesem Fall mit an Bord.

Nach der Bergung

Vergiss nicht nach der Bergung Deine Boards wieder einzusammeln. Optionale Gurte, die an den Sandblechen befestigt werden, erleichtern das Wiederfinden, wenn sie sich beim Überfahren in den Morast gegraben haben.

Wegen dem ganzen Dreck empfehlen wir Dir übrigens die Anbringung an der Außenseite des Fahrzeuges mit entsprechenden Montage-Kits oder das Verstauen in einer entsprechenden Tasche.

Du fühlst dich gut vorbereitet? Hier gelangst du direkt zu unserem breiten Sortiment TRED 4×4 Bergeboards und entsprechendem Zubehör.